Saite – Verschluss – Hut – Brief – Pfeife – Führerschein – Schuh – Kamm – Brille – Schwamm – Tuch – Pistole

» Duba du dab

Souvenirs Souvenirs kauft sie Leute kauft sie ein
Denn sie sollen wie das Salz in der Lebenssuppe sein
Von der Gitarre eine Saite, die Elvis schlug
Und den Verschluss der Bluse, die die Lollo trug

Souvenirs Souvenirs aus Paris und Cannes
Einen Hut von Chevallier und einen Brief vom dritten Mann
Von Ricky Nelson eine Pfeife, von Sterling Moss den Führerschein
Souvenirs Souvenirs kauft ihr Leute kauft sie ein

Charly Chaplins Schuh und Picassos Kamm
Von der Garbo eine Brille und von der Monroe einen Schwamm
Von Louis das weiße Tuch, das die Trompete hält
Und von Eddy die Pistole mit der er Gangster fällt

Souvenirs Souvenirs einer großen Zeit
Sind die bunten Träume unsrer Einsamkeit
Sie lassen alle mal was liegen, die großen dieser Welt
Und das sind die Souvenirs die man überall erhält «

Bill Ramsey
Souvenirs


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Martha Ascher

» Martha Ascher wurde am 20. November 1889 als Tochter von Isaak, gen. Louis, und Röschen Ascher, geb. Löb, in Neuwied geboren. Die Familie zog später nach Hamburg um. Sie wohnte in der heutigen Langendorfer Straße 133 (früher: Luisenplatz 47).

Martha Ascher 1889 - 1941

Martha Ascher 1889 – 1941

Martha Ascher war Hutmacherin und alleinstehend. Sie lebte in Hamburg in der Neumunster Straße 1.

Am 18. November 1941 wurde sie von Hamburg aus nach Minsk deportiert und dort ermordet.

Auch ihre Schwester, Frieda (verheiratete Loeb), wurde Opfer der Shoa. «

»[…] Schuld die auch wir hätten begehen können […]«

Quelle & weitere Informationen => http://www.stolpersteine-neuwied.de/index.php?id=16 [abgerufen am 19.11.2018]

Vergessen ist der Ausgangspunkt von Wiederholung.

Unless the world learns the lesson these cruel fates teach, night will fall.

Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied | Rolf Wüst, verantwortlich für das Projekt „Stolpersteine“ im Deutsch-Israelischen Freundeskreis Neuwied, hielt im voll besetzten „Café Auszeit“ der Marktkirchengemeinde einen Vortrag über „Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied“. In einer ausführlichen Einleitung untersuchte er das Verhältnis der Gesellschaft zum Judentum früher wie heute, das oftmals zwischen den Extremen Ablehnung und Hass einerseits und Idealisierung und übersteigerten Erwartungen andererseits oszilliert.
http://www.nr-kurier.de/artikel/66565-zeugnisse-juedischen-lebens-und-leidens-in-neuwied

Holocaust | Mehr als ein Trostpflaster | Über die Stolpersteine ging man irgendwann hinweg. Dann kam ein privates Forscherteam mit einem aufrüttelnden Buch.
http://www.zeit.de/2017/05/stolpersteine-forschung-nationalsozialismus-opfer-oswald-pander/komplettansicht


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Emanzipation.

In dieser Nacht kippte das Wetter: Wind kam auf, brachte sehr feuchte Luft und die Temperatur fiel binnen zwei Stunden auf minus zehn Grad Celsius.

Ashley und Tyler waren ein Pärchen – ein heimliches.
Ashleys Glaubensgemeinschaft verbot den Umgang mit Nicht- oder Andersgläubigen und außerehelichen Sex.

Jede Woche trafen sie sich heimlich, abseits, im Wald, in Tylers altem, knallroten Straßenkreuzer.
Woche für Woche verrückten sie die Grenzen ihres „sündigen“ Handelns ein wenig: anfangs hielten sie sich stundenlang umarmt, dann streichelten sie sich, später fummelten sie und seit kurzem hatten sie Sex.
Alkohol putschte sie auf und half gegen die empfindliche Kühle der Nachtstunden.

Der örtliche Female Deputy Sheriff, Marge, entdeckte in der Morgendämmerung Tylers auffälligen Wagen im mit Raureif bedeckten Wald zwischen den strahlend weißen Bäumen.

Eine dicke Eisschicht an den Innenscheiben versperrte Marge den Blick ins Innere des Wagens.

Sie öffnete vorsichtig eine Tür und fand zwei, in eine dünne Wolldecke eingehüllte, regungslose, sehr blasse, nackte und nur noch schwach atmende, ineinander verschlungene Körper.

In dieser Nacht wurde – gegen alle anderen Widerstände – aus einen Pärchen ein Paar.

 

Die Personen und die Handlung der Geschichte sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

Inspiration: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2018/11/18/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-47-48-18-wortspende-von-umgebucht/

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„Machen Sie eine Affektbilanz.“

» […] Ist es besser, auf den Verstand zu hören oder doch dem Gefühl den Vorzug zu geben? Am besten beides: Lässt man Kopf UND Bauch sprechen, gehört Unentschlossenheit der Vergangenheit an.
… | …
Wieso ist unsere Fähigkeit, einen Entschluss zu fassen, eigentlich so unterschiedlich ausgeprägt?
… | …
„Jeder Mensch bezieht Verstand und Gefühlsimpulse in unterschiedlichem Maße in seine Entscheidungen ein“
… | …
„Und die Verteilung auf diesen Waagschalen beeinflusst, wie lange wir für einen Entschluss brauchen und ob wir überhaupt zu einem Ergebnis kommen.“
… | …
Keine Entscheidung ohne Emotionen
… | …
jedes Ereignis in unserem Leben haben wir einmal als angenehm oder unangenehm bewertet und zusammen mit dem entsprechenden Gefühl abgespeichert.

„Steht eine Entscheidung an, erzeugt das Gehirn ganz automatisch Bilder von möglichen Zukunftsszenarien, die wie kurze Filme vor unserem inneren Auge ablaufen.“
… | …
„Findet sich ein ähnliches Szenario, wird automatisch die damals damit verbundene Bewertung wachgerufen – und zeigt sich zum Beispiel in Form eines Kribbelns im Magen, eines Kloßes im Hals oder auch eines befreiten Gefühls in der Brust.“
… | …
„Vom heutigen Stand der Forschung aus lässt sich klar schlussfolgern: Kluge Entscheidungen treffen Menschen dann, wenn sie sowohl den Verstand als auch ihre Emotionen berücksichtigen und je nach Situation optimal miteinander in Einklang bringen“
… | …
Wenn wir statt auf unsere Gefühle zu achten ausschließlich den Verstand bemühen. Derartig „Verkopfte“ verheddern sich meist im Abwägen unzähliger Vor- und Nachteile, Argumente und Gegenargumente – und machen sich damit selbst entscheidungsunfähig.
… | …
Einen anderen problematischen Entscheidungstyp nennt die Psychologin „den Zerrissenen“. Er nimmt seine somatischen Marker zwar wahr, unterdrückt sie aber und bezieht sie nicht in seine Entscheidungen mit ein.
… | …
Unentschlossenheit kann zu Burn-out führen
… | …
„Egal, mit welcher Frage Sie sich quälen: Machen Sie eine Affektbilanz“
… | …
stellen Sie sich alle Handlungsmöglichkeiten vor, die Ihnen einfallen – nacheinander, so lebendig wie möglich. Und fragen Sie sich jeweils ganz konkret: „Welche Gefühle löst diese Vorstellung in mir aus?“
… | …
Zum Beispiel: Was empfinde ich, wenn ich meine Wohnung kündige und meine Freunde zurücklasse? Was, wenn ich mir vorerst ein möbliertes Zimmer nehme und schaue, wie es mir in der neuen Stadt gefällt? Was, wenn ich den Job absage und bleibe, wo ich bin?
… | …
„Wichtig ist zunächst, die persönlichen Gefühlsreaktionen überhaupt wahrzunehmen“, so Storch. „Bei vielen Unentschlossenen liegt da das Hauptproblem.“
… | …
„Ziel ist, dass Verstand und Gefühlsimpulse letztendlich zur selben Bewertung kommen – also eine Entscheidung zu finden, die einen positiven somatischen Marker hervorruft „
… | …
Warum widersprechen sich Kopf und Bauch?
… | …
Habe ich Alternativen übersehen?
… | …
Was genau steckt hinter meinen Zweifeln?
… | …
„Derartige Erkenntnisse sind kein Freibrief für das Bauchgefühl“
… | …
“ […] wenn wir Kopf und Bauch in unser inneres Zwiegespräch einbeziehen, sind wir grundsätzlich auf dem richtigen Weg.“
… | …
„Die menschliche Psyche hat eine Vorliebe für den Status quo, denn der ist vertraut, selbst wenn man damit nicht sonderlich zufrieden ist“
… | …
„Aber wer immer auf Nummer sicher geht, bleibt irgendwann stehen – und versagt sich, seine eigenen Grenzen auszutesten.“
… | …
„Wie ein Sportler, der langfristig auf einen Wettkampf hinarbeitet, können wir auch unsere Entscheidungsmuskeln trainieren“
… | …
„Wir können nicht erwarten, dass wir die Situation schon spontan meistern werden, wenn die schwere Entscheidung eines Tages plötzlich vor der Tür steht.“
… | …
Die richtige Entscheidung im Sinne einer perfekten gibt es nicht.
… | …
„Entscheidungen, die keine positiven Empfindungen und Tatendrang hervorrufen, sind in der Regel auch keine guten.“
… | …
Typische Entscheidungsfehler: Entweder-oder-Denken – Es geht um „Leben und Tod“ – Motivation: Flucht – Falsche Baustelle – Sich selbst unter Druck setzen – Hadern – Die Nebelbombe «

Mila Hanke | emotion | 09.01.2016 | Richtig entscheiden | https://www.emotion.de/de/coaching-tipps/richtig-entscheiden-3879

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“ Sonne in meinen Segeln. Sonne auf meinem Weg. Sonne in den Bäumen. Sonne für dich. Halt mich, halt mich, halt mich, halt mich fest. “ [1]


» Halt mich bitte …

… fest und vor allem aus. «

– @Chamaelita, Chamaelita™, https://twitter.com/Chamaelita/status/864918615145009154

[1]: Philipp Poisel, Halt mich


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„We look into faces. Wait for a sign.“

» Er lebt in einem Universum
Ein Herz weg
In ihm ist kein Weiterer
Nur ein Herz weg
Die Zeit wird kommen, gesegnet zu sein
Ein Herz weg
Um seine Einsamkeit zu feiern

Wir sind allein
Allein allein

Wir schauen in Gesichter
Warten auf ein Zeichen

Ein Gefangener hinter den Mauern
Ein Herz weg
Will sein Universum leiten
Nur ein Herz weg
Die Zeit ist für uns gekommen, um zu lieben
Ein Herz weg
Um unsere Einsamkeit zu feiern «

Polarkreis 18
Allein allein


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Rudolf David Salomon

» Rudolf David Salomon wurde am 15. November 1880 in Niederbieber als Sohn von Sigmund (Seligmann) und Amalie Salomon, geb. Ahrweiler geboren.

Rudolf David Salomon 1880 - 1940

Rudolf David Salomon 1880 – 1940

Er hatte noch zwei Brüder, Robert und Oskar und eine Schwester, Johanna Luise. Rudolf David war Viehhändler und Metzger. Vor seiner Deportation war er als Zwangsarbeiter in der Blechwarenfabrik Aubach beschäftigt. Das Ehepaar hatte eine Tochter, Miriam, die 1938 in die USA fliehen konnte und dort in zweiter Ehe Adolf Nathan heiratete. (siehe: Franz Regnery, S. 436 ff)

Am 2. November 1939 wurde er unter dem Namen Rudolf ‚Israel‘ Salomon von der „Reichsvereinigung der Juden in Deutschland“ zum „Vorstand der Jüdischen Kultusvereinigung Jüdische Gemeinde Niederbieber“ bestellt. Damit sollte formal der Verkauf des Synagogengrundstücks notariell ermöglicht werden. Am 1. März 1940 wurde der Kaufvertrag beim Notar Ludwig Schmidt-Weyland mit Wilhelmine Schellewald abgeschlossen.

Rudolf David Salomon war verheiratet mit Elisa Salomon, geb. Oster. Das Ehepaar wohnte in Niederbieber, Hammergraben 5 (heute: Neuwied, Stadtteil Niederbieber). Ihre Tochter Mirjam hatte angeblich Kinderlähmung und hinkte leicht. Sie besuchte das Lyzeum in Neuwied und überlebte.

Über sein Schicksal ist nur bekannt, dass er am 30. April 1940 nach dem Osten deportiert wurde. Das genaue Deportationsziel und das Todesdatum konnten nicht ermittelt werden. «

»[…] Schuld die auch wir hätten begehen können […]«

Quelle & weitere Informationen => http://www.stolpersteine-neuwied.de/index.php/component/content/article/8-personenbeitraege/230-salomon-rudolf [abgerufen am 14.11.2018]

Vergessen ist der Ausgangspunkt von Wiederholung.

Unless the world learns the lesson these cruel fates teach, night will fall.

Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied | Rolf Wüst, verantwortlich für das Projekt „Stolpersteine“ im Deutsch-Israelischen Freundeskreis Neuwied, hielt im voll besetzten „Café Auszeit“ der Marktkirchengemeinde einen Vortrag über „Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied“. In einer ausführlichen Einleitung untersuchte er das Verhältnis der Gesellschaft zum Judentum früher wie heute, das oftmals zwischen den Extremen Ablehnung und Hass einerseits und Idealisierung und übersteigerten Erwartungen andererseits oszilliert.
http://www.nr-kurier.de/artikel/66565-zeugnisse-juedischen-lebens-und-leidens-in-neuwied

Holocaust | Mehr als ein Trostpflaster | Über die Stolpersteine ging man irgendwann hinweg. Dann kam ein privates Forscherteam mit einem aufrüttelnden Buch.
http://www.zeit.de/2017/05/stolpersteine-forschung-nationalsozialismus-opfer-oswald-pander/komplettansicht


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