Ansteckungsfreude.

» Deine erste Pflicht ist, Dich selber glücklich zu machen. Bist Du glücklich, so machst Du auch andere glücklich. «

Ludwig Feuerbach


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„I am a stripe in the sea, ghost in the city.“

» Ich gehe einfach mit meiner Trauer
und meiner Überzeugung
Flucht ist mein Schicksal
Um das Gesetz zu umgehen

Verloren im Herzen
des großen Babylonischen Reiches
Sie nennen mich den Illegalen
den, ohne Papiere

wo die Sonne aufgeht
wo die Sonne aufgehen wird

In einer nördlichen Stadt ging ich zur Arbeit
Ich verließ mein Leben zwischen Celda und Gibraltar
Ich bin ein Strich im Meer, ein Geist in der Stadt
Mein Leben ist verboten, sagt die Behörde

wo die Sonne aufgehen wird
wo die Sonne aufgehen wird

Ich gehe einfach mit meiner Trauer
und meiner Überzeugung
Flucht ist mein Schicksal
Um das Gesetz zu umgehen

Verloren im Herzen
des großen Babylonischen Reiches
Sie nennen mich den Illegalen
den, ohne Papiere

wo die Sonne aufgeh
wo die Sonne aufgeht «

Manu Chao
Por dónde saldrá el sol


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Das waren noch andere Zeiten, auf der Champs-Élysées.

» Ich schlenderte die Allee entlang
Das Herz offen fürs Unbekannte
Ich hatte Lust, irgendjemanden
Zu grüßen
Und dieser irgendjemand warst du
Ich sagte dir etwas planlos
Man brauchte nur dich anzureden
Um dich zutraulich zu machen

Auf den Champs-Élysées
Auf den Champs-Élysées
In der Sonne oder im Regen
Am Mittag oder um Mitternacht
Gibt es alles, was das Herz begehrt
Auf den Champs-Élysées

Du sagtest mir: „Ich bin verabredet
In einer Kellerbar mit verrückten Kerlen
Die von morgens bis abends
Mit der Gitarre in der Hand leben‟
Also kam ich mit
Wir sangen, wir tanzten
Und wir dachten nicht einmal daran
Uns zu küssen

Gestern Abend noch zwei Unbekannte
Und heute Morgen auf der Allee
Sind wir zwei Verliebte, ganz benommen
Von der langen Nacht
Von der Place de l’Etoile bis zur Place de la Concorde
So wie ein Orchester mit tausend Saiten
Singen alle Vögel des Morgengrauens
Die Liebe «

[lyricstranslate[dot]com/de/les-champs-elysees-die-champs-elysees.html]

Joe Dassin
Les Champs-Élysées


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Advent.

Rilke fiel ihr in die Hände: “ … Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr. Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben. … „.

Tränen rannen ihr die Wangen hinab.
Sie dachte an die Handvoll nicht erwiderter Lieben ihres Lebens.

Bin allein.

Sie war über die Jahrzehnte unzähligen Männern begegnet und nur bei diesen Fünfen waren sich Herz, Bauch und Verstand einig.
Jedem Einzelnen trauerte sie nach.

Fröstelnd hüllte sie sich in eine Decke; nasskalt fühlte sich ihr Inneres an.
Sie glich einem Winterbaum: aschfahl, alle Adern verschlossen, alle Kraft in seinen Wurzeln konzentriert.
Oder, wie eine Schnecke in ihr Haus, war sie in sich zurückgezogen.

Die Ankunft des nächsten Frühlings erwartend.

 

Die Personen und die Handlung der Geschichte sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

Inspiration: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2018/12/02/schreibeinladung-fuer-die-textwoche-49-50-18-wortspende-von-elke-h-speidel/

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„Wir trauern um die Menschen, aber wir geben uns nicht dem Hass hin.“

» […] Man ist in Deutschland ziemlich vorsichtig damit, getötete Menschen als Helden zu stilisieren. Es herrscht hier stattdessen eine Tendenz vor, zu sagen: Wir sollten das nicht zu hoch hängen. Ich persönlich halte das für klug. In Zeiten, in denen die Angst vor Terrorismus wächst, Menschen ausländerfeindlicher werden, ist diese Herangehensweise psychologisch sinnvoll.
… | …
Jeder trauert anders. Es ist unmöglich, es allen Betroffenen Recht zu machen.
… | …
Zu sagen: Wir trauern um die Menschen, aber wir geben uns nicht dem Hass hin: Das war gut.
… | …
Gedenkmomente sind gut, wenn sie nicht so bombastisch inszeniert werden, dass sich manche mit Grauen abwenden. Denn sie fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen. Und das brauchen wir, um uns alle darauf zu besinnen, was wir zu verteidigen haben: Unsere Freiheit. […] «

Leonie Feuerbach, Georg Pieper | Frankfurter Allgemeine | 12.01.2017 | Sind die Deutschen unfähig zu trauern? | https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/ungluecke/psychologe-georg-piper-ueber-die-trauer-der-deutschen-14620775.html

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Bitter Sweet Symphony.

Eine Musik schreckte ihn aus dem Schlaf.

Sein links neben seinem Kopfkissen liegendes Smartphone (er trackte seinen Schlaf) blinkte, vibrierte und spielte Musik.

Er dachte, Mist, die Nacht ist schon vorbei und wischte das Hintergrundbild eines Winterbaumes mit dem Finger nach oben und das Smartphone verstummte.

Jetzt erst registrierte er, dass es nicht die Weckmelodie war, sondern ihre WhatsApp-Melodie: Bitter Sweet Symphony.

Er schaute auf die Uhr: 2:38 Uhr.

Sie konnte, zwei Stockwerke über ihm liegend, nicht schlafen und schrieb ihm das und als er unvermittelt antwortete, wunderte sie sich, dass er sein Smartphone nicht stumm geschaltet hatte, um dann sofort bei ihrem Smartphone den Flugmodus einzuschalten, so dass seine zweite Nachricht, er war nun hellwach und in „Rede“-Laune, nicht mehr übertragen wurde.

Verstehe die Frauen wer will, er verstand sie jedenfalls nicht.

Sein Unterbewusstsein wusste von ihrer Nachricht lange bevor ihr Bewusstsein sie versandte: von 2:00 Uhr bis 2:38 Uhr zeigte seine Sleep-Better-App einen breiten, roten Balken „Wach-Schlaf“ an; normal dauerten seine Wach-Schlaf-Phasen nur wenige, kurze Minuten.

Er stand auf und zog den schweren, lichtundurchlässigen Vorhang des Hotel-Zimmerfensters zur Seite.
Draußen war es nasskalt, eine leere Straßenbahn hielt vor seinem Fenster und sein Blick fiel in den letzten Wagen, in dem ein Mann in einem weißen Anzug durch den Mittelgang tanzte.

Sie verliebte sich immer in andere, nie in ihn – solche Nachrichten erhielt immer er und nie die Anderen; er trauerte der warmen Juninacht vor zwei Jahren nach, als sie sich so nah waren, wie nie zuvor und nie danach, und sich drei Stunden lang umarmten, regungslos, zu regungslos.

 

Die Personen und die Handlung der Geschichte sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

Inspiration: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2018/12/02/schreibeinladung-fuer-die-textwoche-49-50-18-wortspende-von-elke-h-speidel/

Dieser Artikel ist unter CC BY-NC-ND 4.0 lizenziert.
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Fugue No.2 in C Minor (Johann Sebastian Bach)

Laura Lāce
Riga, Latviaa


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