„Wir bräuchten dringend so eine Art Internet-Ministerium“

„Zum offenen Brief der Schriftstellerin Juli Zeh in der NSA-Affäre an Kanzlerin Merkel | In einem offenen Brief fordert die Schriftstellerin Juli Zeh die Aufklärung der NSA-Affäre. Die Bundesregierung hätte deutlich Stellung beziehen müssen, findet Zeh. „So zu tun, als gäbe es das alles nicht, ist der falsche Weg.“ | Ich frag mich immer, ob es Dummheit ist oder Böswilligkeit, muss ich ehrlich sagen, weil eine andere Alternative fällt mir nicht ein. Entweder da verkennt jemand die Bedeutung und weiß gar nicht, worüber er redet, oder er hat den Auftrag, das alles runterzuspielen und in der Öffentlichkeit so zu tun, als gäbe es kein Problem, und diesen letztgenannten Fall würde ich angesichts der Tragik dieser ganzen Enthüllungen wirklich dann schon böswillig nennen. Das ist schon Irreführung der Öffentlichkeit. | Ich finde, dass jedes Detail, was jetzt über Wochen hinweg immer weiter dazukommt, die Qualität jedes Mal neu verändert. Man hat so das Gefühl, es entfaltet sich ein Panorama, und man denkt jedes Mal: „Okay, das können sie jetzt auch schon, das machen sie also auch.“ Jedes Mal denkt man, jetzt ist Schluss, da kann nicht noch was kommen, und dann geht’s aber doch noch mal einen Schritt weiter. Es ist wie so eine „never ending story“ tatsächlich in Richtung des Gefühls, es gäbe sie schon, die totale Durchleuchtung, selbst wenn man versucht, etwas zu verstecken, es wird trotzdem geknackt und abgehört.“

09.09.2013 | von Peter Kapern, Juli Zeh

alles lesen => http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/2244337/

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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