Der geistigen Brandstiftung folgen brennende Leiber.

»Einmalige Abschreckung
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Die Zahl gewalttätiger Angriffe auf Flüchtlinge und auf Unterkünfte von Flüchtlingen steigt in Deutschland dramatisch an.
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wurde im vergangenen Jahr fast jeden zweiten Tag ein Angriff auf eine Flüchtlingsunterkunft verübt; im Abstand von durchschnittlich nur zehn Tagen kam es zu einer Brandstiftung. Experten konstatieren einen Zusammenhang zwischen der politischen Stimmungsmache des Berliner Establishments gegen Flüchtlinge auf der einen und der Gewaltzunahme auf der anderen Seite – eine Erkenntnis, die sich bereits aus den mörderischen Pogromen gegen Flüchtlinge zu Beginn der 1990er Jahre ergab.
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Die zunehmenden Angriffe gehen mit wachsender Gewalt seitens des staatlich beauftragten Wach- und Versorgungspersonals in Flüchtlingsunterkünften einher. Auf christliche Aktivisten, die von Abschiebung bedrohten Flüchtlingen in Härtefällen Kirchenasyl gewähren, reagiert die Bundesregierung mit ungewöhnlich harschen Attacken.
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Tatsächlich fällt die erste Verdoppelung der Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte im Jahr 2013 in eine Zeit, in der die Berliner Regierung einen angeblichen „Missbrauch des Freizügigkeitsrechts“ in der EU öffentlich anprangerte und scharfe Maßnahmen gegen die Einreise vor allem von Roma aus Südosteuropa ergriff
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Die „menschenfeindliche Stimmung … motiviert gewaltbereite Personen und Gruppen und wird als Norm wahrgenommen oder herangezogen“
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Über die teilweise katastrophalen hygienischen Bedingungen in den Unterkünften beklagen sich Flüchtlinge und ihre Unterstützer seit vielen Jahren.
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Die damalige Leiterin der Europa-Sektion des UN-Flüchtlingshilfswerks kommentierte dies 1983 in einem internen Bericht mit dem Urteil, die Bundesrepublik habe in „Europa einmalige Abschreckungsmaßnahmen gegen Asylsuchende“ etabliert. Lothar Späth (CDU) ließ sich mit den Worten zitieren: „Die Buschtrommeln werden in Afrika signalisieren: Kommt nicht nach Baden-Württemberg, da müsst ihr ins Lager.“
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die Organisatoren berufen sich gewöhnlich darauf, der Staat komme seiner Pflicht, Flüchtlinge vor existenzieller Verfolgung zu schützen, nicht nach, weshalb eine eigenständige Intervention aus humanitärer Überzeugung nötig sei. Wie berichtet wird, ist die Zahl der Menschen, die in Kirchenasyl genommen wurden, von rund 70 im Jahr 2011 auf derzeit rund 500 gestiegen.
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Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat bereits letzte Woche erklärt: „Als Verfassungsminister lehne ich das Kirchenasyl prinzipiell und fundamental ab.“ Am Wochenende hat er das individuelle Gewähren von Zuflucht nun mit Versuchen von Salafisten verglichen, ihre Interpretation der Scharia gegen geltendes Recht durchzusetzen. „Die Scharia ist auch eine Art Gesetz für Muslime“, erklärte de Maizière in einem Interview, „sie kann aber in keinem Fall über deutschen Gesetzen stehen“. Mit dem Kirchenasyl verhalte es sich ebenso.«

11.02.2015 | von german-foreign-policy.com

alles lesen => http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59052

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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