»Man muss im Leben Abstriche machen.«

» […] Viele vergleichen die Nahrungsaufnahme mit dem Tanken.
Tanken ist Pflicht, sonst läuft die Maschine nicht.

Der Vergleich hinkt kein bisschen, denn die meisten tanken bewusster, als sie ihre Speisen auswählen.

Kaum einer würde seinen Superbenzinermotor mit irgendeinem albanischen No-Name-Sprit vollpumpen, in dem vielleicht auch noch ein bisschen Bootslack drin ist.

Wir aber braten uns was in Distelöl, trinken Lactobazillen-Joghurt oder essen Tilapia-Fische.
Letztere [die Fische] fressen alles, bevorzugt Müll, Ersteres [Distelöl] eignet sich prima zum Lackieren, und heil durch den Magen in den Darm kommen nur – eben, Darmbazillen, vulgo: Exkremente.

Wer weiß, was drin ist, leert seinen Joghurt nicht mehr aus, jedenfalls nicht in sich selbst.
Man muss im Leben Abstriche machen, aber mun muss sie nicht trinken. […] «

Sven Böttcher: Quintessenzen, 2013, 160 Seiten, ISBN-13: 9783453280465


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„I let the monster out, and it’s coming after me.“

» Was verbergen wir? Was verraten wir?
Wir treffen jeden Tag diese Entscheidung
Was falsch an mir ist, ist falsch an dir
Es gibt so viel was ich erzählen möchte

Ich möchte dich glauben lassen
Dass wir immer die Wahrheit sagen… fast
Ich mag wie wir das Gleiche vortäuschen
Wir spielen dieses dumme kleine Spiel!

Ich habe ein paar Dinge zu sagen
Denn da ist viel was du nicht weißt
Es ist mir ins Gesicht geschrieben, es wird schwer das herunter zu schlucken
(Jeder hat ein Geheimnis)

Ich ließ die Mauern fallen
Ich ließ das Monster raus, und jetzt verfolgt es mich
Fühlst du dich bloßgestellt wo es am meisten schmerzt
Trägst du es [offen] am Arm

Pack es in deinen Schrank, verschließ die Türen
Ich frage mich welches schlimmer ist
Ist es deins oder ist es meins
Ich zeig dir meins wenn du mir deins zeigst!

Es ist schwer herunterzuschlucken. «

P!nk
Secrets

(Syn Cole Remix)


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„… weniger Lautstärke und mehr Lauterkeit …“

» […] Die mit der größten Klappe werden befördert. Sie erhalten regelmäßige Gehaltserhöhungen und landen schließlich auf dem Chefsessel. Diese Menschen sind es allerdings auch, die später eher abstürzen und das Unternehmen als Trümmerhaufen hinterlassen.

Die Introvertierten hingegen – nicht zu verwechseln mit den Schüchternen – erledigen die eigentliche Arbeit.
… | …
Wer die besten Präsentationen macht, setzt sich durch, nicht die Person mit der größten Kompetenz.

In der Dienstleistungsgesellschaft ist die wichtigste Währung das gesprochene Wort, und nicht die Leistung. Das hat es den Schaumschlägern leicht gemacht, einen guten Eindruck zu hinterlassen – aber sonst leider nichts.
… | …
Introvertierte sind gut beraten, wenn sie sich eine Leistungsmappe anlegen und mit dieser in Verhandlungen gehen. Oder sich in Meetings eine vertraute Person aussuchen und sich auf die konzentrieren. So, als wäre man nur zu zweit.
… | …
Grundsätzlich funktionieren Teams besser, wenn sie aus unterschiedlichen Persönlichkeiten bestehen. Die Extrovertierten können die Introvertierten dann aktiv ins Gespräch einbeziehen. Sie können sie auffordern, ihre Meinung zu sagen.
… | …
[…] es [kann] sinnvoll sein, wenn man von ihnen vieles schriftlich einfordert.
… | …
Die fachlichen Kompetenzen der Leute aus der zweiten Reihe müssen endlich beachtet werden. […] «

Martin Wehrle, Sabine Hockling | DIE ZEIT | 23.06.2017 | „Die mit der größten Klappe werden befördert“ – Schaumschläger kommen schneller voran als Introvertierte, sagt der Coach Martin Wehrle – und hinterlassen verbrannte Erde, wenn sie die Firma verlassen. | https://www.zeit.de/karriere/2017-06/martin-wehrle-der-kluegere-denkt-nach-karriereberater-gehaltscoach

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„Are you ready for the time of your life?“

» Dieser Sommer ist der Sommer der Liebe!
Ich fühle wie mein Herz tanzt.

Wenn Du mit mir tanzen willst
mach Dich fertig, es gibt heute Nacht eine Party.
Wir werden so frei tanzen
Lass‘ es uns zum ersten mal tun,
Es ist besser Du wachst auf.
Die Party hebt ab,
Wir leben für Samstag Nacht.
Alle meine Mädels auf der Tanzfläche.
Bist Du bereit für die Zeit deines Lebens?
Sommer der Liebe oooh.

Er lässt mich mich lebendig fühlen.

Rocke und rocke Deinen Körper weiterhin.
Rocke und rocke die Party.
Rockt und rockt: alle!

Willkommen im Sommer der Liebe, oooh.

Und er lässt uns uns lebendig fühlen.

Das ist der Sommer der Liebe. «

U2, Hardwell
Summer Of Love

Hardwell Remix


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„I could be the change.“

» Ich war wütend, eine Weile wütend.
Ich riss mir das Herz raus, es brachte uns einen Menschenauflauf.
Du hast gesagt: „Sie wird sich nie ändern“.
Hör auf, dich zu beschweren, denn du bist mir im Weg.

Kann ich es gleich wiederhaben? Kann ich es gleich wiederhaben?
Ich rufe aus.

Du weißt nicht einmal, was ich wollte.

Ich bin hier, um zu bleiben.
Geh mir aus dem Weg, fang an zu rennen.

Du willst nicht das Gleiche.
Also solltest du besser meine Warnung befolgen.
Ich war wütend, eine Weile wütend.
Ich fing an zu schreien, es musste ‚raus.
Du hast immer wieder gesagt: „Sie kann sich nicht benehmen“.

Hör auf, dich zu beschweren, denn ich habe keine Zeit zu verschwenden.

Ich könnte die Veränderung sein.
Ich könnte anders leuchten.
Ich werde nicht diejenige sein,
diejenige, die dich lehrt, wenn sie kämpfen.

Wir wollen nicht dasselbe. «

Rondé
Calling


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Manchmal dauert es nur etwas länger

»Doch wenn wir mit dem Herzen bei unseren Träumen bleiben, kommt der Tag, an dem wir sie erleben.«!

Pures Leben

Ich weiß noch, wie ich mit 15 Bücher über Indien, Südafrika und Chile verschlang. Einmal, nur ein einziges Mal im Leben wollte ich in ein Land außerhalb Europas reisen. Davon träumte ich jahrelang. Und jahrelang ging dieser Wunsch nicht in Erfüllung. Mit 15, 16 und 17 machte ich meine Mama teilweise wahnsinnig mit dieser Idee, die sie – wo ich noch nicht mal volljährig war – nicht gerade in Begeisterung versetzte. Dann machte ich Abi und fand mich gleich danach statt in der weiten Welt im Hörsaal wieder. Es ergab sich nicht, es passte nicht, es wollte einfach nicht klappen. Aufgehört, davon zu träumen, habe ich trotzdem nicht. Irgendwann war ich dann 22, und hatte einen Freund, dessen Onkel nach Peru ausgewandert war. Den könnten wir doch besuchen, schlug ich vor. Wenig später saß ich im Tropeninstitut wegen einer Gelbfieber-Impfung und packte Malaria-Prophylaxe in meinen Backpacker-Rucksack. Mit 22 wurde er…

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Verflucht.

Es war einmal ein König, der suchte für seinen Sohn eine passende Frau (genau genommen eine Schwiegertochter für sich).

abc.etüden | Tulpenzwiebel, kurzweilig, auferstehen

abc.etüden | Tulpenzwiebel, kurzweilig, auferstehen

Auf die landesweite Auslobung meldeten sich viele junge Frauen und die Wahl des Königs fiel – nein, nicht auf die anmutigste, sondern auf die reichste.

Darüber ärgerte sich die hübsche, kluge, trotzdem verschmähte Zeria, Tochter der Hexe Yambra, so sehr, dass sie das Königshaus samt seinem Hofstaat stante pede verfluchte.
Alle „starben“ und die Untertanen beerdigten sie auf dem königlichen Friedhof. –

 

Tina verbrachte einen kurzweiligen, vorösterlichen Samstagmorgen im örtlichen Gartencenter und kaufte sehr viel Grün- und Blühzeugs für ihren Garten.

Nachmittags pflanzte sie voller Vorfreude und gedankenversunken alles Gekaufte an seinen Platz.

Gerade als sie die sechsundsechzigste Tulpenzwiebel vergraben hatte, fing der Boden an zu zittern, erst leicht, dann immer stärker und als sich Tina kaum noch auf den Knien halten konnte, tat sich ein großes Loch in der Mitte des Rasens auf und eine Treppe wurde sichtbar.
Nahezu einhundert merkwürdig gekleidete Menschen, allen voran ein Mann mit goldener Krone auf dem Kopf, stiegen nacheinander aus dem Erdreich. –

Zerias Fluch sollte dann aufgehoben sein, wenn jemand über der Grabstätte sechsundsechzig Tulpenzwiebeln pflanzte.

So kam es, dass das Königshaus mit Hofstaat auferstand und seine Köche und Mägde begannen sofort für Tinas Familie ein königliches Oster-Festmahl zuzubereiten – und wenn sie nicht tatsächlich gestorben sind, dann feiern sie jedes Osterfest vergnügt zusammen.

 

Die Personen und die Handlung der Geschichte sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

 

Inspiration: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2019/04/07/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-15-16-19-wortspende-von-vro-jongliert/

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