Partnerschaft: Liebe! Liebe! Liebe! – Ein Plädoyer für den Kontrollverlust

„Dazu braucht es nur den einen, richtigen Moment. … | … Wie jeder Bund fürs Leben frei macht. Denn er gibt dem, der ihn eingeht, das Gefühl, fertig zu werden mit allem, weil man nun nicht mehr allein ist mit sich. … | … Man müsse einfach damit leben, dass die Liebe wie ein Ballon platzen kann oder, wie Kästner schreibt, einem abhanden kommt wie ein „Stock oder Hut“: „Sie waren traurig, betrugen sich heiter,/ versuchten Küsse, als ob nichts sei,/ und sahen sich an und wussten nicht weiter./Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.“ Ja, die Liebe kann sich fortstehlen. … | … Doch in der Liebe gibt es, das weiß jeder, immer irgendwann den Tunnelblick-Moment, in dem man die anderen Tomaten plötzlich nicht mehr sieht. Sie verschwinden. Dann muss man sich blind entscheiden: weiter oder umkehren, Gas geben oder bremsen? Denn Liebe ist auch Entscheidung, sie fällt nicht einfach vom Himmel. Entscheiden kann man sich überall. Etwa im Restaurant, während der andere über Schostakowitsch spricht. Oder Fußball. Oder Quantenphysik. Plötzlich ist er da, der Tunnelblick, und man merkt: Scheiße, jetzt gehöre ich nicht mehr mir allein. … | … Aber natürlich lässt sich die Liebe nicht rationalisieren, sodass, wer sich angewöhnt, sie zu genau zu prüfen, irgendwann allein dasteht oder in einer biologischen Panik‧attacke wahllos nimmt, was gerade fruchtbar und verfügbar ist.“

04.06.2014 | von Raoul Löbbert

alles lesen => http://www.zeit.de/gesellschaft/2014-06/partnerschaft-bindungen-leidenschaft/komplettansicht

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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