Tierversuche: Angst. Qual. Tod. Warum ist Gewalt gegen Tiere erlaubt, wenn sie gegen Menschen verboten ist? Ein Plädoyer für ein Ende des Gemetzels.

„Um eine weniger gewalttätige Gesellschaft ohne all dieses Tierleid zu schaffen, müssen wir daher neue Formen des Produzierens, des Konsumierens, auch des Genießens finden. In manchen Bereichen wirken die Konsequenzen auf den ersten Blick ganz schön radikal. Doch viele Konsequenzen scheinen ja nur so radikal, weil wir ein sehr umfassendes, sehr engmaschiges und sehr grausames System der Tierbenutzung entwickelt haben. Weltweit werden jährlich 65 Milliarden 525 Millionen Tiere geschlachtet. (Versuchstiere, Fische und erjagte Tiere also nicht mit eingerechnet.) Falls es zur Veranschaulichung hilft: In den dreißig größten Kriegen der Menschheit sind insgesamt etwa 600 Millionen Menschen umgekommen. Jemals auf der Erde gelebt haben seit der Steinzeit gut 100 Milliarden Menschen. Wir schlachten in anderthalb Jahren also mehr Tiere, als je Menschen auf der Welt gelebt haben – ein wahres Gemetzel. Erinnern wir uns an die Spiegelneuronen, und machen wir von unserer Fähigkeit zur Empathie Gebrauch. … | … „Eigenverantwortung wird durch lange Handlungsketten, die immer nur partikulare Verantwortlichkeit zulassen, unterminiert, weshalb die meisten Handlungszusammenhänge in modernen Gesellschaften von systematischer Verantwortungslosigkeit beherrscht sind und umgekehrt ein Gefühl der persönlichen Verantwortung für das, was am Ende einer Handlungskette herauskommt, kaum entwickelt werden kann.“ … | … „Die Tatsache, dass Tiere leidensfähige Körper haben, dass sie verletzbar sind und sich Schmerzen entziehen wollen und dass ihre je individuellen Leben durch absichtsvolle menschliche Handlungen beendet werden können, erzwingt, Gewaltdefinitionen auch auf Tiere anzuwenden.““

07.02.2014 | von Hilal Sezgin

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Über Red Skies Over Paradise

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