»Was wäre, wenn der Friede kein Wunder bräuchte, sondern eine Revolution?«

»„Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich herausfand, dass es welche gibt, die dafür sind, besonders die, die nicht hineingehen müssen“
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ist das erste Opfer im Krieg die Wahrheit
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Heute weiß man, dass George W. Bush mehrere hundert PR-Agenturen beauftragt hatte, um pazifistischen „Weicheiern“ und anderen antimilitaristischen Zweiflern den Krieg schmackhaft zu machen. Heute wird das gleiche „Spiel“ wieder gespielt. Und statt der Hussein- sind nun Putinversteher ins Visier der Bellizisten geraten.
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„Man braucht kein Pazifist zu sein, um zu erkennen, dass Krieg in seiner heute üblichen hoch-mechanisierten over-kill-Form nicht mehr rational als Problemlöser fungieren kann, da durch ihn, in der Regel, vor allem Unschuldige, jetzt und auch künftig Lebende, getroffen werden und nicht die vermeintlichen oder gar eigentlichen Schurken. Mit Superkeulen, die großzügig und indifferent Lateralschäden in Kauf nehmen, lassen sich, ganz nüchtern betrachtet, Menschenrechte schlicht nicht erzwingen.“
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„Wie wird die Welt regiert und in den Krieg geführt? Diplomaten belügen Journalisten und glauben es, wenn sie’s lesen.“
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„Als einer der Pioniere der Medienkritik hatte er erkannt, dass die Medien die Wirklichkeit nicht abbilden, sondern erzeugen, dass Meinungen und Stimmungen nicht einfach entstehen, sondern gemacht werden“
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In den Jahrzehnten, in denen ich mich bewusst mit Nachrichten und Zeitungen beschäftige, habe ich niemals annähernd eine derartige Propagandaschlacht erlebt wie heute.
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Wie macht man ein friedliebendes Volk kriegslüstern? Man hat dies unter anderem zu Beginn des Ersten Weltkriegs gesehen: durch Propaganda, durch Erfindungen und Lügen, durch die Erschaffung eines Feindes. War es nicht immer schon so? Die Menschen wollen keinen Krieg, bis man dieses Wollen durch gezielte PR in die richtigen Bahnen lenkt.
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Wie 1914, entstünden auch heute Kriege durch geopolitische Pläne, Geldgier, Machthunger und die Interessen der Waffenindustrie. „Die Geschäftemacher des Krieges verdienen damit viel Geld und haben durch ein verdorbenes Herz das Weinen darüber verloren“
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Zu große Zurückhaltung beim Töten könnte Arbeitsplätze in der heimischen Rüstungsindustrie gefährden.
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Anstatt sich ernsthaft Gedanken zu machen, wie der Friede vorbereitet werden kann, denkt man in bestdotierten Think Tanks darüber nach, wie man neue Märkte erschließen kann: mit Waffen, mit Gewalt und der immer gleichen Anmaßung, sich auf der Seite des Guten zu wähnen.
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Was wäre aber, wenn eine andauernde Instabilität im Nahen Osten geradezu erwünscht wäre, um militärische Dauerpräsenz damit zu rechtfertigen? Was wäre, wenn es ohne die westliche Politik das augenblickliche Hauptproblem der stets gedemütigten Kurden, den „Islamischen Staat“ (IS), gar nicht gäbe?
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„Jahrelang haben die USA die Waffenlieferungen Saudi-Arabiens und anderer Golfstaaten an syrische Terroristen wohlwollend durchgewinkt“
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Es wäre ehrlicher, zuzugeben, dass das kapitalistische System immer wieder Kriege braucht, um sich am Leben zu halten.
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Was derzeit geschieht, macht mir Angst. Wenn die maßvollen und vernünftigen Kräfte es nicht schaffen, eine gewaltige internationale Friedensbewegung auf die Beine zu stellen, die ein eindeutiges „Mit uns nicht!“ skandiert, kann es passieren, dass Europa wieder in einem Krieg verbrannt wird.
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Deutschland gibt pro Jahr über 30 Milliarden Euro für Militär aus, aber nur 29 Millionen für den Friedensdienst.
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Eine friedliche Welt ist dem freien Markt und seinen Kriegsgewinnlern immer schon ein Dorn im Auge gewesen.
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„Wir leben in einer Vorkriegszeit. Das spüren immer mehr Menschen in diesem Land. Unsere Aufgabe ist es, die Lügen, die die neuen Kriege mitvorbereiten, zu entlarven. Damit die Mehrheit der Bevölkerung, die Krieg als Mittel der Politik ablehnt, die keine Auslandseinsätze und Rüstungsexporte will, endlich zu ihrem Recht kommt.“
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Was wäre, wenn der Friede kein Wunder bräuchte, sondern eine Revolution?«

Konstantin Wecker | Hinter den Schlagzeilen | 08.04.2015 | Der Frieden braucht eine Revolution | http://hinter-den-schlagzeilen.de/2015/04/08/der-frieden-braucht-eine-revolution/

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Eine Antwort zu »Was wäre, wenn der Friede kein Wunder bräuchte, sondern eine Revolution?«

  1. kat+susann schreibt:

    Aber wer traut sich zu eine Revolution anzuzetteln?Sind doch alle wohlstandsmüde. Lohnt doch nicht..sagen sie. Nachdenkliche Grüße Kat.🌹

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