Bekenntnisse eines Kerls, der sich den Wahnsinn leistet, Bahn zu fahren

„Manche Zugbegleiter leiden nicht zu viel, sondern viel zu wenig an ihrer beruflichen Situation. Manche bräuchten tatsächlich welche auf die Backen. Gewalt ist keine Lösung. Aber bei solchen widerwärtigen Typen löste sie wenigstens die Verbitterung, die nach solchen Erlebnissen des Bahnalltages entsteht. »Uhhh, jetzt tickt er aber aus«, wird mancher sagen. »Nu wird er aber geschmacklos.« Kann sein. Mir egal! Dass ich den Rassismus in Phantasieuniform irgendwie respektieren muss, kann man aber nicht von mir verlangen. Schade um all die anständigen Zugbegleiter. Schade aber auch, dass all das bahnuniformierte braune Gesindel nicht mehr Angst haben muss in dieser ach so zivilisierten Mobilitätsgesellschaft. … | … Der Wichser hat den schwarzen Fahrgast natürlich geduzt. Diesen Mechanismus kenne ich ja noch von früher, als mancher Typ meinte, er könne meinen Vater grundsätzlich duzen, weil er ein Ausländer sei. … | … Da war ein Farbiger, der in den Zug einsteigen wollte und vor dem Waggon standen einige Schaffner beim Plausch. Plötzlich sagte der eine zu dem Farbigen, er soll sein Ticket herzeigen. Der Mann verweigerte aber.“

04.04.2014 | von Roberto De Lapuente

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Über Red Skies Over Paradise

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