Warum nicht alle Charlie sind – Hintergrund der Anschläge ist eine zerstörerische neoliberale Politik der Ausgrenzung

  • »[…] Anschläge wie der in Paris, seien sie scheinbar religiös motiviert oder nicht, haben auch ihre Wurzeln in einer zerstörerischen neoliberalen Politik der Ausgrenzung, Ausbeutung und Vernichtung fundamentaler Lebensgrundlagen und sozialer Sicherungssysteme weltweit. Die derzeitige Politik macht Lebensverhältnisse extrem und zerstörerisch und in ihrer Konsequenz auch die Menschen, die mit ihnen leben.
  • Die Suche nach Hintergründen und Erklärungsansätzen entbindet niemals von der individuellen Verantwortung der Täter für eine solche Tat. Sinnvolle Konsequenzen können aber nur aus der grundlegenden Auseinandersetzung mit den Ursachen gezogen werden und nur so zu einem wirkungsvollen und dauerhaft tragbaren Ergebnis und letztlich zu dauerhafter Prävention und Aussöhnung führen.
  • Hiervon ist jedoch eine auf Gewinner und Verlierer aufbauende neoliberale Politik, die auf Gewalt mit noch mehr Gewalt reagiert und sich vor einer ehrlichen Reflexion drückt, weit entfernt.
  • Weder durch politische Repressionen noch durch polizeiliche Mittel, sondern nur in einer Welt, in der Menschen echte Chancen auf ein gutes Leben haben, werden nicht nur in Europa, sondern weltweit gewaltsame Konflikte und Anschläge zu verhindern sein. Dafür braucht es jedoch einen Perspektivenwechsel, denn Wirtschaft und Sozialpolitik gehen seit langem an den Problemen und der Situation der Menschen vorbei.
  • Die Angela Merkels, Francois Hollandes und Barack Obamas haben mit ihrer Politik den schrankenlosen Kapitalismus gefördert – eine Politik, die Charlie Hebdo kompromisslos kritisiert hat. Jetzt erheben sie reflexartig den gewohnten Ruf nach mehr Kontrolle, härteren Strafgesetzen und so weiter.
  • Wir empfinden aufrichtig mit den Opfern dieses Attentats in Paris und sind als Attac solidarisch. Doch in eine Reihe mit den Urhebern und Akteuren einer zutiefst unmenschlichen neoliberalen Politik stellen wir uns nicht.«

16.01.2015 | von attac

alles lesen => http://www.attac.de/index.php?id=394&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=7965

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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2 Antworten zu Warum nicht alle Charlie sind – Hintergrund der Anschläge ist eine zerstörerische neoliberale Politik der Ausgrenzung

  1. saf schreibt:

    Ich bin nicht Charlie

    Die meisten Demonstranten hatten bis dato noch nie etwas von der Satirezeitschrift Charlie Hebdo gehört. Die Demonstration war beliebig, losgelöst von dem ursächlichen Problem, nämlich dem Islam, und kann jederzeit an einem anderen Ort, in einem anderen Land, unter einem anderen Anlass stattfinden. Die schon jahrelang anhaltende mediale, ideologische Umerziehung und Manipulation der Bürger funktioniert also. Pressefreiheit dient der ideologischen Umerziehung, und Meinungsfreiheit bedeutet, Transparente in die Höhe zu halten mit der Aufschrift „Je suis Charlie“, die vorher kostenlos von den Werbestrategen verteilt wurden. Kaum einer wusste oder weiß, dass die jüdische Familie Rothschild der Financier dieser Zeitung ist und weltweit dafür sorgt, dass Bevölkerungsgruppen gegeneinander aufgehetzt werden. Sie sind an vielen Unruheherden auf der Welt beteiligt und verdienen prächtig an ihren eingefädelten Auseinandersetzungen.

    http://goo.gl/G0XIGg

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  2. lebensfilm schreibt:

    Unglaublich komplizierte und komplexe Angelegenheit….

    Gefällt 2 Personen

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