Alles andere wäre Selbstbetrug.

»Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.«

Vaclav Havel

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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12 Antworten zu Alles andere wäre Selbstbetrug.

  1. kittygirl1988 schreibt:

    Oh wie wahr gesprochen. :)
    Wenn man also hoffnungslos ist – hält man es dann für sinnlos?
    Wenn man etwas für sinnlos hält – warum auch immer man es dann überhaupt tut – hat man dann die Hoffnung schon verloren?
    Hmm…

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    • Geht es darum, was man selbst tut oder geht es darum, was einem zustößt, was mit einem geschieht? In einer an und für sich hoffnungslosen Situation, den nahen Tod vor Augen, die Gewissheit zu haben, dass das eigene Leid, einen Sinn hat, auch wenn am Ende tatsächlich der eigene Tod steht, lässt einen sein Schicksal annehmen und würdevoll das Kommende ertragen.

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      • kittygirl1988 schreibt:

        Wenn man nicht in so einer Situation ist, ist es natürlich schwer, darüber zu spekulieren, ob man wirklich das Schicksal annehmen kann. Ich glaube nicht, dass ich das so einfach könnte… und wieviele Situationen gibt es, wo der eigene Tod einen Sinn hat?
        Ist und kann Sterben wirklich würdevoll sein?

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        • Ob Sterben würdevoll sein kann, weiß ich auch nicht. Ich meinte auch nicht das Sterben, sondern das ungewisse Kommende würdevoll ertragen. Was am Ende steht, ist dabei offen. Viele Leidensgeschichten mit Todesfolgen haben nachfolgende Generationen tief beeindruckt. Und dann hat das Leiden und der Tod des Einzelnen einen Sinn gehabt. | Viele Holocaust-Überlebende haben durch die Hoffnung im oben genannten Sinne und durch die Gewissheit, dass das alles einen Sinn hat, ertragen, erleiden, überleben können.

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          • kittygirl1988 schreibt:

            Möglich – bei den Überlebenden.
            Aber der Tod ist für den Verstorbenen leider nur das Ende vom Leben – egal, wie beeindruckt die anderen sind. Manchmal empfinde ich das als kurios. Wieviele tolle Maler sind zeitlebens bettelarm und wenn sie gestorben sind, werden sie zu hohen Künstlern erhoben und die Gemälde alle sehr wertvoll. Warum nicht zu deren Lebzeiten?? Oder die verstorbenen Soldaten? Die bekommen vielleicht nachträglich nach dem Tod die Ehre erwiesen, aber sie haben nichts davon. Und ich denke, die Familie hätte lieber den Soldaten als Mensch zurück.
            Schwieriges Thema finde ich.

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            • Der Tod gehört zu unserem Leben dazu. Wir dürfen das nicht verdrängen.

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              • kittygirl1988 schreibt:

                Der Tod selbst ist auch nicht schlimm. Nur die Minuten oder Sekunden (vielleicht auch manchmal mehr Zeit) davor sind schlimm. Und davor – ich gebe es zu – habe ich schon Angst.

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                • Aus heutiger Sicht habe ich keine Angst vor dem Tod. Ich nenne es Lampenfieber. Wie vor etwas, dessen Verlauf ungewiss ist. Die Schauspielerin Suzanne von Borsody hat im Kölner Treff vom Tod ihrer Mutter Rosemarie Fendel erzählt. Davon, dass Rosemarie Fendel vor dem Tod keine Angst hatte und als sie merkte, dass er eintrat, richtete sie sich im Bett auf, öffnete die Arme, sagte (sinngemäß), da bist du ja, legte sich wieder hin und war tot.

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                  • kittygirl1988 schreibt:

                    Ich bekomme grad Gänsehaut.
                    Puh. Ok, also wenn man den Tod so mit offenen Armen empfangen kann (wird noch mehr mit der Gänsehaut), das ist wirklich toll.
                    Google sagt, sie ist immerhin 85 geworden und nach kurzer schwerer Krankheit gestorben. Vielleicht war es dann eine Erleichterung für sie?

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                    • Ich glaube nicht an den Tod als Erlösung. Unser Leben ist unser Weg in den Tod. Ich bin mir bewusst, dass ich jede Sekunde tot umfallen kann. Was mir dabei (noch) nicht gelingt, aber erstrebenswert ist, dass ich mit mir, den Menschen, die mir nahe sind und meinem Leben im Reinen bin. Deshalb wäre der Tod für mich heute tragisch. Frei sind wir (u. a.) dann, wenn wir loslassen können.

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                    • kittygirl1988 schreibt:

                      Naja, nach dem Tod hat man halt die Schmerzen etc. hinter sich, das meinte ich mit Erlösung. Wobei ich ja gern an die Wiedergeburt glaube. :)
                      Mein Tod würde mir heute auch nicht gut passen, wobei ich zugebe, dass ich manches Mal schon so weit war, dass ich nicht mehr so gern weiterleben wollte. Aber ich bin froh, dass ich bisher immernoch da bin. :)

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                    • Wir wissen nicht, ob und was nach dem hiesigen Tod kommt. Eine Todessehnsucht (aus welchem Grund auch immer) ist mir fremd. Ein Todeswunsch aus Verzweiflung oder Scham kann ich mir vorstellen und ist keine Lösung für mich. Es gibt für alles bessere Lösungen als der Tod. (-:

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