Übers Schreiben, das keines ist; übers Vorausplanen und Pausieren; vom Reiz der Begegnung und der Ignoranz des Umfeldes; von Zeitvertreiben, Biblio- und Cinephilem; play- or filmgoer und über die Lebensqualität durch Haustiere

Liebe Christine von Deine Christine!,

herzlichen Dank für deine Fragen, deren Beantwortung mir mal wieder eine große Freude war.

Und wie immer, werde ich anderen Blogger*n eigene Fragen nicht stellen.


Warum schreibst Du einen Blog?

Ich betrachte mich gar nicht als Blogger, weil ich so wenig selbst schreibe. Ich lasse mich täglich durchs World-Wide-Web treiben und sammle „Strand-“ und „Treibgut“, das mir gefällt und das ich für teilenswert halte. Und das mache ich mittlerweile seit über 20 Jahren. Es soll sich bei der nächsten Stunde Null niemand mehr herausreden können, er habe „davon“ nichts gewusst. (-;

Planst Du die Beiträge im Voraus?

Ich plane (fast) nie etwas. Es gibt einen Plan, wann, welche Kategorie an der Reihe ist. Welcher Inhalt dann erscheint, überlasse ich ganz dem Zufall. Und es ist immer wieder spannend, wie mancher Inhalt zu einem akutellen Moment passt. Rein technisch gesehen erstelle ich Artikel einige Tage vorher und plane sie dann ein; vornehmlich die Abend-Artikel. Für die morgendliche Musik entscheide ich mich spontan abends zuvor.

Machst Du Blogpausen und kündigst diese an?

Ich habe noch nie eine Blogpause gemacht, da wordpress die komfortable Funktion des im Vorausveröffentlichen hat. Dieses Jahr gönne ich mir eine Woche Urlaub von meinem Zuhause und habe vor, meinen Blick in die Natur zu richten und nicht auf hintergrundbeleuchtete Bildschirme. Diese Woche werde ich ankündigen, weil ich dann nichts lese, kein „Gefällt mir“ drücken und nichts kommentieren kann. Und ich werde nichts nachholen, was vorbei ist. Mir fehlt dann halt eine Woche Bloggerwelt.

Hast Du andere Blogger schon einmal persönlich getroffen?

Nein, ich habe noch nie andere Blogger persönlich getroffen. Ich wäre einem solchen Treffen oder einer solchen (zufälligen) Begegnung aufgeschlossen und fände das sehr spannend.

Wie bist Du in der Social Media Welt noch vernetzt?

Ich habe Accounts bei den gängigen Mainstream-Social-Medien und ich „teste“ gerne auch exotisches. Wobei ich dort parallel das poste, was ich auch hier teile.

Wie findet Deine Familie, Dein soziales Umfeld das Bloggen?

Mein soziales Umfeld kennt meine Verlinkungen auf facebook und reagiert kaum darauf. Meine Herkunftsfamilie steht dem relativ gleichgültig und uninteressiert gegenüber. Ich „bloggte“ bereits, als ich noch mit meiner eigenen Familie zusammenlebte. Die Kinder interessierte es nicht, die Mutter meiner Kinder tolerierte es.

Was für Hobbies hast Du?

Die meiste Zeit wende ich fürs Lesen auf: Bücher, eReader, Zeitschriften (papieren und elektronisch), Blogs. Meiner Tochter, wenn Papa-Wochenende ist, aus Büchern vorlesen. Eine tägliche homöopathische Dosis bewusstes Musikhören ist für mein seelisches Gleichgewicht wichtig. Zeit in der Natur verbringen. Weniger Zeit wende ich fürs TV auf.

Was ist Dein Lieblingsbuch?

Ein Lieblingsbuch, eines, das alle anderen überragt, habe ich nicht. Vielleicht ein Thema: Menschen und Menschheit in Grenzsituationen; Bücher zu diesem Thema ziehen sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Einer der packendsten, soghaftesten Romane stammt von John Brunner: The sheep look up (Schafe blicken auf).

Was ist Dein Lieblingsfilm?

Auch das ist mir fast unmöglich zu bennenen. So viele beeindruckende Filme habe ich in meinem Leben gesehen. Und auch hier ist das Thema: Menschen und Menschheit in Grenzsituationen. Nennen möchte ich „Apocalypse now“ von Francis Ford Coppola, „Schindlers List“ von Steven Spielberg, „Heimat – eine deutsche Chronik“ und „Die zweite Heimat – Chronik einer Jugend“ von Edgar Reitz. Und wenn ich am Ende eines Films hemmungslos weinen möchte, schaue ich mir Abbitte (Atonement) von Joe Wright an.

Kino oder Theater?

In meiner Kleinstadt: Kino. Würde ich in einer Großstadt leben: Theater. Ich kann aber das eine nicht ohne das andere denken. Was wäre Kino, ohne die hervorragenden Theaterschauspieler?

Hast Du ein Haustier?

Aufgewachsen bin ich mit Kanarienvögeln und Wellensittichen. Zuletzt lebte ich viele Jahre mit zwei Katzen und zwei Hunden zusammen. Seit ich alleine lebe habe ich kein Haustier mehr. Einer dieser Mängel in meinem Leben. Zur Zeit wächst der Wunsch nach einem Hund. Ihn könnte ich mit auf Dienstreisen nehmen (das Wohlwollen meines Arbeitgebers unterstellend). Langfristig Hund und Katze.

Bei Nachfragen: nachfragen!

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5 Gedanken zu “Übers Schreiben, das keines ist; übers Vorausplanen und Pausieren; vom Reiz der Begegnung und der Ignoranz des Umfeldes; von Zeitvertreiben, Biblio- und Cinephilem; play- or filmgoer und über die Lebensqualität durch Haustiere

  1. Mensch, da habe ich mich ganz falsch bedankt …. irgendwie ist das hier gar nicht erschienen….. ich bitte 1000 x um Entschuldigung, aber irgendwie bin ich gerade ein wenig verwirrt.
    Also nochmals Herzlichen Dank für Deine Antworten und einen lieben Gruß an DICH 3< 3< 3<

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