Militarisierung VII

»… Konferenz über „Luftkriegsführung und strategische Kommunikation“
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Zu den vom JAPCC geladenen Referenten zählen unter anderen zwei Deutsche: der Militärhistoriker Philipp Fraund von der Universität Konstanz, der sich insbesondere mit Fragen der Kriegsberichterstattung befasst, und der „Hauptstadtkorrespondent“ der öffentlich-rechtlichen ARD, Christian Thiels, der als Experte für Medien- und Militärpolitik gilt. Erklärtes Ziel der Konferenz ist es, Methoden zu erarbeiten, mit denen sowohl „öffentliche Unterstützung“ für Kriegsoperationen der NATO generiert als auch „feindliche Medienarbeit“ gekontert werden kann.
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Insbesondere die von Aufständischen und „radikalen Gruppen“ lancierten Berichte über zivile Opfer und „Kollateralschäden“ trügen dazu bei, die „öffentliche Meinung“ über die westliche Luftkriegsführung zu „unterminieren“, heißt es. Dies könne schlimmstenfalls dazu führen, dass die NATO die für sie entscheidende „Unterstützung“ durch die Bevölkerungen ihrer Mitgliedsstaaten einbüße, erklärt das JAPCC.
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„Wann immer die NATO Gewalt anwendet, sind die Deutschen weit empfänglicher für anti-militaristische Desinformationskampagnen als alle anderen NATO-Staaten.“
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Darauf basierend sollen dann erklärtermaßen „Informationsstrategien“ entwickelt werden, die die Luftkriegsführung der NATO als mit dem Völkerrecht übereinstimmend und „human“ porträtieren.
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Seine [Militärhistoriker Philipp Fraund] offenkundige Einbindung in militärische Strukturen entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie: Die Konstanzer Hochschule hat sich durch eine sogenannte Zivilklausel verpflichtet, nicht mit Streitkräften und Rüstungsindustrie zu kooperieren.
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ARD-Korrespondent Christian Thiels […], der sich erst unlängst als antirussischer Propagandist und Advokat der Bundeswehr hervorgetan hat.
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Danach soll das westliche Militärbündnis etwa spezielle „Medienteams“ aufstellen, die bei künftigen Konflikten gezielt über „Menschenrechtsverstöße des Feindes“ berichten. Umgekehrt müssten diejenigen „aggressiv“ in ihre Schranken gewiesen werden, die den Einsatz von Streubomben oder illegale Tötungen durch bewaffnete Drohnen „per se als Kriegsverbrechen brandmarken“.
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„Streubomben sind sehr wichtig, wenn man einen Feind bekämpft, der als konventionelle Streitmacht organisiert ist.“«

german-foreign-policy.com | 28.10.2015 | Informationskrieg | http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59235

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