„All my tears have been used up.“

» Ich möchte dich irgendwohin mitnehmen, damit du weißt, dass es mir nicht egal ist
Aber es ist so kalt und ich weiß nicht wohin
Ich habe dir schön gebunde Narzissen gekauft
aber sie blühen nicht, wie sie es letzten Frühling getan haben

Und ich möchte dich küssen, dich dazu bringen, zu fühlen, dass alles in Ordnung ist
Ich bin einfach so müde davon, meine Nächte zu teilen
Ich möchte weinen und ich möchte lieben
aber all meine Tränen sind verbraucht worden

für eine andere Liebe
All meine Tränen sind verbraucht worden

Und wenn jemand dich verletzen sollte, möchte ich kämpfen
Aber meine Hände wurden zu oft gebrochen
Also benutze ich meine Stimme, ich werde so verdammt grob sein
Worte siegen immer, aber ich weiß, dass ich verlieren werde

Und ich sänge ein Lied, das nur unseres wäre
aber ich habe sie schon alle einem anderen Herzen vorgesungen «

[lyricstranslate[dot]com/de/another-love-eine-andere-liebe.html]

Tom Odell
Another Love

ursprünglich gepostet am 24. Okt 2016 @ 6:15


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Lehren aus der Vergangenheit ziehen, Ziele setzen und beides im Jetzt miteinander verbinden – frei von Angst.

» […] Eckhart Tolles Konzept des Schmerzkörpers. Wer wünscht sich nicht ein Leben frei von Angst und Sorgen, mit einem zumeist angenehmen Grundgefühl von Freude und Gelassenheit? Laut dem Bestsellerautor ist das möglich, wenn man die auftauchenden unangenehmen Gefühle und Gedanken nicht zu überdecken versucht, sondern sich ihnen unmittelbaren zuwendet.
… | …
Um die unangenehmen Emotionen wirklich zulassen zu können, darf ich sie nicht verdrängen, sondern muss bereit sein, sie zu spüren.
… | …
Manche leiden unter Schuldgefühlen, zum Beispiel weil sie bereits als Kind „schuld“ an einem Unglück oder Unfall waren – zumindest wurde ihnen das von Eltern oder Lehrern eingeredet. Andere sind voller Wut und Rachegedanken, fühlen sich seit eh und je ungerecht und schlecht behandelt. Etliche fühlen sich nicht wert, nicht gut genug für eine Aufgabe oder eine Beziehung. Vielleicht weil sie nie Anerkennung von den Eltern und den Lehrern bekamen, von Mitschülern und Kameraden gehänselt wurden oder weil sie in einer bestimmten peinlichen Situation nicht der Erwartung entsprachen.
… | …
die Vergangenheit [wirkt] fort, zum Beispiel durch ein unangenehmes Gefühl im Bauch. In diesem Zusammenhang spricht Tolle von einem „Schmerzkörper“
… | …
Es ist das Festhalten an negativen Erfahrungen, was uns unglücklich macht, obwohl es in diesem Moment keinen Grund dafür gibt.
… | …
„Der Schmerzkörper ist ein halb autonomes Energiesystem, das in den meisten Menschen anzutreffen ist, ein Gebilde, das aus Emotionen besteht. Er besitzt eine eigene primitive Intelligenz, ähnlich einem listigen Tier, und diese Intelligenz dient überwiegend dem Überleben. Wie alle Lebensformen muss er regelmäßig Nahrung – neue Energie – zu sich nehmen, und das, womit er sich versorgt, ist Energie, die seiner eigenen entspricht, also eine ähnliche Wellenlänge hat. Jede emotional schmerzliche Erfahrung kann dem Schmerzkörper als Nahrung dienen. Darum blüht er auch bei negativen Gedanken und dramatischen Beziehungsproblemen auf. (…) Für den Schmerzkörper ist Schmerz ein Genuss. Er verschlingt eifrig jeden negativen Gedanken. Die Stimme, die für gewöhnlich in deinem Kopf erklingt, ist inzwischen zur Stimme des Schmerzkörpers geworden. Dieser kontrolliert jetzt den inneren Dialog. Ein Teufelskreis ist entstanden zwischen dem Schmerzkörper und deinem Denken. Jeder Gedanke nährt den Schmerzkörper, und der Schmerzkörper seinerseits produziert neue düstere Gedanken. Irgendwann nach Stunden oder Tagen ist er satt und fällt wieder in seinen Schlaf zurück; er hinterlässt einen ausgelaugten Organismus.“
… | …
Auch typische, auf die Zukunft bezogene negative Emotionen, allen voran Angst, sind bedingt durch vergangene Erlebnisse.
… | …
Jeder vierte Patient mit Angststörung klagt über chronische Schmerzen.
… | …
Was ist meine Grundempfindung, jetzt? Und wenn es Angst oder Wut oder Trauer oder Neid ist, kann ich da hindurch gelangen – gleichsam wie durch einen dunklen Tunnel – bis zum Licht am anderen Ende?
… | …
in einer stillen Meditation eine innere Unruhe, einen verkrampften Bauch, kreisende Gedanken, das Empfinden von Langeweile, Unlust oder Ungeduld etc. „auszuhalten“, möglichst nicht zu analysieren oder zu beurteilen – oder eben das Sich-einmischen des Verstandes ebenfalls zu beobachten.
… | …
„Je mehr du fähig bist, das Jetzt anzuerkennen und zu akzeptieren, desto freier bist du von Schmerz und Leiden –frei vom Ego-Verstand (…) Warum verleugnet der Verstand gewöhnlich das Jetzt und leistet ihm Widerstand? Er kann ohne Zeit, ohne Vergangenheit und Zukunft nicht funktionieren und in Kontrolle bleiben und nimmt deshalb das zeitlose Jetzt als bedrohlich wahr. Zeit und Verstand sind in Wahrheit untrennbar. (…) Wie hört man auf, Zeit zu erschaffen? Erkenne zutiefst, dass dein ganzes Leben sich im gegenwärtigen Moment abspielt. Stelle das Jetzt ins Zentrum deines Lebens. (…) Sage immer „Ja“ zum gegenwärtigen Moment.“
… | …
Wenn ich bereit bin, den Schmerzkörper wahrzunehmen, löst er sich auf. Zum einen verliert er seine scheinbare Eigenständigkeit und Bedrohlichkeit, er erweist sich als das, was er im Grunde ist, nämlich als eine Illusion, eine Scheinentität.
… | …
Die gezielte Beobachtung innerer Vorgänge gilt in etlichen spirituellen Traditionen, besonders im Buddhismus als eines der wirksamsten Werkzeuge der Transformation. […] «

Roland Rottenfußer, Christian Salvesen, Eckhart Tolle | Hinter Den Schlagzeilen | 18.12.2017 | Durch unangenehme Empfindungen hindurch zur Leichtigkeit des Seins | http://hinter-den-schlagzeilen.de/durch-unangenehme-empfindungen-hindurch-zur-leichtigkeit-des-seins

Christian Salvesen: Eckhart Tolle – inneres Erwachen und ein Leben im Jetzt. Aquamarin 2017. ISBN-13: 9783894277819.

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Artgerecht ist nur die Freiheit.

»[…] In den Zoos sterben immer wieder Tiere, weil die Besucher ihnen irgendwelches Zeug in die Gehege werfen, halbe Bratwürste, Hamburger, Kaugummis, Zigarettenkippen, Bierdosen. In die Becken von Seelöwen, Seebären oder Krokodilen werfen die Leute immer wieder Geldstücke, weil das angeblich Glück bringt. In den Mägen der Tiere entdecken die Tierärzte nach deren Tod manchmal Hunderte von Münzen. Zootiere sterben außerdem immer wieder, weil die Gehege nicht ausreichend gesichert sind.
… | …
Von den Besucherwegen aus können Gegenstände auch unbeabsichtigt in die Gehege fallen, die Tiere verschlucken. Schnuller, Brillen, Mützen, Smartphones. Oder, wie im Eisbärengehege in der Stuttgarter Wilhelma Anfang des Jahres, eine Jacke und ein Rucksack. Der Eisbär Anton hat die Sachen gefressen und ist daran gestorben. In Affengehegen haben sich schon Tiere mit Kletterseilen erhängt. Ein besonders eklatantes Beispiel für eine gefährliche Architektur sind die Wassergräben um viele Gehege.
… | …
Für Menschenaffen und auch für andere große Tiere sind Wassergräben schon wiederholt zur Todesfalle geworden.
… | …
Tatsächlich wird in vielen Zoos mit großem Aufwand um- und neugebaut. Allerdings geht es dabei weniger um eine Verbesserung der Haltungsbedingungen der Tiere, als darum, das Erscheinungsbild des Zoos zu verbessern.
… | …
[…] aber vielerorts [entstehen] eher künstliche „Erlebniswelten“, die sich an den Unterhaltungswünschen der breiten Masse orientieren und eher an Disneyland erinnern als an einen Zoo. Elefanten haben aber wenig davon, wenn sie jetzt in einem künstlichen Maharajapalast herumstehen, ihre Gehegefläche sich aber nicht vergrößert hat.
… | …
Ebensowenig wurde die fortschreitende Vernichtung der afrikanischen oder indonesischen Regenwälder dadurch aufgehalten, dass seit über hundert Jahren Gorillas und Orang Utans in Zoos zu besichtigen sind.
… | …
Studien zeigen, dass die Besucher kaum mehr über Tiere wissen als Menschen, die sich überhaupt nicht für Tiere interessieren und noch nie in einem Zoo waren. Die durchschnittliche Verweildauer der Besucher vor den einzelnen Gehegen liegt, unabhängig von der Art und Anzahl darin gehaltener Tiere, bei unter einer Minute pro Käfig.
… | …
Wenn man genau hinschaut, wird also klar: Zoos bringen den Menschen die Tiere nicht näher. Im Gegenteil.
… | …
Und was lernen die Kinder im Zoo? Dass es okay ist, Tiere einzusperren. Respekt vor Tieren lernen sie nicht.
… | …
Wie wenig es darum geht, Achtung und Respekt vor den Tieren zu erlernen, belegen auch die Speisekarten der Zoorestaurants.
*
Weil dort auch Fleischgerichte angeboten werden?
*
Vegetarische oder vegane Alternativen gibt es allenfalls in Form von Beilagen. Vereinzelt stehen sogar exotische Wildtiere auf der Karte, wie man sie im Gehege ums Eck gerade noch besichtigt hat. Springbock, Gnu, Kudu oder Strauß. Im Hoyerswerdaer Zoorestaurant habe ich auf der Speisekarte eine „Massai-Krieger-Platte“ gesehen. Mit „gebratenem Fleisch vom Krokodil in grüner Currysoße“.
*
Ich staune über ein eindrucksvolles, faszinierendes Lebewesen – und dann esse ich es auf?
*
Ja. Auf die Idee, die Zoobesucher dazu anzuregen, einen ganz persönlich erlebbaren Beitrag zu Tier-, Natur- und Umweltschutz zu leisten und wenigstens am Tag des Zoobesuches auf Bratwurst oder Wienerschnitzel zu verzichten, kommt kein einziger der deutschen Zoos.
… | …
Hinter dem Abkommen, das auch als Cites bekannt ist, steckte die Erkenntnis, dass eine der Hauptursachen für das Aussterben bestimmter Tierarten der Handel mit wildgefangenen Tieren ebendieser Arten war.
*
Es sind ja seit Mitte des 19. Jahrhunderts für europäische und amerikanische Zoos Myriaden an Wildtieren der freien Wildbahn entnommen worden. Es wurden zum Beispiel ganze Gorillafamilien ausgelöscht, um ein einziges Jungtier zu fangen. Für jedes Gorillakind, das lebend in einem Zoo ankam, mussten bis zu 20 Gorillas ihr Leben lassen.
… | …
Die werden ausschließlich für die Zurschaustellung gezüchtet.
… | …
Tatsächlich aber gibt es ernstzunehmende Auswilderungsprojekte nur für eine kleine Handvoll der nachgezüchteten Arten.
… | …
Schaut man sich die Jahresberichte der Zoos an […] sieht man: Die aufgewandten Mittel [für Schutzprojekte in den Ländern, wo die Tiere bedroht sind] liegen in aller Regel im Promillebereich der hauseigenen Werbebudgets.
… | …
Der über den Zoo hinausreichende wissenschaftliche Wert der Arbeiten [wissenschaftliche Forschung] ist denkbar gering.
… | …
Machen wir uns nichts vor: Zoos sind Gefängnisse, in denen die Tiere lebenslang eingesperrt sind.
*
Solange die gegenwärtig lebenden Tiere noch da sind und nicht ausgewildert werden können, müssen sie so gehalten werden, dass ihre Bedürfnisse und Ansprüche erfüllt sind, und nicht die der Besucher. Wo das nicht geht, müssen eigene Refugien für sie geschaffen werden. Im Übrigen müsste das Steuergeld, das in immer neue Zoogehege hierzulande gesteckt wird, besser in den Ausbau von Schutzzonen in den natürlichen Heimaten der Tiere investiert werden. Zoos passen nicht mehr in die heutige Zeit.
… | …
Jeder Dokumentarfilm, wie es sie heute zu jeder in Zoos gehaltenen Tierart in herausragender Qualität gibt, vermittelt mehr Kenntnis und Wissen und weckt mehr Empathie als ein Zoobesuch dies je vermag. Im Übrigen ist jeder Schmetterling am Wegesrand mehr Natur als alle Zoos der Welt zusammengenommen.
… | …
Die zoologischen Gärten könnten in botanische Gärten umgewandelt werden, oder allenfalls in Wildparks mit einheimischen Tieren, wo sich gestresste Städter weiterhin erholen und entspannen könnten. Zudem könnten die Anlagen genutzt werden, um Tieren in Not zu helfen. Viele exotische Tiere – Kleinsäuger, Vögel, Reptilien, Amphibien oder Spinnen – werden beschlagnahmt oder landen in Tierheimen, weil ihre Besitzer sie nicht mehr halten können.«

Colin Goldner, Markus C. Schulte von Drach | Süddeutsche Zeitung | 10.09.2014 | Tierschutz und Artenvielfalt – „Zoos pssen nicht mehr in unsere Zeit“ | http://www.sueddeutsche.de/wissen/zoos-passen-nicht-mehr-in-unsere-zeit-1.2108912
Colin Goldner hat in den vergangenen drei Jahren die 38 Zoos in Deutschland untersucht, in denen Menschenaffen gehalten werden, sowie einige mehr. Der Psychologe tritt für „Grundrechte für Menschenaffen“ ein. Er leitet in Deutschland das „Great Ape Project“. Seine Zoo-Studie hat er unter dem Titel „Lebenslänglich hinter Gittern“ veröffentlicht (Alibri-Verlag).

Reblog vom 17.08.2017.

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„Tu per me sei luna e stelle, sole e cielo, tutto quanto, tutto quanto io voglio avere.“

» Du lässt dich durch unser Leben treiben
ohne einen Moment zu atmen
träumend
sich erinnernd
was wir bereits erlebt haben

Endlos
Du bist ein unendlicher Moment
den du gestern nicht hattest
Du hast kein Morgen
alles liegt jetzt in deinen Händen
große Hände
endlose Hände

Der Mond ist mir egal
Die Sterne sind mir egal
Du bist für mich Mond und Sterne
Du bist für mich allein und himmlisch
Du bist alles für mich
alles, was ich haben will

Endlos «

Gino Paoli
Senza fine


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Frieda Levy

» Frieda Levy wurde am 18. Oktober 1891 als Frieda Hirschberg in Hannover geboren.

Frieda Levy 1891 - 1941

Frieda Levy 1891 – 1941

Sie wohnte mit ihrem Mann Sally Levy in Neuwied, Mittelstraße 37 (heute: Mittelstraße 39), und Düsseldorf.

Angesichts der ständig zunehmenden Bedrohung der jüdischen Bevölkerung durch die Gewaltmaßnahmen der Nationalsozialisten setzte Sally Levy seine ganze Hoffnung auf die Auswanderung in die USA. Dies belegt ein Brief, den er im September 1938 an seinen in den USA lebenden Vetter Moritz (Morris) Moser und dessen Frau Betty Moser, geb. Buchheimer richtete.

Darin dankt Sally Levy dem Ehepaar Moser in bewegenden Worten für deren Zusage, ihn und seine Ehefrau Frieda bei der Emigration durch die Ausstellung eines sog. Affidavits zu unterstützen. Freunde und Bekannte in Staaten außerhalb Deutschlands konnten mit einer solchen beglaubigten Bürgschaftserklärung Verfolgten die Einreise in die Überseeländer (Vereinigtes Königreich, USA) ermöglichen.

Aus dem Brieftext geht hervor, mit welcher Zuversicht und großem Gottvertrauen Sally Levy fest an den Beginn eines neuen Lebens für sich und seine Frau Frieda in den USA glaubte.
[Brieftext lesen →]

Die Hoffnung erfüllte sich jedoch nicht. Am 10. November 1941 wurden sie ab Düsseldorf in das Ghetto Minsk deportiert. Die genauen Todesumstände von Frieda und Sally Levy sind nicht bekannt. «

»[…] Schuld die auch wir hätten begehen können […]«

Quelle & weitere Informationen => http://www.stolpersteine-neuwied.de/index.php/component/content/article/8-personenbeitraege/120-levy-frieda-2?Itemid=108 [abgerufen am 17.10.2018]

Vergessen ist der Ausgangspunkt von Wiederholung.

Unless the world learns the lesson these cruel fates teach, night will fall.

Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied | Rolf Wüst, verantwortlich für das Projekt „Stolpersteine“ im Deutsch-Israelischen Freundeskreis Neuwied, hielt im voll besetzten „Café Auszeit“ der Marktkirchengemeinde einen Vortrag über „Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied“. In einer ausführlichen Einleitung untersuchte er das Verhältnis der Gesellschaft zum Judentum früher wie heute, das oftmals zwischen den Extremen Ablehnung und Hass einerseits und Idealisierung und übersteigerten Erwartungen andererseits oszilliert.
http://www.nr-kurier.de/artikel/66565-zeugnisse-juedischen-lebens-und-leidens-in-neuwied

Holocaust | Mehr als ein Trostpflaster | Über die Stolpersteine ging man irgendwann hinweg. Dann kam ein privates Forscherteam mit einem aufrüttelnden Buch.
http://www.zeit.de/2017/05/stolpersteine-forschung-nationalsozialismus-opfer-oswald-pander/komplettansicht


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BKA-Statistik für 2016: 149 Frauen starben durch den Partner.

» Ich liebe sie nicht mehr.
Sie behandelt mich wie Dreck.
Früher liebt‘ ich nichts so sehr
wie sie. Jetzt will ich nur noch weg.

Sie meckert immerzu
und quält mich bis auf’s Blut.
Ganz egal, was ich auch tu‘,
sie findet es nicht gut.

Sie ist ein wahrer Drachen,
ein gemeiner und perfider!
Ich muß dem ein Ende machen,
doch ich sage immer wieder:

„Ja, Schatz! Du hast natürlich Recht.
Ja, Schatz! Ja ich weiß, das war schlecht.
Ja, Schatz! Nein, ich möchte keinen Streit.
Ja, Schatz! Es tut mir schrecklich leid.“

Das kann doch gar nicht sein,
ich meine „nein“ und sage „ja“.
Das war schon immer mein
Problem, auch damals vor’m Altar!

Der Teufel soll sie holen!
Sie bringt mich noch ins Grab!
Doch ein Freund hat mir empfohlen:
„Mensch! Hak‘ die Sache doch mal ab!“

Na klar! Genau!
Die Idee ist genial!
Na warte, Frau!
Wenn du mich wieder mal

mit deiner spitzen Zunge piesackst,
hack‘ ich die Sache ab – mit der Axt!
Auch wenn du dann Reue beteuerst
– zu spät! Ich hol‘ die Axt!

Das war das letzte Mal, dass du rumzukeifen wagst,
weil: Ich hab’n Beil.

Ich will, dass du winselnd in dir zusammensackst,
wenn ich vor dir stehe

mit der Axt, weil du unentwegt an meinen Nerven nagst,
mit der Axt, weil du mich mit plumpen Platitüden plagst,
mit der Axt, weil du alle meine Freunde mir verjagst,
weil die Axt das einz’ge ist, was da noch hilft, wenn du mich fragst.

Ich stell‘ mir grade vor,
ich schneide dir ein Ohr ab.
Ach was, papperlapapp.
Ich schneide beide ab.

Ich schwinge guter Dinge
meine Axt und singe,
als ich mit der Klinge
deinen Hals durchdringe.

Ich treibe eine Kluft durch Luft- und Speiseröhre,
zertrenne Muskelstränge, wobei ich leise höre,

wie schön dir doch im Nacken
deine Knochen knacken.
Doch genug der Worte,
Taten warten!

Ich gehe in das Bauhaus
und suche mit Bedacht
eine Axt für meine Frau aus
und warte auf die Nacht.

Ich schleich‘ mich in ihr Zimmer …
Da liegt sie tief im Schlaf
auf ihrem Bett wie immer
und schlummert still und brav.

Der Wind bläht die Gardine
und ich freu‘ mich: Gleich geschieht’s!
Da sagt sie mit verschlaf’ner Miene:
„Tür zu! Hier zieht’s!“

„Ja, Schatz! Ich mach‘ die Türe zu.
Ja, Schatz! Sofort, Schatz! Dann hast du deine Ruh‘.
Ja, Schatz! Ich hab‘ auch das Fenster zugemacht.
Ja, Schatz? Ich geh‘ schon. Gute Nacht!“

Na ja, was soll’s?
Hack‘ ich halt Holz. «

Bodo Wartke, Sonja Firker
Ja, Schatz!


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Symbiose.

» Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert. «

Oscar Wilde


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