Warum Geheimdienste feindliche Untergrundorganisationen aufbauen – Die Verstrickung des Staates mit dem NSU folgt einem bekannten Schema

„Die Vorstellung, deutsche Behörden hätten den mörderischen NSU mit aufgebaut, ist unerträglich – aber leider nicht undenkbar.

Als ebendiese Partei [NPD] vier Jahrzehnte später verboten werden sollte, lehnte dies das Bundesverfassungsgericht mit der Begründung ab, dass die Organisation auf der Führungsebene durch V-Leute unterwandert sei, was ein bisschen zu viel des Staatlichen war.

Auch in den folgenden Jahrzehnten erwiesen sich im Osten nahezu alle Spionageringe als von den Gastgebern gesteuert.

Im Zweiten Weltkrieg betrieben sowohl die britischen als auch die deutschen Geheimdienste „Staatstheater“.

Das geht am einfachsten, wenn man möglichen Gegnern zuvorkommt und solche Organisationen von Anfang an selber gründet.

Beim „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) wird der Einfluss der Geheimdienste immer deutlicher. Nunmehr wurde auch der „Architekt des NSU“ als V-Mann des Inlandsgeheimdienstes Verfassungsschutz enttarnt . Die schleppenden Ermittlungen und die Vielzahl an unglaublichen „Pannen“ wie versehentlich geschredderten Akten drängen die Schlussfolgerung auf, dass ein Staatsskandal noch bitteren Ausmaßes vertuscht werden soll. Warum, fragt sich der Laie, sollte ein Rechtsstaat ein Interesse daran haben, Untergrundorganisationen zu unterstützen?“

05.10.2013 | von Markus Kompa

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Über Red Skies Over Paradise

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