Schule: Cybermobbing – Vernetzt und verletzt – Lea ist 15. Ihre Mitschüler quälten sie mit Cybermobbing – bis sie sich wehrte

„Jeden Einzelnen hat sie gefragt, warum er mitgemacht habe. Keiner der Jungs wusste darauf eine Antwort.

Erst nach dem Besuch bei der Polizei geht es Lea besser. Sie fühlt sich, sagt sie heute, wieder wie die Lea, die sie vorher war.

Egal, ob selbstbewusst oder unsicher, sagt Feller, Mobbing kann jeden treffen.

Aber wenn wirklich ein Opfer Rat und Unterstützung bei den Lehrern sucht, wenn sich ein Opfer traut zu reden, wissen die Schulen oft nicht, was sie tun sollen, um den Mobbingkreislauf zu durchbrechen.

Dort liest sie die Verse noch einmal laut vor. Das Blatt vibriert, so sehr zittern ihre Hände.

Das Perfide beim Mobbing in der virtuellen Welt ist, dass es keinen geschützten Raum mehr gibt

Gleichzeitig ist das Mobben anonymer. „Ich konnte ihre Reaktionen ja nicht sehen“, sagt einer, der auch dabei war.

War der Anfang vielleicht eine Liebesgeschichte? Das Ende, jedenfalls das offizielle, kennt sie sehr gut. Sie hat bei der Polizei gegen zehn Mitschüler Anzeige erstattet. „Beleidigung auf sexueller Basis“ stand im Protokoll. Dort hatte ihre Geschichte dann auch eine Überschrift: Cybermobbing.“

14.11.2013 | von Linda Tutmann

alles lesen => http://www.zeit.de/2013/47/phaenomen-cybermobbing/komplettansicht

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2 Antworten zu Schule: Cybermobbing – Vernetzt und verletzt – Lea ist 15. Ihre Mitschüler quälten sie mit Cybermobbing – bis sie sich wehrte

  1. lebensschnipsel schreibt:

    Cybermobbing ist schrecklich. Für meine Bachelorarbeit habe ich mich damals sehr intensiv damit auseinandergesetzt.
    Die Menschen glauben oft, das Internet wäre ein rechtsfreier Raum, wodurch es viel schneller zu Mobbing kommt. Besonders schlimm ist dabei auch, dass man beim Cybermobbing wirklich nirgendwo geschützt ist. Es dringt bis ins eigene Schlafzimmer vor. Das „klassische Mobbing“ findet nur an bestimmten Plätzen statt, Cybermobbing überall. Das Leben beeinträchtigt aber sowohl das eine als auch das andere, egal wo es stattfindet.

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    • Rechtsfreier Raum: Kann es nicht auch sein, dass das Internet auf manche Menschen so enthemmend wirkt, wie Alkohol oder andere Drogen? Sie tun oder schreiben Dinge, die ihnen später, aus der zeitlichen oder räumlichen Distanz betrachtet, peinlich sind und leid tun und sie zum Täter im Sinne des Strafgesetzbuches machen. | Ansonsten stimme ich dir zu – danke.

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