– VI.IV.MMXX –

Sechzehnter Tag im ununterbrochenen Homeoffice.


»Der Literaturwissenschaftler Felix Maschewski sieht Deutschland in puncto Tracking-Technologien an einem Scheideweg. Jetzt sei es wichtig, darüber nachzudenken, wie wichtig uns die Privatsphäresei und wie weit wir sie womöglich gegen die Gesundheitausspielen wollten, sagte er im Dlf.«

»Tracking-Geräte seien bereits in unterschiedliche Geschäftsmodelle eingeflossen, sagte Felix Maschewski im Dlf und nennt US-Versicherungen als Beispiel.«  |  »„Wir müssen in dieser Coronakrise schauen, in welche Richtung wir wollen bezüglich dieser überwachungskapitalistischen Praktiken, bezüglich dieser Tracking-Technologien.“«  |  »„Doch das, was in den anderen Ländern wie Südkorea und China passiert sollte uns zu Denken geben, wie das Druck auf unserer Politik auslöst.“«  |  »Jetzt sei es wichtig, darüber nachzudenken, wie weit uns die Privatsphäre und wie weit wir sie womöglich gegen die Gesundheit ausspielen wollten«

Felix Maschewski, Michael Köhler  |  Deutschlandfunk  |  05.04.2020  |  Tracking-Technologien – „Was wir tun, reicht weit über die Coronakrise“  |  Hören :: Lesen


»Der Publizist Roger de Weck hält eine Modernisierung der liberalen Demokratie für notwendig, um sie zukunftsfähig zu machen. Sowohl Populisten als auch Big Data höhlten letztendlich die liberale Ordnung aus, sagte Roger de Weck im Dlf.«

»„Für reaktionäre Populisten ist jeder Andersdenkende gleich ein Verräter oder ein Volksfeind«  |  »Die sogenannten Verräter oder Volksfeinde verdienten der Logik von Populisten zufolge keine Freiheit: „Sie wollen keine freiheitliche Demokratie. Die Autoritären hassen die Liberalität.“ Ein Grundmerkmal von Populisten sei, dass sie demokratische Institutionen „ins Lächerliche ziehen“.«  |  »Doch die liberale Demokratie habe es auch mit einer anderen Form des Autoritarismus zu tun, sagte de Weck: mit einem übermächtigen Verbund aus Big Data und Big Money. „Und dieser ist eine in der Weltwirtschaftsgeschichte einzigartige Konzentration von Macht.“«  |  »Sowohl Populisten als auch Big Data höhlten letztendlich die liberale Ordnung aus. Big Data und Big Money setzen aber oft viel entschiedener als der demokratische Staat die politischen Rahmenbedingungen. Roger de Weck plädiert daher dafür, die liberale Demokratie zukunftsfähig zu machen: Die liberale Kritik an Populisten sei wichtig, aber wichtiger sei es, die liberale Demokratie zu modernisieren und sie zu stärken, damit sie Menschen mit Sorgen und auch der Klima-Jugend neue Perspektiven eröffne.«

Roger de Weck, Michael Köhler  |  Deutschlandfunk  |  05.04.2020  |  Demokratie und ihre Feinde: „Populisten und Big Data höhlen liberale Demokratie aus“  |  Hören :: Lesen


Corona und das Ende des neoliberalen Denkens. Soziologe Heinz Bude im Gespräch mit Anja Reinhardt  |  Deutschlandfunk  |  05.04.2020  |  Hören


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– V.IV.MMXX –

»Der Virologe Streeck sagt, das Hauptproblem in der aktuellen Diskussion seien fehlende Daten und Fakten, um Entscheidungen zu treffen. Die Wirkung der Maßnahmen vor der Kontaktsperre sei nicht ausreichend überprüft worden, außerdem fehlten Richtlinien für eine Exit-Strategie, so Streeck. Er betont jedoch, es sei zum jetzigen Zeitpunkt auch falsch, alle Maßnahmen wieder zurückzudrehen.

Im stark von Corona-Fällen betroffenen Kreis Heinsberg haben Prof. Streeck und sein Team diverse Oberflächen getestet und kein aktives Virus nachweisen können: Weder auf Handys, Türklinken, Waschbecken noch Katzen, selbst bei hoch infektiösen Familien. Er betont daher, es gebe stand jetzt keine Gefahr, beim Einkaufen, jemand anderen zu infizieren. Die bisherige Forschung zeige: Vor allem große Menschenmengen mit viel Kontakt seien eine Gefahr, also beispielsweise Partys und Fußballspiele.

Prof. Hendrik Streeck ist Direktor des Instituts für Virologie und HIV-Forschung an der Universität Bonn. Er wird mit seinem Team im Kreis Heinsberg jetzt noch genauer untersuchen, wie sich das Virus ausgebreitet hat. Er will auch der Frage nachgehen, wie hoch die Dunkelziffer von nicht erkannten Krankheitsfällen ist. Davon, dass das RKI keine solche Studie geplant hatte, zeigte er sich überrascht.

In der Debatte über Mundschutz positioniert sich Streeck klar und sagt, entlang der Empfehlungen der WHO, dass ein flächendeckender Mundschutz nicht angemessen sei.«

»“Sich selber zu schützen mit einer OP-Maske, bringt nichts. Es gibt keine Gefahr, beim Einkaufen oder so wie ich eben erklärt habe, jemand anderen zu infizieren. Wir sehen ja, wie die Infektionen stattgefunden haben. Die Größe der Infektionen. Das war nicht im Supermarkt oder im Restaurant. Das war bei der Party, beim Après-Ski in Ischgl, das war in der Trompete in Berlin, in der Bar, das war beim Kappenkarneval in Gangelt und bei den ausgelassenen Fußballspielen in Bergamo. Da gibt es überall in der Welt die Beispiele, wo wir die großen Ausbrüche haben. Aber das kam nicht aus einem Supermarkt, das kam nicht aus einem Fleischer oder aus einem Restaurant, sondern das kam von engem Beieinandersein für einen längere Zeit.“«

Quelle: YouTube  |  Virologe Streeck kritisiert bei Lanz Corona-Maßnahmen vom 31.03.2020


⸮ Kompetenz, Vorsorge, Fürsorge und Verantwortungsbewußtsein hat EINEN Namen. ⸮

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Alkohol und Immunsystem. | Maßvoll genießen

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– IV.IV.MMXX –

»Laut einer Studie des Covid-19-Teams am Imperial College London ist eine Serie wiederkehrender politischer Maßnahmen zur Kontakteinschränkung bis mindestens Ende 2021 nötig, um die Gesundheitssysteme vor dem Kollaps zu bewahren und möglichst viele Menschenleben zu retten.«

»Aus volkswirtschaftlicher Sicht kann eine Wirtschaft auch auf einer niedrigeren Produktionsebene und ohne Wachstum stabil und funktionsfähig sein. […] Es geht darum, ein neues Gleichgewicht auf einem niedrigeren Niveau zu finden.«

»Es bedarf einer Reduktion der gesamtwirtschaftlichen Arbeitsmenge. Dies könnte durch eine allgemeine Arbeitszeitverkürzung im Sinne einer kurzen Vollzeit umgesetzt werden. Bei dieser würde beispielsweise eine 32-Stunden- oder eine 24-Stunden-Woche die bisherige Vollarbeitszeit von rund 40 Stunden pro Woche ersetzen. Die Ausgestaltung könnte eine für Unternehmen und Beschäftigte flexible Zeiteinteilung zulassen, sodass periodisch mal mehr, mal weniger gearbeitet werden kann.«

»Die Corona-Krise erfordert jetzt, ein Grundeinkommen einzuführen, dass soziale Sicherung, (Klein-)Unternehmertum und selbständiges Tätigsein unabhängig der krisenbedingt schwankenden Konjunktur ermöglicht.«

»Die Finanzierung eines Grundeinkommens kann auf die große Solidarität bauen, die in der Bevölkerung derzeit besteht. Einnahmen können durch eine Solidaritätssteuer von Besserverdienenden und Vermögenden ermöglicht werden, zum Beispiel durch einen höheren Spitzensteuersatz von 70 oder 80 Prozent und eine höhere und progressive Besteuerung von Vermögen.«

»Die Pandemie erfordert in wirtschaftspolitischer Hinsicht ein Hinauswachsen über das neoklassische und das keynesianische Denken, um auch die sozioökonomischen Folgen der Krise zu bewältigen. Sollten über einen längeren Zeitraum politische Maßnahmen der Kontakteinschränkung nötig sein, dann muss eine Transformation der bestehenden konjunktur- und wachstumsabhängigen Wirtschaft zu einer nachhaltigen und krisenfesten Wirtschaft, einer Resilienzwirtschaft, eingeläutet werden.«

Schreiben Tilman Santarius (Sozialwissenschaftler und Professor an der Technischen Universität Berlin sowie am Einstein Center Digital Future) und Steffen Lange (Volkswirt am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung) am 2. April 2020 unter der Überschrift „Corona-Epidemie: Weniger Arbeit, weniger Konsum“ in der DIE ZEIT: wie eine Wirtschaft nach der Corona-Pandemie aussehen könnte.


Moria ist die Hölle“ | DIE ZEIT | 27.03.2020 | Der afghanische Zahnarzthelfer Farid warnt: Erreicht das Coronavirus das griechische Flüchtlingslager Moria, werden viele sterben. Er lebt mit rund 20.000 anderen dort. | Link


Bewegung tut not: Krise als Chance: Joggen gegen Augangsbeschränkungen – Jens Kleinert, Deutsche Sport-Hochschule Köln im Deutschlandfunk am 03.04.2020 | hören


Um Feinde zu bekommen, ist es nicht notwendig, den Krieg zu erklären. Es reicht, wenn man einfach sagt, was man denkt.

Martin Luther King

hier gefunden:
https://willnstark.wordpress.com/2020/04/01/um-feinde-zu-bekommen/


Von Viren und Türklinken: „Corona als Schmierinfektion?“ fragt Michael Lange am 03.04.2020 im Deutschlandfunk | hören


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– III.IV.MMXX –


Fünfzehnter Tag im ununterbrochenen Homeoffice.
Bislang galt eine 50:50-Regelung in der Firma. Ab kommender Woche gilt die neue 75:25-Regel fürs Homeoffice:Büro. Das bedeutet, dass von meinem „Team“ an jedem Standort eine Person (rotierend) ins Büro muss. Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe ist unbeachtlich. Anstatt also Junge, Gesunde im Büro zu lassen, nun also alle Altersklassen und Grunderkrankte, schön rotierend. Das bedeutet für mich: alle zwei Wochen ein Mal.


»Wir werden heute auf allen Kanälen dazu aufgerufen, uns zueinander solidarisch zu verhalten und besonders auf Schwächere Rücksicht zu nehmen. Und dies von Politikern, die besser daran täten, ihren eigenen ethischen Kompass gerade zu rücken, nachdem sie in Deutschland über Jahrzehnte eine Politik der Entsolidarisierung betrieben haben. Die Maßnahmen zur Eindämmung von Corona gehen von teilweise richtigen Überlegungen aus, führen aber auf vielen Feldern zu Verschlimmbesserungen. Ist es Solidarität, wenn heute die Einsamen weiter isoliert werden, wenn Depressive in noch tieferes psychisches Elend gestürzt werden, wenn Alte ohne den Beistand ihrer Lieben noch schneller verfallen oder gar unbegleitet sterben müssen? Wahre Solidarität würde bedeuten, dass sich viele Menschen zusammenschließen und gegen ein System ankämpfen, das uns erbarmungslosen Wettbewerb, Spaltung und emotionale Verrohung aufzwingen will.«
»[…] wirkliche Solidarität […] ist tief in jedem Menschen beheimatet und muss nur erkannt und zugelassen werden, dann geschieht richtiges Handeln von allein. Wir sind nun durch die Krise, die über uns hereingebrochen ist, auf einem guten Weg. Nachdem sich jeder mit genügend Klopapier versorgt hat und der eigene Arsch dadurch im wahrsten Sinne des Wortes gerettet ist, sind wir dabei, wieder zu lernen, an Andere zu denken. Wir finden das Verständnis für notwendige Solidarität in unserem Herzen wieder. Ebenso auch andere, bedeutende Fähigkeiten und Ideale, die wir längst verlorenen glaubten. Vielleicht können diese in der Gesellschaft künftig wieder neue Kraft entfalten.«

Theresa Krämer am 03. April 2020 in „Hinter Den Schlagzeilen“ unter der Überschrift „Was Solidarität wirklich bedeutet“  |  Link


Homerecordings: Herbert GrönemeyerHelden dieser Zeiten


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– II.IV.MMXX –

Dreizehnter Vierzehnter Tag im ununterbrochenen Homeoffice.


»Meine Befürchtung ist, dass diese Kriegslogik und das mit ihr einhergehende Schwarz-Weiß Denken auch in der Coronakrise zu unverhältnismäßigen Handeln führt, das unserer Gesellschaft mehr Schaden als Nutzen wird. Wir müssen die nächsten Wochen und Monate wachsam sein. Der real existierende, neoliberale Kapitalismus neigt dazu, Schockzustände militärischer oder wirtschaftlicher Art, aber auch Naturkatastrophen zu nutzen, um zu privatisieren, den Sozialstaat abzubauen und die sogenannten Märkte weiter zu deregulieren. Ich hoffe, dass weder das Ladenschlussgesetz, noch das Sonntagsfahrverbot für LKWs dauerhaft außer Kraft gesetzt werden.

Was ich mir wünsche, ist eine ergebnisoffene, kontroverse Debatte über Corona und die damit verbundenen politischen Maßnahmen. Wer eine solche Debatte für störend, unnötig und nicht zielführend hält, ist aus meiner Sicht eher ein Autokrat als ein Demokrat.«

So Christian Schantz am 1. April unter der Überschrift „Nummer 19 und 9/11“ auf ‚Hinter Den Schlagzeilen‚.


Susan Bonath schrieb heute unter der Überschrift „Im Panikmodus in die Diktatur“ auf ‚Hinter Den Schlagzeilen‚:

»Es ist also gut möglich, dass die Herrschenden die Pandemie mit einem vergleichsweise harmlosen Virus, begleitet von Angstmache, nun dafür nutzen, bürgerliche Demokratien in autoritäre Herrschaftsregimes dauerhaft umzubauen.

Vielleicht ist dies schon ein erster Blick in eine Zukunft nach dem Kapitalismus, die uns bevorsteht, wenn es keine Revolution von unten gibt.

Zwei Motive dafür haben die Herrschenden auf jeden Fall dafür: das Scheitern ihrer kapitalistischen Profitmaschine an ihren eigenen Widersprüchen und die unbedingte Sicherung ihrer Macht mit aller Gewalt ihrer Waffen. Wahrscheinlich stehen wir schon mittendrin.«


Überraschender Besuch im Homeoffice erhalten mit tierleidfreiem Guglhupf-Eierlikörkuchen (Besuch natürlich nur nach vorherigem Austausch der Gesundheitsdaten, der Temperaturkurve und des Kontakt-Tagebuches der letzten 14 Tage; der Versicherung, symptomfrei zu sein und sich gegenseitig sofort zu informieren, falls die kommenden Tage Symptome auftreten, und unter Einhaltung eines 2m-Abstandes unter Zuhilfenahme eines Zollstocks, bei fortwährender Frischluftzufuhr, und sofortigem Händewaschen nach Eintritt in die Wohnung).


Dlf Audiothek

Interview | Entschlossenheit: Kann nur der Mutige glücklich werden?

https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=821495

Informationen am Morgen | Gehen Beschränkungen wegen Corona in die Verlängerung?

https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=821284

Studio 9 | Corona-Regelverstöße: Denunzieren nicht der richtige Weg

https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=821437

Studio 9 | „Polizei einschalten bei Corona-Körperverletzungen“

https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=821433

Informationen am Mittag | Mehr Opfer aufgrund von Ausgangssperre als durch Corona-Virus?

https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=821367


Homerecordings: Silbermond Machen wir das Beste draus


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– I.IV.MMXX –

Zwölfter Dreizehnter Tag im ununterbrochenen Homeoffice.

Mit Beginn der Ausgangsbeschränkungen begleiten uns täglich die Meldungen durch häusliche Gewalt gefährdetete Kinder und Frauen. Das das Thema bleibt, zeigt, in welchem Zustand diese Gesellschaft ist. Und die Medien sprechen ja nur über die Gewalt, die offensichtlich ist. Ich mag mir gar nicht die Dunkelziffer vorstellen.
Adjektivfreie Marktwirtschaft eben.

Niedersachsens Weil kann nicht mehr alle Tassen im Schrank haben (ich zitiere die DIE ZEIT): „Er sagt, bei der gemeinsamen Zwischenbilanz von Bund und Ländern seien sich alle einig gewesen, die Einschränkungen frühestens nach Ostern zu bewerten. In Niedersachsen würden aber Garten- und Baumärkte am Wochenende wieder geöffnet.“
Ich empfehle Abwahl.

Genauso die Gespenster-Diskussion um Mund- und Nasenschutz: einzig FFP2- und FFP3-Masken schützen. Alles andere ist Hokus-Pokus. Es ist Aktionismus. Dieser Hokus-Pokus wird die Menschen in Sicherheit wiegen, sie werden unvorsichtiger werden und die Zahl der Infizierten wird (wieder) zu schnell steigen.
Zu den Masken gab es im Dlf auch etwas zu hören; man merkt der Redakteurin an, dass sich sich (leider) nicht richtig traut, eindeutig Stellung zu beziehen.
Und noch eine Meinungsäußerung: CORONA: Masken- und Meinungs-Verordnung. (Mit Biologe Clemens Arvay)

Ich werde ab jetzt nicht mehr über die Un-Vernunft der Menschen lamentieren. Was ich heute binnen einer Stunde draußen erlebt habe spottet jeder Beschreibung und jeder Vernunft.
Die Unvernünftigen, die ich sah, können aber nichts dafür: hier zeigt sich der Offenbarungseid einer jahrzehntelang verfehlten Bildungs-, Sozial- und Gesellschaftspolitik.


»Introvertierte arbeiten gern ohne Unterbrechung. Da sie mit ihren Gedanken arbeiten, werden sie ungern unterbrochen. Im modernen Büroalltag ist das jedoch keine Selbstverständlichkeit und kann negativ wahrgenommen werden.«
introvertiert.org


Christina Berndt schrieb am 24.03.20 in der SZ:

»Insofern haben Kritiker der Maßnahmen gegen Sars-CoV-2 wie Ioannidis, Wodarg oder der Mainzer Mikrobiologie-Emeritus Sucharit Bhakdi in einem Punkt zweifelsohne recht: Es ist noch nicht viel über das Virus bekannt. Aber das ist nun einmal so bei einer nie da gewesenen Krankheit. Und die Politik muss Entscheidungen treffen – heute, nicht nach Monaten intensiver, evidenzbasierter Forschung.« und weiter »Die Zahl schwerer Fälle wächst beängstigend in jedem Land, in dem sich Covid-19 ungezügelt ausbreitet. […] Ohne Kontrollmaßnahmen wird sie entsetzliche Ausmaße annehmen. „In Italien sammeln sich die Särge von Covid-19-Opfern in den Kirchen“, so Lipsitch. Und in Wuhan sei die Zahl kritischer Fälle so hoch gewesen, dass diese, auf die USA gerechnet, jedes Intensivbett füllen würden. Wer zu lange wartet, riskiere den Kollaps des Gesundheitssystems, und dessen Funktionieren sei essenziell, um die Sterblichkeit gering zu halten.«

In der Audiothek des Deutschlandfunks finden Sie u.a. folgende Audio-Beiträge:

  • Neues Epedemie-Gesetz in NRW – „Grundrecht auf Leben ist stärker zu bewerten als Freiheitsrechte“ Hören
  • Rechtswissenschaftler zu Kontaktsperren – „Das geht in einem Rechtsstaat so nicht“ Hören
  • Corona und Telemedizin – Video-Chat für Menschen mit Depressionen Hören
  • Sonderrechte für Verbraucher: Kredite aufschieben wegen Corona Hören
    .
    Ich habe diese Beiträge selbst noch nicht gehört.

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– XXXI.III.MMXX –

Zwölfter Tag im ununterbrochenen Homeoffice.

Als damals die PolitikerInnen erklärten, die Atomkraft sei sicher und die WissenschaftlerInnen sich Duelle „unsicher vs. sicher“ lieferten, glaubte ich den PolitikerInnen – zurecht – nicht.
Warum glaube ich den PolitikerInnen heute, dass der Coronavirus gefährlich ist? Vielleicht deswegen: es ist immer gut ein Modell zu haben, z.B. die Altenheime. Habe ich jemals von Massenerkrankungen und ganz vielen zeitgleichen Toten in Alten- und Pflegeheimen gehört? Beim Noro-Virus vielleicht. Ansonsten nicht. Hätte es diese Fallzahlen bereits gegeben, wir hätten davon gehört, denn diese Heime stehen im Fokus der Öffentlichkeit und gefühlt wird über jeden Dekubitus (zurecht) berichtet.
Und dann wird gerade so getan, als hätte das Volk all seine Grundrechte verloren. Schauen Sie sich doch den Grundrechtskatalog einmal an.
Ja, von den vielen Grundrechten ist die Versammlungsfreiheit zurzeit nicht gegeben. Sie konkurriert mit dem Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Und wenn zwei Grundrechte miteinander konkurrieren oder gar kollidieren, dann muss man eine Wahl treffen. Wir haben uns mehrheitlich für das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit entschieden.
Ich bitte aber jeden, der sich in seinen Grundrechten jetzt unverhältnismäßig verletzt fühlt, doch vor das Bundesverfassungsgericht zu ziehen, damit es Gelegenheit bekommt, zu prüfen, ob die Wahl von der Regierung verfassungskonform getroffen wurde.

Im dm gewesen. Scheinbar wird der Po jetzt mit Haushaltspapier abgewischt: ausverkauft, genau so wie Toilettenpapier und Desinfektionsmittel.

Philipp Hübl, Philosoph und Publizist sprach im Dlf: „Nach Schätzungen der Experten werden sich 60 Prozent der Deutschen infizieren. Angenommen fünf Prozent benötigen Intensivmedizin und ein Prozent stirbt. Das hieße: knapp 50 Millionen Infizierte, 2,5 Millionen Krankenhauspatienten und 500.000 Tote. Selbst um den Faktor zehn gemindert, wäre die Lage also katastrophal. … Jedes Leben ist gleich schützenswert. Moralisches Abwägen wirkt da kalt und berechnend, besonders wenn es um Menschenleben geht. Doch leider führt in Extremsituationen kein Weg daran vorbei. Schon vor der Krise haben wir übrigens nicht alles getan, um Leben zu schützen. So sterben in Deutschland jährlich 3000 Menschen im Straßenverkehr, die wir retten könnten, würden wir Autos verbieten. Das tun wir nicht, weil die Folgekosten zu hoch wären.“ [Nachhören Nachlesen]
Nein, denke ich, umgekehrt wird ein Schuh daraus, wir müssen zukünftig auch viel mehr Menschen schützen: im Straßenverkehr, bei jeder Grippewelle und vor allem vor der kommenden Klimakatastrophe. Unsere Enkel werden im Erleben der Klimakatastrophe über Coronavirus müde lächeln. Wir brauchen dringend einen anderen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwurf.

Üben Sie schon mal an Dummys Verstorbene zu waschen und zu kleiden. In Corona-Zeiten machen die Bestatter das nämlich nicht mehr: Bestattungen in Zeiten von Corona [dlf Nachhören]

Füttern Sie ruhig Tauben in dieser Zeit: Stadttauben – Warum sie wegen Corona verhungern könnten.


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