Wie lange geht das Doppelleben gut?

  • Es gibt keine glatte Lösung für diesen klassischen Konflikt [Geliebte vs. Ehefrau].

  • Das kleinere Übel scheint mir darin zu liegen, dass Christoph aufhört, sich gegenüber Kathrin [Ehefrau] auszuschweigen, was den Verlust der Erotik angeht.

  • Er hat es sich durch sein Verhältnis [mit Jana] noch schwerer gemacht, darauf zu bestehen, dass eine Partnerschaft ein gemeinsames Unternehmen ist und Probleme auch zusammen angegangen werden.

  • Was die Beziehung zu Jana betrifft, nimmt in solchen Phasen der Entscheidungsdruck [Ehefrau oder Geliebte] oft so überhand, dass alle liebevollen Pausen schwinden und es hilfreich ist, sich erst einmal gegen den Entscheidungsdruck zu entscheiden.

  • Wenn Jana einem anderen eine Chance geben will, sollte sie das tun; Christoph müsste klären, warum sie ihm das ankündigt.

12.02.2015 | von Wolfgang Schmidbauer

alles lesen => http://www.zeit.de/zeit-magazin/2015/05/liebe-doppelleben-affaere-konflikt

 

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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9 Antworten zu Wie lange geht das Doppelleben gut?

  1. lebenswanderin schreibt:

    90 % der Beziehungen kranken im Laufe ihres Bestehens an dem wachsenden Mangel der Erotik. Mit Glück kann man darüber reden und Auswege finden, mit Pech hat Beziehungsarbeit für beide (zu) unterschiedlichen Stellenwert.

    Uns allen begegnet irgendwann die Versuchung. Führen wir eine glückliche Beziehung (und damit meine ich nicht die schreckliche Dauer-Harmonie, sondern den gemeinsamen Willen, an der Beziehung zu arbeiten und Lösungen zu finden) bemerken wir die Versuchung vielleicht gar nicht. An uns anderen geht die Versuchung nur vorbei, weil wir den Gewinn und Verlust bei einem Nachgeben abwägen oder weil wir doch noch irgendwo in uns drin ein kleines Feuer der Liebe spüren). Oder aber wir geben der Versuchung nach, weil wir uns von der Illusion verleiten lassen, dass mit einem anderen Menschen alles besser wird, dass wir glücklicher werden, dass wir endlich wieder begehrt werden.

    Dabei vergessen wir, dass auch an der Illusion gearbeitet werden muss, denn sonst landen wir an derselben Stelle wie zuvor, hadern mit uns und sagen: Hätte ich gewusst, dass es mit ihr/ihm genauso endet, hätte ich meine Ehe nicht riskiert / aufgegeben.

    Wir können noch so oft vor uns hinmurmeln: „Das mit ihr ist nur Sex. Mehr nicht. Ein Dessert nach dem Essen. Die Leichtigkeit in meinem Leben, das sonst so schwer und anstrengend ist.“ Am Ende ist es für einen der beiden Beteiligten dann doch immer etwas anderes, als Anfangs geplant.

    Wir wollen das Gefühl des Neuen, Aufregenden, aber die Sicherheit des Alten und Bekannten. Und betrügen uns dabei selbst….

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    • Etwas Neues kann nur wirklich beginnen, wenn das Alte beendet ist.

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      • Lebenswanderin schreibt:

        Genau dieses meinte ich mit Selbstbetrug. Alles Neues verliert an Wertigkeit, wenn das Alte noch an einem klebt. Als Teenager gehen wir durch Krisen, weil wir kein Fisch mehr sind, aber auch noch nicht ganz Fleisch. Als Erwachsener begeben wir uns dann seltsamerweise in so halbausgegorene Situationen.

        Wir alle stehen immer und immer wieder vor Weggabelungen und keiner von uns ist gefeit davor, eine Dummheit zu begehen. Aber wir dürfen nicht verlangen, dass Andere unsere Entscheidungen oder begangenen Dummheiten ohne Wenn und Aber mittragen. Wer keine Entscheidung trifft, über den wird entschieden.

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  2. lebensfilm schreibt:

    Wenn Entscheidungsdruck kommt dann ging es einfach zulange so …eine gute Geliebte steigt irgendwann aus um nicht kaputtzugehen… Sie sollte nicht nur androhen, sondern es auch tun, gehen oder einen anderen nehmen und den Ehemann schön mit seiner Frau den zugrundeliegenden Konflikt austragen lassen…wenn er die Eier in seiner Hose dazu hat

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  3. nandalya schreibt:

    Es gibt eine glatte Lösung: Die Ehefrau sollte auch die Geliebte sein. Einfach, oder nicht?

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  4. Christiane schreibt:

    Abgesehen davon, dass das mein Lieblings-Aufreger ist:
    1. Der Link ist nicht korrekt.
    2. Ich sehe deinen Text knapp so groß wie die Überschrift, dafür fett, mit unverhältnismäßig großen Leerräumen. Ich finde das rein optisch, ehrlich gesagt, ziemlich scheußlich, und ärgere mich schon länger darüber. Ich vermute zwar, dass die Formatierung für unnummerierte Listen da Mist macht, aber – vielleicht hast du das gewollt?

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  5. melcoupar schreibt:

    Ein so weites Thema …

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