Who can?

„Das höchste Gebot der Christen ist die Nächstenliebe. | Ich hörte es wieder neulich auf einem christlichen Fest. Die Christen sollen sich um ihre Mitmenschen kümmern, vor allem um die, denen es nicht so gut geht wie uns. Und wem gilt dieses Gebot? Weißen Menschen? Den Menschen die im Umkreis von 5 km sich befinden? Wer ist “der Nächste”? | | Nach dem Fest saßen sie alle zusammen und haben Discounterfleisch vom Grill gegessen. Und ich würde ihnen gerne sagen, dass ich jetzt auch gerne Fleisch essen würde, wenn ich die Tiere nicht so sehr lieben würde. Ich mag Fleisch und der Verzicht fällt mir schwer, aber ich ertrage den Gedanken nicht, dass ein Tier für meine Fleischlust stirbt. Und ich hätte gerne gelächelt und ihnen gesagt, dass ich sonst mit ihnen essen würde. Aber das stimmt nicht. | | Ich war in meinem Kopf so sauer. Wie kann man sich Christ nennen und dann billiges Fleisch vom Supermarkt essen?! Euer tägliches Fleisch kostet mehr als 1,70 Euro. Es kostet Menschenleben. Und das nicht zu wissen, ist keine Entschuldigung. Es ist eine Schande. | | Damit sich jeder von euch Fleischfressern täglich sein Fleisch vom Supermarkt für den günstigsten Preis kaufen kann, müssen unsere Bauern sparen wo sie können. Massentierhaltung. Medikamente. Kurze Aufzucht. Effizientes töten und verarbeiten. Nicht nur, dass die Tiere grausam und brutal misshandelt und getötet werden, oder ihr Antibiotika-resistente Bakterien züchtet, ihr habt Menschenleben auf dem Gewissen. Das Fleisch bzw dessen qualitativ weniger wertvolle Reste, für deren Nachfrag ihr sorgt, wird exportiert; in Massen. Welche Viehzüchter können in Afrika noch überleben, wenn ihr Huhn 2 Euro kostet, jedoch aber die Importierten nur 1 Euro? Bei wem kaufen die sparsamen Afrikaner wohl ein? Der Viehzüchter kann von seinem Geschäft nicht mehr leben. Er verhungert. Ist das nicht Ironie? Oder er flüchtet aus seinem Land. Und ertrinkt im Meer, erleidet auf seinem Boot einen Tod durch verdursten oder wird von der Polizei seines Ziellandes erschossen. Wer will schon ein Haufen arme Immigranten, die dem Sozialsystem auf der Tasche liegen? Und ich rede hier nicht von wenigen oder von ein paar, ich rede von vielen, sehr vielen.“

29.07.2014 | von inmadurez

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
Dieser Beitrag wurde unter RSOPlink abgelegt und mit , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Who can?

  1. S. Meerbothe schreibt:

    Hat dies auf Tüpflischiesser rebloggt und kommentierte:
    Da ist was Wahres dran.
    Bisher schaffe ich es noch nicht, völlig auf Fleisch zu verzichten. Ich freue mich aber über jeden, der mir ein Vorbild ist und bin mir sicher, irgendwann bekomme auch ich das hin.

    Gefällt 1 Person

Kommentare sind geschlossen.