»Erziehung ist Beispiel und Liebe – sonst nichts.«

»Papst Franziskus und die „Watschn“
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Seine Kinder zu schlagen, um sie zu erziehen, geht aus Sicht des Kirchenführers in Ordnung
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„Diese Aussage billigt Gewalt gegen Personen, die einen Religionsstifter beleidigen.“
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„Manche Menschen glauben – entschuldigen Sie den Ausdruck -, um gute Katholiken zu sein, müssen wir sein wie Karnickel“
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„Ich schlage meine Kinder manchmal ein bisschen, aber nie ins Gesicht, damit ich sie nicht demütige.“
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„Er muss sie bestrafen, aber tut es gerecht und geht dann weiter.“
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hier geht es doch um mehr, nämlich um die päpstliche Ermunterung für ein Erziehungsprinzip, das mit der Würde des Kindes auf keinem guten Fuß steht.
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Bis jetzt gibt es keine nachweisbare Bestätigung dafür, dass eine, wenn auch leichte, körperliche Bestrafung Kindern irgendetwas beigebracht hätte. Dem stehen aber Abgründe gegenüber, die sich, was Menschenbild und Erziehungsvorstellungen betrifft, bei jenen auftun, die von „leichter körperlicher Züchtigung“ als probates Mittel für eine gute Erziehung sprechen.
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Wortmeldungen […] lassen erahnen, dass Franziskus‘ prinzipielle Unterstützung für Erziehung, die auf Strafen setzt und auch körperliche Strafen erlaubt, leicht auch auf andere Watschn ausgedehnt werden könnte.«

06.02.2015 | von Thomas Pany

Neugierde geweckt? Alles lesen => http://www.heise.de/tp/artikel/44/44070/1.html

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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6 Antworten zu »Erziehung ist Beispiel und Liebe – sonst nichts.«

  1. nandalya schreibt:

    Wenn Vertreter der Kirchen von Erziehung sprechen, wird mir regelmäßig schlecht. Wobei genau dieser Papst ein Hoffnungsträger für die Katholiken sein kann. Wenn er sich nur endlich traut. Aber das ist ein anderes Thema.

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  2. S. Meerbothe schreibt:

    Meine Tante, die ich für sehr weise erachtete sagte:“Man kann einen Jeck in ein Kind hinein aber niemals hinaus prügeln. Und mit verlaub, sie hatte recht. Ihre Kinder sind ALLE drei ohne Schläge aufgewachsen (es sei dazu gesagt, sie starb letztes Jahr mit 92) und keines sorgt für „schlechte Schwingungen“.
    Es ist mir völlig wurscht, wer so etwas sagt. Gewalt führt zu nichts Gutem. Nie.

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    • Dies hat der Gesetzgeber zurecht erkannt und Kindern folgendes Recht zugesprochen: „Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung“, so § 1631 Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Sollte die Hand dennoch ausrutschen, macht sich der Schlagende wegen Körperverletzung strafbar. In meiner Kommune wird dem konsequent nachgegangen. Erfährt beispielsweise das Jugendamt von einer ausrutschenden Hand, wird der Schlagende unangekündigt zuhause aufgesucht und zur Rede gestellt. Mit dem Kind wird unter Ausschluss des Schlagenden gesprochen. Das Jugendamt prüft eine Inobhutnahme des Kindes. Somit gilt ein absolutes Verbot von Gewalt an Kindern. Neue Studien kommen zu dem Schluss, dass auch das Anschreien von Kindern der körperlichen Gewalt in seiner Auswirkung gleichzusetzen ist [http://www.heise.de/tp/artikel/39/39838/1.html]. Jedes Jahr werden in Deutschland 160 Kinder durch körperliche Gewalt getötet – mindestens [http://www.heise.de/tp/artikel/40/40936/1.html]. Kinder sind Schutzbefohlene. Schutzbefohlene sind zu schützen. Körperverletzung und Verletzung des Selbstwertgefühls sind das Gegenteil.

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      • S. Meerbothe schreibt:

        Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass Anschreien, sowie“Liebesentzug durch Missachtung“ ebenso schadhaft ist, wie physische Gewalt. Es hat ewig gedauert, mir ein passables Selbstwertgefühl zu erarbeiten. Ab und an krankt es immer noch an alten Wunden.

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  3. Es kommt hier nicht darauf an, wer es sagt, sondern dass es gesagt wird. In der Öffentlichkeit für die Öffentlichkeit. Im Bewusstsein, ein Vorbild zu sein.

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  4. Christiane schreibt:

    So fragwürdig ich diese Aussage finde: speziell der Papst kann nichts sagen, was nicht irgendwem auf die Füße tritt.
    Schon Pech, wenn man als Mensch für unfehlbar gelten muss. Und jetzt sag bitte nicht, dass er sich diesen Job ja ausgesucht hat.

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