Der Bettler und das Gold

„Der Bettler und das Gold: Ein Bettler hatte mehr als dreißig Jahre am Straßenrand gesessen. Eines Tages kam ein Fremder vorbei. „Hast Du mal ‘nen Euro?“, murmelte der Bettler und hielt mechanisch seine alte Baseballmütze hin. „Ich habe Dir nichts zu geben“, sagte der Fremde und fragte dann: „Worauf sitzt Du da eigentlich?“ „Ach“, antwortete der Bettler, „das ist nur eine alte Kiste. Da sitze ich schon drauf, so lange ich zurückdenken kann.“ „Hast Du da mal reingeschaut?“, fragte der Fremde. „Nein“, sagte der Bettler, „warum auch? Es ist ja doch nichts drin.“ „Schau hinein“, drängte der Fremde. Es gelang dem Bettler, die Kiste aufzubrechen. Voller Erstaunen, Unglauben und Begeisterung entdeckte er, dass die Kiste mit Gold gefüllt war. Ich bin dieser Fremde, der Dir nichts zu geben hat und der Dir rät, nach innen zu schauen. Nicht in irgendeine Kiste wie in dem Gleichnis, sondern viel näher: In Dich selbst. (aus „Jetzt! Die Kraft der Gegenwart“ von Eckhart Tolle)“

[Randskizzen. Blog]

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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Eine Antwort zu Der Bettler und das Gold

  1. S.Narkaya schreibt:

    Hat dies auf the inner floor rebloggt und kommentierte:
    Einfach weil es so treffend ist, einfach weil es so wahr ist, einfach weil es so ist …

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