»Systeme, die sich überlebt haben«

»… Aber der Westen hat kein Recht auf unantastbaren Bestand mehr. Er erntet nun, was er gesät hat. Muss Menschen auffangen, die flüchten, weil sie Opfer westlicher Konzernpolitik sind, Opfer des industriestaatlich forcierten Klimawandels, Opfer europäischer Subventionspolitik. Muss Terror hinnehmen, weil der Widerstand gegen westliche Platzhirschpolitik anschwillt und man nicht mehr still hinnimmt und nur in eigenen Gefilden Guerillataktiken anwendet, sondern die entzündete Gewalt auch in die Metropolen der Unterdrücker trägt.

Das alles geschieht und es geht weiter wie eh und je. Noch mehr Bomben, noch mehr tote Zivilisten. Was für eine Zukunft gibt das? Klar, alles hat Zukunft. Selbst der Apfel in der Schale, den keiner anlangt. Er wird runzelig, bräunlich, dann braun, bis er ganz weich und glitschig wird und einen grauen Pelz bekommt. Auch das Weitermachen wie bisher hat eine Zukunft. Aber es ist keine menschenfreundliche, keine lebenswerte Zukunft. Wir enden in Polizeistaaten, geben Bürgerrechte preis, bewahren uns unsere »Art zu leben« weiter, indem wir unterdrücken und Widerstand in den Ländern, die wir schröpfen, weiter als Auswuchs krimineller Banden oder ideologischer Verbohrtheit wahrnehmen, statt zu überdenken, ob das nicht Rebellion gegen uns Wohlständige am anderen Ende der Welt ist. Der Islam ist für diese radikalisierten Widerständigen nur der Überbau.
… | …
Beim ersten Terrorakt auf deutschen Boden kommt der Ausnahmezustand. Sie werden ihn verlängern und künstlich nähren. Dann kommen sie in die Wohnungen von Terrorverdächtigen. Sie werden ohne richterlichen Beschluss eindringen. Zur unmöglichen Zeit. Brutal anrücken, Handgelenke verdrehen, Schultern auskugeln und Sachen beschädigen. Und wenn dann einer querdenkt, nicht den üblichen Verurteilungs- und Betroffenheitssermon absondert, sondern so wie ich anklingen lässt, dass es hausgemacht ist, nachvollziehbar, wenngleich natürlich nicht lobenswert, dann werden sie auch so einen besuchen. Mich auf den Boden drücken, meinen Laptop an sich reißen, Schränke durchwühlen und mich mundtot machen und behaupten, dass ich nicht nur ein »Terroristenversteher« war, sondern ein geistiger Brandstifter.

Sie haben Angst, weil sie ihre nett geplante Zukunft nie endender Ausbeutung in Gefahr sehen. So reagieren Systeme, die sich überlebt haben…«

Roberto De Lapuente [1] | AD SINISTRAM | 22.12.2015 | Ohne Zukunft | http://ad-sinistram.blogspot.de/2015/12/ohne-zukunft.html

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2 Antworten zu »Systeme, die sich überlebt haben«

  1. nandalya schreibt:

    Stimmen wie diese werden von Extremen und Etablierten ignoriert und der Lächerlichkeit preisgegeben. Dabei ist alles längst geplant. Quer gedacht: die nicht vorhandenen Einsatzkräfte z. B. in Köln zum Jahreswechsel. So kann man Zwischenfälle tolerieren. Um dann im Wiederholungsfall brutal zuzuschlagen.

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  2. Dao Humanyu schreibt:

    Waffenschmiede, Finanzbangster, Salbaderpolitiker und sonstiges Gesindel, das sind die wahren Verbrecher!

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