Massentierhaltungswahnsinn.

»Das Wohlergehen der Kühe steht in den modernen Ställen zunehmend im Hintergrund. Um sich auf dem hart umkämpften Milch- und Fleischmarkt behaupten zu können, investieren die Bauern in immer größere Betriebe.
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Heut geht es vielmehr um Absätze und beschleunigte Produktionsprozesse.
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Zum Beispiel befriedigen wir heute die globale Nachfrage nach Milch vor allem durch mehr Kühe. Auf diesem Weg werden wir 40 Millionen mehr Milchkühe brauchen, um die Nachfrage der Verbraucher für Milchprodukte im Jahr 2050 zu erfüllen.
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Laut einer Berichterstattung vom ARD – Doping für Turbokühe, wird, um den bereits oben genannten Krankheiten vorzubeugen und um die Milchproduktion zu steigern, vorsorglich auch gesunden Kühen diese Arznei verabreicht.
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Nach einem wissenschaftlichen Gutachten […] über die allgemeinen Auswirkungen landwirtschaftlicher Betriebssysteme sind die Krankheiten von Milchkühen in erster Linie eine Folge fehlenden Wohlbefindens.
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Hochleistungs- bzw. Turbokühe. Durch diesen Erfolg der Forschung hat sich die Jahresmilchmenge seit 1960 zwar mehr als verdoppelt, gleichzeitig stellen Veterinäre jedoch immer mehr Erkrankungen bei den Tieren fest. Kritische Tierärzte sprechen in diesem Zusammenhang inzwischen von „Qualzucht“. Den Tieren würden Leistungen abverlangt, die sie auf Dauer nicht erbringen könnten.
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Tatsächlich geht in jedem Jahr rund ein Viertel des gesamten deutschen Bestandes in den Schlachthof, weil die Tiere vor allem krank, nicht mehr leistungsfähig und ausgepowert sind. Der Hauptgrund für das Leiden in Deutschlands Ställen: Kühe sollen immer höhere Mengen Milch liefern. Deshalb wurden die Tiere über die vergangenen Jahrzehnte hinweg züchterisch verändert und so mit Kraftfutter versorgt, dass sie in der Lage sind, ein Vielfaches an Milch zu produzieren als noch vor Jahren.
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Nicht nur seine Tiere seien krank, es gehe hier um ein Grundproblem in Deutschlands Kuhbeständen. Viele Tiere würden heute nicht mehr älter als 5,5 Jahre im Durchschnitt. Sie würden gerade noch zwei Geburten überstehen.
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Die industrielle Milchproduktion muss auf Hochtouren laufen, um unserem unersättlichen Milchkonsum nachzukommen. So helfen die Züchter mit zweckmäßig gezüchteten Rassen nach, die bis zu 50 Liter und mehr am Tag produzieren. Diese Höchstleistung der Milchproduktion führt zu zahlreichen Erkrankungen bei den Tieren. Die Milchkühe sind nach einigen Jahren körperlich nicht mehr in der Lage, ihre Milchproduktion aufrecht zu erhalten und sind somit nicht mehr rentabel.
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Da Kühe nur so viel Milch geben, wie sie zur Ernährung ihrer Kälber benötigen, das sind etwa acht Liter am Tag, und zudem nur dann Milch produzieren, wenn sie ein Kalb geboren haben, werden sie jährlich künstlich befruchtet, um eine gute Milchproduktion zu garantieren. Auch während der neunmonatigen Schwangerschaft werden die Kühe gemolken
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Die Bindung zwischen einer Kuh und ihrem neugeborenen Kalb ist sehr stark, die Mutterkuh kümmert sich intensiv um ihr Neugeborenes. Jedoch werden nicht nur in der Massentierhaltung die Kälber nach der Geburt von der Mutter getrennt, sie werden mit Milchersatzprodukten weiter genährt und wachsen zu Milchkühen heran, die männlichen Tiere kommen in die Kälber- oder die Rindermast.
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Ausgelaugte Kühe enden krank im Schlachthof, nachdem sie gerade zweimal gekalbt haben.
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Und wenn wir uns beim Genuss unseres täglichen Joghurts vorstellen, dass der Joghurt von einer glücklichen Kuh stammt, die auf einer grünen Weide steht und ebenso genüsslich Gras genießt, dann schmeckt er uns noch besser.
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Uns schmecken Milch, Käse und Fleisch. Die meisten Menschen wollen nicht darauf verzichten.
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Das Leiden der deutschen Turbokühe
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Verheizt für billige Milch«

20.07.2015 | von Netzfrauen

alles lesen => http://netzfrauen.org/2015/07/20/verheizt-fuer-billige-milch-das-leiden-der-deutschen-turbokuehe/

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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