„Tu per me sei luna e stelle, sole e cielo, tutto quanto, tutto quanto io voglio avere.“

» Du lässt dich durch unser Leben treiben
ohne einen Moment zu atmen
träumend
sich erinnernd
was wir bereits erlebt haben

Endlos
Du bist ein unendlicher Moment
den du gestern nicht hattest
Du hast kein Morgen
alles liegt jetzt in deinen Händen
große Hände
endlose Hände

Der Mond ist mir egal
Die Sterne sind mir egal
Du bist für mich Mond und Sterne
Du bist für mich allein und himmlisch
Du bist alles für mich
alles, was ich haben will

Endlos «

Gino Paoli
Senza fine


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Frieda Levy

» Frieda Levy wurde am 18. Oktober 1891 als Frieda Hirschberg in Hannover geboren.

Frieda Levy 1891 - 1941

Frieda Levy 1891 – 1941

Sie wohnte mit ihrem Mann Sally Levy in Neuwied, Mittelstraße 37 (heute: Mittelstraße 39), und Düsseldorf.

Angesichts der ständig zunehmenden Bedrohung der jüdischen Bevölkerung durch die Gewaltmaßnahmen der Nationalsozialisten setzte Sally Levy seine ganze Hoffnung auf die Auswanderung in die USA. Dies belegt ein Brief, den er im September 1938 an seinen in den USA lebenden Vetter Moritz (Morris) Moser und dessen Frau Betty Moser, geb. Buchheimer richtete.

Darin dankt Sally Levy dem Ehepaar Moser in bewegenden Worten für deren Zusage, ihn und seine Ehefrau Frieda bei der Emigration durch die Ausstellung eines sog. Affidavits zu unterstützen. Freunde und Bekannte in Staaten außerhalb Deutschlands konnten mit einer solchen beglaubigten Bürgschaftserklärung Verfolgten die Einreise in die Überseeländer (Vereinigtes Königreich, USA) ermöglichen.

Aus dem Brieftext geht hervor, mit welcher Zuversicht und großem Gottvertrauen Sally Levy fest an den Beginn eines neuen Lebens für sich und seine Frau Frieda in den USA glaubte.
[Brieftext lesen →]

Die Hoffnung erfüllte sich jedoch nicht. Am 10. November 1941 wurden sie ab Düsseldorf in das Ghetto Minsk deportiert. Die genauen Todesumstände von Frieda und Sally Levy sind nicht bekannt. «

»[…] Schuld die auch wir hätten begehen können […]«

Quelle & weitere Informationen => http://www.stolpersteine-neuwied.de/index.php/component/content/article/8-personenbeitraege/120-levy-frieda-2?Itemid=108 [abgerufen am 17.10.2018]

Vergessen ist der Ausgangspunkt von Wiederholung.

Unless the world learns the lesson these cruel fates teach, night will fall.

Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied | Rolf Wüst, verantwortlich für das Projekt „Stolpersteine“ im Deutsch-Israelischen Freundeskreis Neuwied, hielt im voll besetzten „Café Auszeit“ der Marktkirchengemeinde einen Vortrag über „Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied“. In einer ausführlichen Einleitung untersuchte er das Verhältnis der Gesellschaft zum Judentum früher wie heute, das oftmals zwischen den Extremen Ablehnung und Hass einerseits und Idealisierung und übersteigerten Erwartungen andererseits oszilliert.
http://www.nr-kurier.de/artikel/66565-zeugnisse-juedischen-lebens-und-leidens-in-neuwied

Holocaust | Mehr als ein Trostpflaster | Über die Stolpersteine ging man irgendwann hinweg. Dann kam ein privates Forscherteam mit einem aufrüttelnden Buch.
http://www.zeit.de/2017/05/stolpersteine-forschung-nationalsozialismus-opfer-oswald-pander/komplettansicht


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BKA-Statistik für 2016: 149 Frauen starben durch den Partner.

» Ich liebe sie nicht mehr.
Sie behandelt mich wie Dreck.
Früher liebt‘ ich nichts so sehr
wie sie. Jetzt will ich nur noch weg.

Sie meckert immerzu
und quält mich bis auf’s Blut.
Ganz egal, was ich auch tu‘,
sie findet es nicht gut.

Sie ist ein wahrer Drachen,
ein gemeiner und perfider!
Ich muß dem ein Ende machen,
doch ich sage immer wieder:

„Ja, Schatz! Du hast natürlich Recht.
Ja, Schatz! Ja ich weiß, das war schlecht.
Ja, Schatz! Nein, ich möchte keinen Streit.
Ja, Schatz! Es tut mir schrecklich leid.“

Das kann doch gar nicht sein,
ich meine „nein“ und sage „ja“.
Das war schon immer mein
Problem, auch damals vor’m Altar!

Der Teufel soll sie holen!
Sie bringt mich noch ins Grab!
Doch ein Freund hat mir empfohlen:
„Mensch! Hak‘ die Sache doch mal ab!“

Na klar! Genau!
Die Idee ist genial!
Na warte, Frau!
Wenn du mich wieder mal

mit deiner spitzen Zunge piesackst,
hack‘ ich die Sache ab – mit der Axt!
Auch wenn du dann Reue beteuerst
– zu spät! Ich hol‘ die Axt!

Das war das letzte Mal, dass du rumzukeifen wagst,
weil: Ich hab’n Beil.

Ich will, dass du winselnd in dir zusammensackst,
wenn ich vor dir stehe

mit der Axt, weil du unentwegt an meinen Nerven nagst,
mit der Axt, weil du mich mit plumpen Platitüden plagst,
mit der Axt, weil du alle meine Freunde mir verjagst,
weil die Axt das einz’ge ist, was da noch hilft, wenn du mich fragst.

Ich stell‘ mir grade vor,
ich schneide dir ein Ohr ab.
Ach was, papperlapapp.
Ich schneide beide ab.

Ich schwinge guter Dinge
meine Axt und singe,
als ich mit der Klinge
deinen Hals durchdringe.

Ich treibe eine Kluft durch Luft- und Speiseröhre,
zertrenne Muskelstränge, wobei ich leise höre,

wie schön dir doch im Nacken
deine Knochen knacken.
Doch genug der Worte,
Taten warten!

Ich gehe in das Bauhaus
und suche mit Bedacht
eine Axt für meine Frau aus
und warte auf die Nacht.

Ich schleich‘ mich in ihr Zimmer …
Da liegt sie tief im Schlaf
auf ihrem Bett wie immer
und schlummert still und brav.

Der Wind bläht die Gardine
und ich freu‘ mich: Gleich geschieht’s!
Da sagt sie mit verschlaf’ner Miene:
„Tür zu! Hier zieht’s!“

„Ja, Schatz! Ich mach‘ die Türe zu.
Ja, Schatz! Sofort, Schatz! Dann hast du deine Ruh‘.
Ja, Schatz! Ich hab‘ auch das Fenster zugemacht.
Ja, Schatz? Ich geh‘ schon. Gute Nacht!“

Na ja, was soll’s?
Hack‘ ich halt Holz. «

Bodo Wartke, Sonja Firker
Ja, Schatz!


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Symbiose.

» Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert. «

Oscar Wilde


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Casino-Nächte

Götz Alsmann


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Zeichen 240.

Der Himmel war blau, die Sonne schien bei 21 Grad, die Lastkähne fuhren leise tuckernd den Rhein stromauf- und abwärts und das Abbruchgerät des Kühlturmes des AKW Mülheim-Kärlich drehte in 160 Metern Höhe schneckenlangsam seine Runde.

Es war einer dieser goldenen Oktobertage, der die quälende Sommerhitze vergessen machte, die Gedanken an einen kalten Winter verdrängen ließ und die Sinne mit laubbunten Farben, erdigem Geruch und dem letzten Surren der Insekten erfreute.

Spazieren gingen Andreas und seine Tochter Leah auf einem dieser schönen Leinpfade, die es an beiden Ufern des Rheins gab; ein Leinpfad, ausgebaut, für Fußgänger und Fahrradfahrer gleichberechtigt nutzbar, ausreichend breit, um fünf Personen nebeneinander Platz bieten zu können.

Skrupulös achtete Andreas darauf, dass er, Leah zur Rechten, die gedachte Mittellinie nicht überschritt.
Andreas war einer der mitdachte, der vorausschaute und Rücksicht nahm und so konnte der Fahrrad fahrende Gegenverkehr ungestört passieren und der rückwärtige sicher überholen.

Sein nach vorne gerichteter Blick sichtete bei Rheinkilometer 606 einen Fahradfahrer, zeitgleich klingelte es hinter ihnen einmal und Andreas erwartete deshalb einen rücksichtsvollen Fahrradfahrer.
Doch es klingelte ein zweites Mal und unterbrochen von einer kurzen Pause klingelte es dann: Sturm.

Knapp bevor der entgegenkommende Fahrradfahrer Andreas und Leah passierte, überholte der klingelnde Fahrradfahrer sie forsch schneidend, in seinem rasanten Windschatten eine Frau auf einem zweiten Fahrrad folgend, und beschimpfte Andreas und Leah wie ein Rohrspatz, dass es unverschämt von ihnen ist, keinen Platz zu machen.

Mit unflätigen Worten antwortete der Fahrradfahrer auf Andreas‘ laut und deutlich dem Paar in den Rücken gerufene Worte, dass hier Fußgänger gleichberechtigt gehen dürfen und ja wohl ausreichend Platz zum Überholen vorhanden war; die Frau (!) reckte den Arm drohend zur Faust.

Das leckere, auf der Zunge fruchtig schmelzende Eis in zitronengelb, mango-orange, himbeer- und erdbeerrot im italienischen Eiscafé Venezia war Andreas und Leah trotzdem ein Genuss.

Inspiration: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2018/10/07/schreibeinladung-fuer-die-textwochen-41-42-18-wortspende-von-gerda-kazakou/

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Milch – weißes Gold oder reines Gift? | Montag, 15.10.18, 22:25 Uhr, ORF III

Von Kindheit an lernen wir, wie gesund Milch ist: Sie macht groß und stark, ist ein wichtiger Kalziumlieferant und enthält wertvolle Proteine.

Kurz gesagt: Die Milch macht’s.

Oder macht sie uns eigentlich doch nur krank?

Pro Tag konsumiert jeder Österreicher im Schnitt einen Viertelliter Milch.

Doch immer mehr Menschen vermuten, Milch und vor allem den Milchzucker Laktose nicht zu vertragen – davon Bauchschmerzen und Verdauungsstörungen zu bekommen.

Zudem soll hoher Milchkonsum das Krebsrisiko erhöhen.

Aber was stimmt denn nun tatsächlich?
Ist Milch ein gesunder Energielieferant oder doch pures Gift?
Und was bedeutet die Milchindustrie für unsere Umwelt?

Darüber diskutieren Marlene Kaufmann und Reiner Reitsamer mit ihren Gästen:
Johann Költringer (Vereinigung Österreichischer Milchverarbeiter),
Felix Hnat (Vegane Gesellschaft),
Eveline Eselböck (Gastronomin) und
Kurt Schmidinger (Lebensmittelwissenschaftler und Geophysiker)


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