»Der Glaube, es gebe nur die Wirklichkeit, die man selbst wahrnimmt, ist „die gefährlichste Selbsttäuschung“.«

»… Missverständnisse sind im Leben unvermeidlich, ob es nun um die langweiligsten Situationen unseres Alltags, um die Anbahnung romantischer Momente oder um das Austragen zwischenmenschlicher Konflikte geht. Wer indessen glaubt, er könnte der Störanfälligkeit des Miteinander-Sprechens entkommen, indem er stattdessen gar nichts sagt, sitzt nur noch tiefer in der Patsche.
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Vorerfahrungen für Reaktion wichtig
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So glaubten in der Umfrage die Männer viel seltener als die Frauen, dass es ihrem Gegenüber in erster Linie um Sex gehe, wenn es auf einen Absacker in die eigene Wohnung einlädt.
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Das Kommunikationsquadrat
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Erstens auf der neutralen Sachebene, zweitens als Selbstkundgabe des Senders, drittens auf der Beziehungsebene zwischen Sender und Empfänger und viertens als Appell des Senders an den Empfänger. Missverständnisse rühren meist daher, dass der Sender auf einer anderen Ebene gesendet hat, als der Empfänger glaubt.
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Wenn man alle Missverständnisse vermeiden wolle, müsse man auf allen vier Ebenen klar kommunizieren […] Was insbesondere naiven jungen Frauen manchmal schwerfällt, die sich gar nicht vorstellen können, was in den Köpfen mancher Männer auf der Beziehungsebene vor sich geht.
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„Repariert werden kann sie dann nur noch durch eine Metakommunikation, in der man über die misslungene Kommunikation redet – also darüber, was jeder gehört und gemeint hat“
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man kann nicht nicht kommunizieren
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jedes Schweigen [hat] eine Bedeutung – und meist für jeden eine andere. Das macht das Schweigen so anfällig für Missverständnisse. Wenn man so will, ist Schweigen das Schlimmste, was man machen kann, wenn man irgendetwas mitzuteilen hat. Niemand läuft so große Gefahr, missverstanden zu werden, wie ein Schweiger.
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wie wichtig eine eindeutige Kommunikation auf allen Ebenen ist
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„dass Kommunikation, die explizit ist und vom Sender aus auch authentisch gemeint ist, größere Chancen hat, vom Empfänger auch so verstanden zu werden“«

Katrin Hummel | Frankfurter Allgemeine | 12.03.2016 | Geschlechter-Missverständnisse: Kommst du noch mit hoch? | http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/warum-missverstehen-maenner-und-frauen-einander-dauernd-14119917.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

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11 Gedanken zu “»Der Glaube, es gebe nur die Wirklichkeit, die man selbst wahrnimmt, ist „die gefährlichste Selbsttäuschung“.«

  1. Männer schweigen meist aus Unsicherheit..Wenn eine Frau schweigt ist das die Vorstufe zu Code Red. So unterschiedlich sind eben die Geschlechter..

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  2. Gut. Inhaltlich stimme ich dem zu. Nur „eindeutige“ Kommunikation gibt es meiner Erfahrung nach nicht. Sie ist mehrdeutig und deshalb auch interessant. Die Frage ist also, wie man in einer stets mehrdeutig versprachlichten Welt miteinander kommunizieren kann, anstatt nur aneinander vorbei.

    Musik ist da wohl besonders effektiv, denn sie ist eine Kommunikation höherer Ordnung. Oder eben Kunst. Denn da spielt man mit Mehrdeutigkeit auf eine humane Weise, anstatt sie ideologisch zu missbrauchen. Ludwig Wittgenstein sagte, dass Kultur in wesentlichen auf Sprachspielen beruht….und sicherlich auch die Kunst der Liebe und Sexualität… 😉

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