„Es gibt nur eine begründete Angst: Todesangst“ – Heiner Geißler über Flüchtlinge in Deutschland, das Geschäft mit der Angst sowie Europas Afrika-Politik – Im Gespräch erklärt der 84-Jährige, warum der Kapitalismus am Ende ist, wie Europa mit afrikanischen Flüchtlingen umgehen sollte – und weshalb ihn Angstparolen aufregen.

„Wenn beispielsweise jede Gemeinde zwei oder drei Asylbewerber aufnähme, wäre das Flüchtlingsproblem gelöst. … | … Entgegen der weitläufigen Meinung, nehmen wir in Deutschland ja gar nicht so viele Flüchtlinge auf. … | … Der Kapitalismus, der im wesentlichen so definiert werden kann, dass die Kapitalinteressen wichtiger sind als humane Lebensinteressen, muss ersetzt werden durch eine Weltwirtschaftsordnung, die sozial und ökonomisch Verantwortlichkeiten kennt. Wir brauchen eine internationale öko-soziale Marktwirtschaft. Derzeit fehlt das ethische Fundament. Das Flüchtlingsproblem in Afrika ist das Symptom einer Krankheit, durch die die Gier nach Geld die Hirne regelrecht zerfrisst. … | … Würde die Finanztransaktionssteuer weltweit eingeführt, könnte man damit die Armut in Afrika in relativ kurzer Zeit halbieren – sie brächte bei einem Umfang von nur 0,05 Prozent jährlich über 300 Milliarden Dollar ein. Tatsache ist: Auf der Welt gibt es Geld wie Heu, aber wir verwenden es für die falschen Zwecke und es fließt in die falsche Richtung. “

20.06.2014 | von Manuel Schumann, Heiner Geißler

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Über Red Skies Over Paradise

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