Dolly Wunderlich

»Dolly Wunderlich wurde am 26. September 1894 als Dolly Sonia Renata Fass in Neuwied, Bahnhofstraße 1, geboren. Ihre Eltern waren der Rechtsanwalt Isidor Fass und seine Ehefrau Rosalie, geborene Fränkel. Sie heiratete 1937 in Berlin-Wilmersdorf (1513/1937) den Juristen Hans Wunderlich, geboren am 14. November 1888 in Berlin.

Laut dem Deutschen Anwaltverein wurde Hans Wunderlich in das Arbeitslager Trawniki deportiert. Das Gedenkbuch Berlin gibt an, dass er am 28. März 1942 in das Ghetto Piaski deportiert wurde. Lt. Yad Vashem wurde er nach Piaski deportiert und in Trawniki ermordet.

Dolly Wunderlich wurde am 26. September 1942 ab Berlin in das Ghetto Piaski deportiert und dort ermordet.

Dolly Wunderlichs Bruder Fritz Fass wurde am 20. Februar 1890 in Neuwied geboren. Er starb 1945 in Sao Paulo. Nach dem Abitur am Wilhelms-Gymnasium in Berlin begann er 1909 ein Jurastudium an der Berliner Universität, 1911 wurde er Stenografensekretär im Preußischen Landtag, 1914 legte er das Referendarexamen ab und wurde Hilfsstenograf, 1922 Assessor und 1928 Landtagsstenograf. (Vgl. L. Krieger, Unsere Toten der letzten 10 Jahre, in: NStPr 1/2 (1953) 52).

„Dr. jur. Fritz Faß, der schon 1932 seinen Dienst zugunsten seiner Anwaltstätigkeit quittiert hatte, durfte auch diese alsbald in Deutschland nicht mehr ausüben und flüchtete zunächst nach Belgien und dann nach Mailand. Während des Krieges wurde er in Italien in einem Internierungslager auf das Kürschnerhandwerk umgeschult; zwar gelang ihm nach Kriegsende noch die Emigration zu seiner Familie nach Brasilien, aber kurz darauf verstarb er.“«

»[…] Schuld die auch wir hätten begehen können […]«

Quelle => http://stolpersteine-neuwied.de/index.php/8-personenbeitraege/299-wunderlich-dolly-2 {abgerufen am 2016-05-05-08-34-01}

Vergessen ist der Ausgangspunkt von Wiederholung.

Unless the world learns the lesson these cruel fates teach, night will fall.

Stein299[1]

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