»das Äußerste, was ein Mensch geben kann«»das Leben, das eigene Leben«

»Auf seine rhetorische Lieblingslegosteine ›Freiheit‹ und ›Verantwortung‹ verzichtete Gauck selbstverständlich zwar nicht, aber bei diesem Auftritt [Anm.: vor der Führungsakademie der Bundeswehr 2012] führte er so pathetisch wie brutal aus, was genau er damit meint. Die höchste Stufe seiner Freiheit-und-Verantwortungs-Existenz erreicht der Mensch laut Gauck, wenn er ›das Äußerste, was ein Mensch geben kann‹, dann auch hergibt: ›das Leben, das eigene Leben‹.
Ob die anwesenden Soldaten Gaucks Begeisterung für den ihnen zackzack zugedachten Heldentod teilten, ist nicht überliefert. Der Bundespräsident zeigte sich geradezu verknallt in ›deutsche Gefallene‹, die ›für unsere glücksüchtige Gesellschaft schwer zu ertragen‹ seien. Tote stehen Gauck offenbar weit näher als Lebende, die er für krank erklärt, für suchtkrank nach Glück.
Gauck ließ keinen Zweifel daran, dass er sich auf Soldatenbegräbnisse freut, und keiner seiner Gastgeber war unhöflich genug, daraufhin von der Dienstwaffe Gebrauch zu machen. Der nekrophile Pastor macht nun mal so gern staatsmännische Figur beim Sprechen, und Soldaten lassen sich eben nicht nur mit Sold bestechen, sondern auch mit der Lüge von ihrem ehrenvollen Tod.«

25.11.2014 | von Wiglaf Droste, »Die Würde des Menschen ist ein Konjunktiv«

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