„Nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Schlächter selber.“ [1]

» […] Rechte Parteien geben sich bei der Europa-Wahl als Kümmerer der Lohnabhängigen, agieren jedoch in Namen und Auftrag des Großkapitals.
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Oben wachsen die Vermögen, unten steigt die Zahl der Armen. Der Verteilungskampf führt zu Entsolidarisierung, Individualisierung, Gewalt und vor allem: Existenzangst. Das nützt Europas Ultrarechten, in Deutschland der AfD. Den Lohnabhängigen aber schadet es. Unwissenheit und Existenzangst lässt rechte Parteien erstarken. Sie geben sich als Kümmerer, doch hinter ihnen steht das Großkapital. Wer sich auf das Spiel der Rechten einlässt, soziale Probleme auf Migranten zu projizieren, wird sich in seinen Hoffnungen betrogen sehen. Denn neoliberaler „Mainstream“ und rechtspopulistische „Alternativen“ sind Zweige aus denselben Wurzeln: marktradikalen Denkfabriken.
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Weder im 190 Seiten langen Grundsatzprogramm, noch im 88 Seiten umfassenden Europawahlprogramm findet sich ein Rentenkonzept der Partei.

Auch andernorts gibt sich die AfD bürgernah. Ihr Spielfeld sind Vereine, Initiativen und Fußballclubs, vor allem in der Provinz. Sie gesellt sich zu Menschen, die gegen zu hohe Kita-Gebühren, Ärztemangel oder Staßenausbau-Beiträge protestieren. Sogar in Schulen, Jugendclubs und anderen sozialen Einrichtungen sind ihre Funktionäre aktiv.
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Im großen Stil kaufen Rechtsextreme bis heute Immobilien auf. Sie wollen „national befreite Zonen“ schaffen. Auch dies legte den Grundstein für den besonderen Erfolg der AfD in Ostdeutschland.

Anders als Linke haben Rechtsextreme einen dicken Bonus beim Kapital.
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Im Fokus stand zuletzt unter anderem die Goal AG, eine Schweizer PR-Agentur, die für rechtspopulistische Parteien in ganz Europa arbeitet.
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Denn der 2016 großteils von ehemaligen CSU-Mitgliedern gegründete [„Verein zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit und bürgerlichen Freiheiten“] ist der unsichtbare Kapital-Arm der AfD.
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Die AfD hat ihre Wurzeln in einer der marktradikalsten Denkfabriken. Beatrix von Storch, Alice Weidel, Roland Vaubel, Peter Boehringer und viele andere sind Mitglieder der Friedrich August von Hayek-Gesellschaft und ihrer gleichnamigen Stiftung. Hayek war der Vordenker der neoliberalen Spielart des Kapitalismus, die heute um sich greift. Um seine Fantasien vom „freien Markt“ durchzusetzen, gründete er in den späten 1940er Jahren in der Schweiz die Mont Pelerin Society (MPS).
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Es wendet sich, wie die AfD, strikt gegen die Besteuerung von Erben großer Betriebsvermögen und propagiert gegen jegliche staatliche Einmischung in das „Unternehmertum“.
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Die Erbschaftssteuer will sie ganz abschaffen, die bereits auf Eis gelegte Vermögenssteuer ebenso. Dafür, dass die deutsche Wirtschaft floriert, soll die NATO sorgen. Der Einfluss Deutschlands und Europas in dem imperialistischen Militärbündnis sei zu stärken
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Die NATO und die EU sind gut, solange sie die imperialistischen Interessen des Kapitals durchsetzen, notfalls mit Waffengewalt.
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Der „Sozialstaat“ ist zu teuer, Freiheit für die Kapitalmaschine.
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Das Prinzip des strafenden Hartz-IV-Systems will sie aber sogar ausbauen zu einer „aktivierenden Grundsicherung“.
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Lohnabhängige sind für sie offensichtlich schnödes Humankapital.
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Die AfD gibt sich gerne als Partei des „kleinen Mannes“ aus, ist es aber nicht. Einflussreiche Kapitalfraktionen, die sich durch die gegenwärtige Bundesregierung offenbar nicht ausreichend vertreten sehen, haben ihr finanziell aufgeholfen. So steht sie natürlich für deren Interessen, kurz gesagt, für Freiheit für die Märkte und maximale Kontrolle der Lohnabhängigen. Letzteres beschreibt sie ausführlich in ihrem Grundsatzprogramm unter dem Punkt „Innere Sicherheit und Justiz“. In der Gesamtschau ist sie eine radikale Variante von CDU und FDP.
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Gewählt wurde sie danach nicht aus wirtschaftlichen Gründen, sondern vor allem aus Angst vor sozialem Absturz. Durchaus bietet die AfD hier einfache Antworten: Ohne Armutszuwanderung bleibe mehr Sozialstaat für Deutsche übrig. Dass dies Blödsinn ist, beweist schon die Einführung von Hartz IV im Jahr 2005. Dies geschah völlig unabhängig vom Ausländeranteil, sondern ausschließlich, wie es Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) 2003 beim Weltwirtschaftsforum in Davos ausdrückte, um die deutsche Wirtschaft zu stärken. Genau das propagiert die AfD in ihren Programmen auch.

Die „kleinen Leute“ wählen demnach die AfD, weil sie ihre realen Probleme — Kaufkraftverlust, Wohnungsnot, Angst vor Gewalt und Veränderung, Ohnmachtsgefühle in ihrer Stellung als Lohnabhängige und so weiter — auf das von der AfD hingeworfene Feindbild „Ausländer“ projizieren.
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Erstens versucht das Kapital immer, die Löhne so tief wie möglich zu drücken, um maximale Profite einzufahren.
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Zweitens agiert das Kapital seit langem global und benutzt die Arbeiterklasse entsprechend.
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Drittens sorgt der technologische Fortschritt dafür, dass menschliche Arbeit überflüssiger wird.
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Viertens bewirkt der technologische Fortschritt den Rückgang der globalen Profitrate.
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Wenn sich […] die imperialistischen und sozialen Konflikte verschärfen, wie aktuell zu sehen ist, rüsten die Imperien auf. Heißt: Immer mehr Steuergeld fließt in die Bewaffnung.
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wenn sich die „Klasse der modernen Lohnsklaven“ nach ethnischen und religiösen Kriterien entzweit und bekämpft, nutzt das am Ende nur einem: den Interessen des Großkapitals und seiner staatlichen Manager. […] «

Susan Bonath | RUB|KON | 18.05.2019 | Die Schein-Alternative | https://www.rubikon.news/artikel/die-schein-alternative

[1]: Quelle: https://falschzitate.blogspot.com/2018/04/nur-die-allerdummsten-kalber-wahlen.html

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»Kleine Zeichen, nicht zu übersehen.«

»Sie steht auf dem Schulhof, ganz allein
Man sieht es ihr an, sie hat geweint.
So traurige Augen, so’n blasses Gesicht,
Sie möchte es gern sagen, doch sie traut sich nicht.

Die anderen Kinder lachen und schreien,
Sie möchte doch auch so gerne fröhlich sein.
Sie hat ein Geheimnis, sie fürchtet sich,
Sie würde es gern sagen, doch sie traut sich nicht.

Kleine Zeichen, nicht zu übersehen.
Kleine Zeichen, versuchen zu verstehen.
Kleine Zeichen, nicht einfach weitergehen…
Nicht einfach weitergehen…
Nicht einfach weitergehen…

Vorsicht zerbrechlich, nicht berühren.
Es ist schon zuviel zerbrochen in mir.
Vorsicht zerbrechlich, nicht berühren.
Vorsicht zerbrechlich, ich kann doch nichts dafür.«

Annett Louisan
Vorsicht zerbrechlich

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Isabella – 1/150.000

Isabella war im elften Lebensjahr als zwei Männer sie abends, allein auf dem Heimweg vom Cheerleader-Training, in einer dunklen Seitenstraße mit Gewalt in einen fahrenden Van zerrten und verschleppten – seitdem gilt sie als vermisst und spurlos verschwunden.

abc.etüden | Katzenauge, kurios, balancieren

abc.etüden | Katzenauge, kurios, balancieren

Noch in der gleichen Nacht wurde sie von drei anderen Männern nacheinander und parallel in alle Körperöffnungen penetriert.

Wenn sie nicht das machte, was man von ihr verlangte, würde man sie und ihre Familie töten, drohten sie ihr.

Von nun an kamen fast täglich zwei bis fünf Männer; ein Nein wurde nicht akzeptiert und mit Schlägen, brennenden Zigaretten auf weicher Haut quittiert.
Männer, die aussahen und sich gaben, wie die Männer, die ihr im unbeschwerten Leben davor freundlich begegneten: wie Daddy zum Beispiel oder ihr Mathe-Lehrer oder ein Nachbar, ihr Kinderarzt oder der Pfarrer der Gemeinde oder ein Dachdecker – selten war ein schmieriger, ungepflegter, stinkender Mann dabei.

Drogen hatten sie gefügig, willig und ruhig gemacht; für Krankheiten, Abtreibungen und Fehlgeburten gab es einen maskierten Arzt, der sie behandelte, schlecht behandelte.

Viele Vergewaltigungen wurden gefilmt, die Freier später damit erpresst und sie musste regelmäßig andere Mädchen vor der Kamera …, Tribadie, diese Videos konnten später anonym im Netz gekauft/gestreamt werden.

Der jährliche bewachte Ausflug nach Disney-World war mehr als kurios.

Wenn sie auf den Männern ritt, blickte sie an die gegenüberliegende Wand und starrte dort teilnahmslos auf ein an einem Spiegel baumelndes Katzenauge, so ein reflektierendes Ding, wie sie eines früher an ihrem Schulranzen hatte; ihre Gedanken balancierten dabei auf dem schmalen Grat zwischen Auflehnung und Selbsttötung.

 

Sie ist eine der 150.000 Kindersexarbeiterinnen in Amerika, in die nach fünf Jahren ca. 6.000 Männer eingedrungen waren; landesweit geschieht dies jährlich 2.500.000 mal – increasing.



Die Personen und die Handlung der Geschichte sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

Inspiration: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2019/05/05/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-19-20-19-wortspende-von-katha-kritzelt/

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»No milk today! (Und morgen auch nicht.)«

» […] Wird ein Zwölfjähriger von seiner Mutter öffentlich gestillt, finden wir das instinktiv seltsam oder obszön, jedenfalls unnatürlich.

Dennoch sind unsere Supermarktregale randvoll mit Muttermilchprodukten.
Sofern wir die zu uns nehmen, übersehen wir wenigstens dreierlei:

1) Es handelt sich um Säuglingsmundraub, denn die Milch, die wir trinken, entgeht dem Kalb (das mit Zucker gemästet wird, während Mutti in der Illusion lebt, was da gierig an ihren Zitzen hängt, sei Kindesmund, nicht Saugroboter).

2) Was »frisch«, »längerfrisch« oder »H« in unseren Regalen steht, kommt auf dem Planeten Erde natürlich nicht vor.
Muttermilch wird nach spätestens zwei Tagen sauer und ungenießbar, usnere »Milch« ist das Produkt von Erhitzung, Sterilisierung sowie zentrifugaler Molekularzertrümmerung und -neuzusammensetzung, eine Substanz, die sämtliche innerkörperlichen Membrane durchdringt und unerkannt für viele interessante Krankheiten sorgen kann.

3) Erwachsene Gorillas reißen auch ohne Milchkonsum Bäume aus (und müssen nie wegen Osteoporeose zu Daktari).

Da tritt dann die Geschmacksfrage in den Hintergrund (beantwortet sich aber ebenfalls von selbst, sofern du mal ein halbes Jahr auf Milch verzichtest und danach versuchst, welche zu trinken. Dann nämlich wird dir schon vom Geruch so übel wie vom Anblick der oben erwähnten Jugendlichenstillerin). […] «

Sven Böttcher: Quintessenzen, 2013, 160 Seiten, ISBN-13: 9783453280465


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»Selbst wenn du nicht wieder hinaufgehst, weil der Stern für dich zu hoch hängt, für eine lange Zeit. Ich, ich warte da, auf meinem Stern, seit diesem Tag, an dem die Liebe mich erstarren ließ. Ich warte.«

» Eines Tages, mitten auf der Straße, hast du es mir gesagt:
„Ich komme zurück, warte auf mich.“
Ich sah zu, wie du dich nicht umdrehtest.

Ich fühlte, wie mein Leben einschlief.
Auch wenn sich alles um mich herum bewegte.

Ich warte.

Frauen und Kinder sehen mich kaum.
Einige Geräusche kommen auf mich zu:
Knistern, Lachen und Sirenen.
Aber kein Geräusch, das wirklich zu mir dringt,
Seit dem Tag, als die Liebe mich erstarren ließ.

Ich warte.

Ich warte auf den hellen Mond.
Und seine silbernen Messer.
Seine langen Klingen.
So schneiden Sie die Zweige des Sterns ab,
Wo ich dich so oft hochgezogen habe.

Ich warte auf dich, ich warte auf dich.

Ich warte auf den hellen Mond.
Und seine silbernen Messer
Seine langen Klingen
Um die Zweige des Sterns zu formen.
Wo ich so oft hingegangen bin.
Auf dich zu warten, auf dich zu warten.

Bilder von dir wurden hinterlegt.
In mir, um mich wegzureißen.
Zu den Schwingungen der Welt auf der ganzen Welt.
Diese Bilder von dir nehmen mich vom Tag weg.
Auch wenn sich alles um mich herum bewegt.

Ich warte

Ich warte auf den hellen Mond.
Und seine silbernen Messer
Seine langen Klingen
So schneiden Sie die Zweige des Sterns ab
Wo ich dich so oft aufgezogen habe.

Ich warte auf dich, ich warte auf dich.
Ich warte auf den hellen Mond.
Und seine silbernen Messer
Seine langen Klingen
Um die Zweige des Sterns zu formen.
Wo ich so oft oben war.
Um auf dich zu warten, auf dich zu warten.

Auch wenn du nicht nach oben kommst,
Weil der Stern zu hoch für dich hängt.
Seit langem schon
bleibe ich hier auf meinem Stern.
Auf meinem Stern
warte ich
seit dem Tag, als die Liebe mich erstarren ließ.
Ich warte. «

Calogero
J’attends


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„Wir müssen uns einmischen.“

» […] Die rein repräsentative, parlamentarische Demokratie ist theoretisch und praktisch an ihre Grenzen gelangt.
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Dieses System wird sich aus sich selbst heraus nicht mehr reformieren.
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Wichtigste Ansprechperson für eine erfolgreiche Lobbyarbeit z.B. der Pharmaindustrie ist laut einer Studie der verbeamtete Staatssekretär, dann die Abteilungsleiterin. Der demokratisch legitimierte Minister wird gemeinhin in seiner Macht überschätzt.

Seit 2006 ist bekannt, dass Landes- und Bundesministerien in großem Umfang Mitarbeitende aus der freien Wirtschaft beschäftigen. Bezahlt werden sie vielfach weiter von ihren eigentlichen Arbeitgebern, großen Unternehmen und Wirtschaftsverbänden. Sie werkeln an Gesetzen mit und bekommen durch ihren Einsatz bevorzugt Zugang zur Politik, in Einzelfällen bekleiden sie sogar Führungspositionen in den Ministerien.

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Unsere heutige Gesellschaft ist so ausdifferenziert, die Menschen denken so individuell, dass sie nicht mehr von den üblichen Parteiprogrammen vertreten werden. Das ist auch der tiefere Grund dafür, dass die Parteien immer verwaschener werden und zur „Mitte“ streben.
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Wir müssen unser parlamentarisches System wieder in eine zeitgemäße Form bringen.
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Das Denken, das uns in die Krisen hineingeführt hat, wird uns nicht wieder herausführen
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Den Mut und die Kraft, grundlegende Reformen auf den Weg zu bringen, haben heute nur noch die Bürger selbst.

Wir müssen uns einmischen. Neue Ideen kommen in der Regel nicht aus dem Zentrum einer Gesellschaft, sondern aus der Peripherie. Genau da setzen viele Menschen an und gründen Gemeinschaften, starten gesellschaftliche Experimente, wie eine solidarische Gesundheitskasse oder alternative Währungen und Energieversorgungen. In diesen Biotopen wird Zukunft entwickelt, gelernt und gelebt. Das ist gut und richtig.
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auf der internationalen Ebene bildet sich ein zunehmend demokratiefreier Raum heraus. Dieser wird gefüllt mit ganz realen Kontrollsystemen, geheimdienstlichen Strukturen und autokratischem Gebaren.
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Aber die eigentliche Gefahr droht der Demokratie daher, dass viele Menschen das heutige politische System mit „Demokratie“ bzw. dem Ideal der Demokratie gleichsetzen, verwechseln und sich angewidert abwenden. Wir stehen jedoch erst am Anfang der Entwicklung zu einer wahrhaft selbst bestimmten und demokratischen Gesellschaft.
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Demokratie kann ihre Entwicklung und Vertiefung ebenso wenig unterbrechen wie ein Mensch seine Atmung. Ein demokratisches System, das unveränderlich und statisch bleibt, stirbt ab und wird undemokratisch.

Auf einer Skala von 0 (Diktatur) bis 10 (Demokratie) stehen wir mit unseren heutigen Systemen vielleicht bei 5. Auf die Ebene 6 kämen wir, wenn wir auf allen Ebenen anwendungsfreundliche Volksentscheidsregelungen eingeführt haben
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Der nächste Schritt führt uns auf die Ebene Nr. 6 und dafür brauchen wir vor allem: verbindliche Volksentscheide.
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Die direkte Demokratie ist kein Allheilmittel. Sie hat ihre Schwächen, die aber durch kluge Verfahrensregelungen weitgehend ausgeglichen werden können.
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So ist die Entscheidung für mehr direkte Demokratie auch immer die Entscheidung für die Redefreiheit des Anderen, für die Würde des Anderen. Sie ist eine Glaubensbekundung an die in den Mitbürgern schlummernden moralischen Fähigkeiten und Kräfte.
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Das Interesse eines wahrhaften Demokraten richtet sich auf den individuellen Standpunkt des anderen. Denn er ist sich dessen bewusst, dass die Menschen einander brauchen.
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Wir sind nicht zu Demokraten geboren, sondern müssen dies, manchmal leidvoll, erst erlernen. Im Kern davon steht die Fähigkeit, sich selbst und die eigene Sicht auf die Welt in Frage stellen zu können.
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Ein elitäres Menschenbild wird in letzter Konsequenz immer zu Kontrollsystemen, Geheimdiensten und groß angelegten Manipulationsstrukturen führen. Davon haben wir heute schon genug.
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Die beste Kur für Probleme der Demokratie ist mehr Demokratie. Der Schlüssel für gesellschaftliches Wachstum ist mehr Bewusstsein in allen Bereichen.
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Das Ergebnis eines Volksentscheids wird immer nur ein Spiegel unserer Gesellschaft sein.
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Jeder einzelne von uns, wir alle haben das Recht, uns selbst zu bestimmen und das Leben zu leben, das wir möchten. […] «

Roman Huber | Kurswechsel – Magazin | 24.01.2017 | Regieren uns in Zukunft nur noch Konzernstaaten? | http://kurswechsel-magazin.de/2017/01/22/regieren-uns-in-zukunft-nur-noch-konzernstaaten/

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„Half my love is on the run.“

» Wir kommen nicht runter, wir bleiben das ganze Jahr über wach.
Wir halten unsere Laster für sehr wertvoll,
und Scheiße, die uns hierher geführt hat.

Als ich schaute, musste es keine Sprache sein,
keine schriftlichen Regeln oder Verpflichtungen.
Es war genug, um am Leben zu sein.

Mein Auto ist irgendwo auf der langen Fahrt liegen geblieben.
Wir sahen zu, wie die Lichter ausgingen
auf den importierten Palmen
und wir haben laut gelacht;
der ganze Mist hier.
Ich sterbe an Versprechungen, meine Liebe.
In der Hollywood-Sonne.

Also nehmen wir uns die Zeit und lassen uns etwas Zeit.

Die Hälfte meiner Liebe ist auf der Flucht.

Ich verfolge sie, während ich jung bin.

Einer nach dem anderen, nach dem anderen, Ms. Jenny Jenkins.
Du weißt, dass ich die Dinge nicht ändern würde.
Selbst wenn ich es geschafft hätte. «

Mt. Joy
Jenny Jenkins


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