Rekonstruktion.

»Die Attentate von Paris haben zu einer Fülle teilweise kruder Spekulationen im Internet geführt. Sie stützen sich vor allem auf das rare Bildmaterial in Form einiger Videos, sowie auf Zeugenaussagen, die in den Medien zitiert wurden. Andreas von Westphalen hat für Hintergrund nicht nur die vorhandenen Informationen sorgfältig zusammengetragen, analysiert und auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft, er war auch vor Ort und hat das vorhandene Bildmaterial und die Zeugenaussagen mit den Gegebenheiten im 11. Pariser Arrondissement abgeglichen. Sein Fazit: Abseits aller Spekulationen gibt es wichtige offene Fragen, die umgehend untersucht und beantwortet werden müssen.

Am 7. Januar wird die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris Ziel eines Anschlages. Zwölf Menschen sterben, elf werden zum Teil schwer verletzt. Seit dem Bombenanschlag auf den Schnellzug Straßburg–Paris im Jahr 1961 durch die militärische Untergrundorganisation OAS (Organisation de l’armée secrète) ist dies der verheerendste Anschlag auf französischem Boden.

Ziel dieses Artikels ist eine detaillierte Rekonstruktion der Ereignisse des 7. Januars, um dem Leser in der Flut der Informationen die Möglichkeit zu geben, einen genauen Überblick über die sehr komplexen Ereignisse zu gewinnen. Diese Komplexität ist sicherlich auch ein Grund, weshalb rund 20 Prozent der jungen Franzosen der Meinung sind, dass sich die Ereignisse dieses Tages anders zugetragen haben, als sie offiziell dargestellt werden – sie gehen von einem Komplott aus.(1) Bereits am Tag des Anschlages erschienen die ersten Videos im Internet, die massive Zweifel an der offiziellen Darstellung anmelden.(2)

Schritt für Schritt geht diese Rekonstruktion die Ereignisse des Tages durch, die möglichst präzise dargestellt werden sollen. Dabei werden fast ausschließlich französische Quellen benutzt, da einige wichtige Zeugen und entscheidende Details nur in den französischen Medien erwähnt sind. Wenn ein Punkt in der Rekonstruktion nicht eindeutig zu klären ist, werden die widersprüchlichen Aussagen dargestellt und nicht der Stringenz des Ablaufs geopfert. Ziel ist es, jene Fragen herauszukristallisieren, die noch offen sind und einer Klärung bedürfen. Dass gut drei Wochen nach dem Anschlag noch Punkte ungeklärt und einige Beweise noch nicht veröffentlicht sind, da die offizielle Untersuchung noch andauert, ist nachvollziehbar. Qualität und Glaubwürdigkeit dieser Untersuchung wird sich aber daran messen lassen müssen, ob sie zur Klärung der offenen Fragen beiträgt: http://www.hintergrund.de/201501303406/globales/terrorismus/der-anschlag-auf-charlie-hebdo-versuch-einer-rekonstruktion.html«

31.01.2015 | von ANDREAS VON WESTPHALEN

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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2 Antworten zu Rekonstruktion.

  1. nandalya schreibt:

    Kennst du das Video mit dem „Kopfschuss?“ Genau hinschauen. Die Kugel eines Sturmgewehrs trifft einen Kopf mit 710 m/s. Durchschlägt ihn (angeblich). Und nichts passiert? Ach ja doch: die Staubwolke auf dem Boden. Wo bitte ist das Projektil?

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    • Ein investigativer Journalist (das sind solche, die den Beruf gelernt haben, neugierig sind, die Erkenntnisse aufschreiben möchten, die sie gewonnen haben und die von den Mainstream-Medien keine Aufträge mehr bekommen) schrieb anlässlich seiner damaligen Recherchen zu den sogenannten Sauerland-Terroristen, dass hinter jedem mutmaßlichen Attentäter ein Führungsoffizier eines Nachrichtendienstes steht. Die Fälschung der Welt hat ein ein nicht vorweggedachtes Ausmaß angenommen.

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