Arme Sau – Leben und Sterben für die Mastindustrie

„Die BUND-Studie zu Hormonen in der Sauenhaltung löste kürzlich eine Welle der Empörung aus. Dabei gerät aus dem Blickfeld, dass der Einsatz von Hormonen nur ein Skandal unter vielen in der industriellen Schweinehaltung ist.

Ohne Hormon-Doping würden vielleicht weniger Tiere gemästet, weniger Fleisch produziert und etliche Schweinezüchter möglicherweise in den Ruin getrieben. Für den Verbraucher aber ist der Konsum von weniger und unbelastetem Fleisch allemal gesünder.

Die Hormone gelangen in die Umwelt und belasten schon in geringen Konzentrationen unser Trinkwasser. Östrogene führen nicht nur bei männlichen Fischen zu einer „Verweiblichung“. Hormonell wirksame Substanzen können auch beim Menschen Brustkrebs sowie Hoden- und Prostatakrebs, genitale Fehlbildungen und Adipositas auslösen sowie die Spermienqualität und Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Besonders gefährlich für Kinder und Jugendliche ist der Cocktaileffekt: ein Mix aus hormonell wirkenden Parabenen und anderen Substanzen wie Phthalaten, Bisphenol, Nonylphenol, Schwermetallen und Pestiziden.

Ein Drittel der insgesamt rund 50 Millionen geschlachteten Schweine landen auf dem Müll.

20 Millionen Schweine werden völlig umsonst erzeugt, gequält und geschlachtet.

EU subventioniert Fleischüberschüsse

Trotz Rationalisierung und Billigfutter ist die Schweinemast ein Verlustgeschäft

Sie drängeln sich in den Buchten auf strohlosen Vollspaltenböden, ohne jegliche Rückzugsmöglichkeiten. In jeder Bucht hängt eine Eisenkette zum „Spielen“. Es fehlt an Stroh oder sonstigem organischen Material, in dem die Tiere wühlen und arttypische Bedürfnisse befriedigen können. Zwar hat man den Ferkeln vorsorglich die Schwänze ohne Betäubung mit der Zange abgekniffen und die Zähne abgeschliffen. Dennoch kauen sie sich aus lauter Langeweile gegenseitig die Ohren und die kupierten Schwanzstummel ab.

Ihr Leben lang saufen die Tiere Flüssigfutter aus Soja und Getreide.

Überzählige Ferkel, oder solche, die zu klein und zu schwach sind, werden gewohnheitsmäßig kurz und kräftig auf den Boden oder gegen das Metallgestänge geschleudert. Ihre Kadaver landen in einer dafür bereitgestellten Tonne. Manche Ferkel röcheln danach noch.

Gezüchtet, gequält, weggeworfen

Die männlichen Ferkel werden ohne Betäubung kastriert, damit dem Fleisch später kein lästiger Ebergeruch anhaftet.

Immer mehr Ferkel in immer kürzerer Zeit

So werden die Geburten von rund 80 Prozent aller Sauen künstlich mit Hilfe von Prostaglandinen eingeleitet. Den Jungsauen werden Regumate, PMSG und Maprelin verabreicht, um Östrus, Brunst und Ovulation zu stimulieren.

40 Prozent aller Sauen leiden unter Fruchtbarkeitsstörungen und werden vorzeitig geschlachtet. In knapp zwei Jahren muss ein erwachsenes Tier knapp fünf Würfe erbringen. Der Nachwuchs dient der „Remontierung“.

Abgeschottet von Tageslicht und frischer Luft werden die Sauen zu Tausenden in einstreulosen Buchten auf Rostböden unter Metallbügeln fixiert. In den Abferkelbuchten können sie sich weder umdrehen noch bewegen, nur aufstehen und sich hinlegen.“

01.02.2014 | von Susanne Aigner

alles lesen => http://www.heise.de/tp/artikel/40/40806/1.html

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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