Cui bono?

»Demonstrativ wird mitgeteilt, dass trotz aller Bedrohungen genau so weiter gemacht werden soll wie bisher. Also das Klima schädigen, Rohstoffe verschwenden, ganze Weltregionen der Zerstörung und dem Zerfall überlassen.
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Dahinter verbirgt sich ein Wohlstandschauvinismus, der sich mit dem offenen Rassismus der sich über soziale Medien vernetzenden Stammtische eigentümlich verbindet.
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Der ominöse Begriff „Leitkultur“ macht wieder die Runde. Und das just in dem Moment, da zentrale Elemente dessen, was sie ausmachen soll zur Disposition gestellt werden: Toleranz, Liberalität, Offenheit, Rechtsstaatlichkeit.
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Und wenn Krieg herrscht, ist Gemeinschaft verlangt.
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Ungeachtet der sich allgemein verstärkenden sozialen Gegensätze und Verwerfungen sind Zusammenstehen und die Verteidigung „unserer Werte“ gegen die Barbaren das Gebot der Stunde.
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Die Nation hat wieder Konjunktur und der Nationalismus kleidet sich in ein europäisches Gewand.
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Die Medienverlautbarungen erinnern bisweilen durchaus an Frontberichterstattung.
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Die türkische Regierung, die angesichts der „Flüchtlingskrise“ wieder zum geschätzten Partner avanciert ist, ließ Journalisten verhaften, die von Waffentransporten an diese Terrororganisation berichtet hatten.
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Und für die ohnehin sich im Aufwind befindenden rechtspopulistischen Parteien und ihre Anhänger sind die Anschläge ein gefundenes Fressen. Eine Verbindung zu den Flüchtlingen herzustellen bleibt nicht ihnen allein überlassen, sondern geistert auch in den Äußerungen etablierter Politiker herum. Selbst EU-Ratspräsident Tusk hält die Flüchtlinge für ein Sicherheitsrisiko.
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Die skandalgeschüttelten Geheimdienste haben wieder Oberwasser
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Nach Paris haben sich die Medien mit Brennpunkten und ähnlichen Aufregern fast überschlagen. Einen besonderen Informationsgehalt hatten diese nicht, erzeugten aber Stimmungen.«

18.12.2015 | von Joachim Hirsch

alles lesen => http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/009554.html | http://www.links-netz.de/K_texte/K_hirsch_paris.html

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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