Tango fatale

Machen wir uns nichts vor. Wir sind und bleiben […] Egoisten. Entweder schlaue Egoisten, die wissen, was sie wollen (und wer sie überhaupt sind), oder doofe Egoisten, die zwar auch etwas wollen, aber nicht wissen, wer dieses Ego überhaupt ist und was es wieso will. So oder so: Wir alle wollen uns gut fühlen oder sogar besser, unsere zwei einzigen Motive sind schlicht und heißen Vermeidung (von Unschönem) und Verlangen (nach Schönem). Und so wollen wir auch aus einer Beziehung, irgendeinen Glücksgewinn ziehen. Treffen nun zwei von uns Egoisten aufeinander, deren Strickmuster sich ergänzen, führt das zu durchaus schönen und sogar romantischen Ergebnissen. …

Du willst geliebt werden. Egal, wie viel Zuneigung du erfährst, nie wird deine Sehnsucht ganz gestillt […]. Sich selbst zu lieben (nicht zu vergöttern) ist Voraussetzung für ein erfülltes Leben. Denn nur, wenn du dich selbst liebst, mit deinen irren Macken (die du erst mal kennen musst), wirst du in der Lage sein, einen anderen zu erkennen und zu lieben, wie er ist – und nur so wird dieser andere eine Chance haben, dich zu lieben, nicht irgendwen, für den ihr beide dich haltet.

Sven Böttcher | Quintessenzen -Überlebenskunst für Anfänger-

Du brauchst mir nicht zu sagen
Was ich schon lange weiß
Mit Fassung werde ich es tragen
Und hier kommt der Beweis
Ich sehe dir in die Augen
Ich stehe auf weichen Knien
Und eins mußt du mir glauben
Deinen Blick vergesse ich nie

Anna Depenbusch | Tango

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4 Gedanken zu “Tango fatale

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