»Im Deutschen lügt man, wenn man höflich ist.«

Johann Wolfgang von Goethe

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»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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10 Antworten zu »Im Deutschen lügt man, wenn man höflich ist.«

  1. nandalya schreibt:

    Höflichkeit muss keine Lüge sein. Mit Höflichkeit gibt du dem Gegenüber Gelegenheit sein Ansehen zu wahren. Das ist die japanische Form.

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  2. SalvaVenia schreibt:

    Höflichkeit ist Höflichkeit und Lüge ist Lüge. Höflichkeit benötigt keine Lüge, sonst ist sie keine Höflichkeit mehr. :)

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  3. wolfgang be schreibt:

    Hat dies auf Marsis Welt rebloggt und kommentierte:
    Wahr gesprochen….

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  4. Christiane schreibt:

    Interessant. Also da würde mich, ehrlich gesagt, mal der Kontext dazu interessieren.

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    • Christiane schreibt:

      Okay, hab es selbst ergoogelt. Nein, ich bin nicht seiner Meinung.
      http://gutenberg.spiegel.de/buch/der-trag-3645/20

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      • »Eine zusammenfassende allgemeine Definition lautet in an Arthur Schopenhauer angelehnter Formulierung: „Höflichkeit ist ein sprachliches oder nichtsprachliches Verhalten, das zum normalen Umgang der Menschen miteinander gehört und den Zweck hat, die Vorzüge eines anderen Menschen indirekt zur Erscheinung zu bringen oder ihn zu schonen, wenn er vielleicht nicht vorzüglich sein will.“ Die zugehörigen Verhaltensformen bezeichnet man – technisch, das heißt nicht moralisch wertend – entweder als negative oder als positive Höflichkeit: „‚negative Höflichkeit‘, die auf Schonung und Entlastung des anderen bedacht ist“, im Gegensatz zur „‚positive[n] Höflichkeit‘, die Sympathie, Aufmerksamkeit und Neugierde für den anderen zeigt.“ Eine solche gerade nicht distanziert-kühle Höflichkeit wird auch als „Herzenshöflichkeit“ bezeichnet (vgl. das Taktgefühl). Der französische Moralist Joseph Joubert sagte dazu: „Für den Menschen ist seine Güte der schönste Schmuck, der ist nicht ausreichend Mensch, wer nicht ausreichend gut erzogen ist.“«
        [https://de.wikipedia.org/wiki/H%C3%B6flichkeit]

        Ich benötige lediglich die Finger einer Hand, um die Menschen aufzuzählen, deren Höflichkeit mir gegenüber authentisch zu nennen wäre.

        Ich bin seiner Meinung.

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        • Christiane schreibt:

          Ah. Ich stelle fest, dass du und ich das Zitat unterschiedlich verstehen/verstanden/ausgelegt haben. Ich komme drauf zurück.

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        • Christiane schreibt:

          Also: Ich möchte deine Schopenhauer-Diskussion nicht führen. Außerdem erschüttert mich dein vorletzter Satz.

          Meine spontane Idee bezog sich auf das „deutsch“: Meint er irgendeinen Konjunktiv, der durch irgendeine verschrobene Form als höflich, aber lügnerisch angesehen werden könnte? Daher meine Frage nach der Quelle. Da das für mich nicht aus dem Kontext hervorgeht (und ich habe keine Lust, mich in Faust II zu vertiefen), glaube ich, dass der Sprecher es als nicht für möglich bezeichnet, dass das Deutsche zu gehobener Ausdrucksweise fähig ist, ohne dabei zu lügen (und verstehe nicht, warum). Denn die Sprache der Gebildeten zu jener Zeit war eher nicht Deutsch sondern Französisch. Deutsch war die Sprache der Armen, der Bauern, der niederen Stände. Oder haben wir diese Zeit schon verlassen?
          Jetzt holen mich allerdings meine mangelhaften Faust- & Goethe-Kenntnisse ein, denn ich weiß nicht, ob meine These haltbar ist, und ich habe, ehrlich gesagt, keine Lust, mich jetzt darum zu kümmern. Dass Goethe einige Sprachen sprach, ist dagegen Fakt.

          Grüße an dich und danke fürs Erinnern per Like. ;-)

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          • Ich lese und interpretiere Zitate immer losgelöst vom Kontext, aus dem sie entstanden sind und lösgelöst vom Autor. Ich versuche, Zitate meiner Lebenswirklichkeit gegenüberzustellen. Vielleicht wäre es dann besser, die Zitierten nicht zu nennen. Dieses Zitat hatte damals sicherlich eine andere Bedeutung, als die, die ich ihm heute gebe. Ich beziehe mich gerne auf Manfred Lütz‘ Buch „Bluff! Die Fälschung der Welt.“, von dem ich anfänglich enttäuscht war, im nachhinein aber begeistert bin. Zu dieser Fälschung der Welt, in der wir leben, gehört auch, neben vielen anderen Dingen, die heuchlerische Höflichkeit und Freundlichkeit in der Menschen einander begegnen. Soweit ich mich erinnere, war es Anke Engelke, die kürzlich im Kölner Treff erzählte, dass sie bestimmten Menschen den Handschlag verweigere. Das ist zwar unhöflich, aber davor ziehe ich den Hut. Da weiß man, woran man ist. :-) LG.

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            • Christiane schreibt:

              Ich suche nur nach dem Kontext, wenn ich es anders nicht verstehe. Goethe verstehe ich ohne Kontext nicht, bzw. bin ich nicht seiner Meinung. Und das, was du beschreibst, ist m. E. etwas ganz anderes und hat mit der Sprache (um die es mir ging) nicht viel zu tun.

              Freundlichkeit empfinde ich auch oft als unecht, da treffen wir uns möglicherweise, Höflichkeit halte ich generell für ein Konstrukt zum reibungsloseren Umgang.
              Anke Engelke mag ich nicht besonders, aber vor derartigen Verhaltensweisen ziehe ich ebenfalls besagten Hut.

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