Es ginge auch anders:

»… | … Aus den Pariser Anschlägen lässt sich kein Recht auf Selbstverteidigung gemäß UN-Charta ableiten. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler plädieren entschieden dafür, sich der Aufweichung des Gewaltverbots zu widersetzen und lehnen die Teilnahme an „Koalitionen der Willigen“ ab. Stattdessen solle sich Deutschland dafür einsetzen, das robuste Peacekeeping der UNO zu stärken, um Massenverbrechen zu verhindern.
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Erst Ausgrenzung und Entfremdung machen die Versprechen des IS attraktiv.
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Das FGA [Friedensgutachten] verlangt ein Ende der Rüstungsexporte an Saudi-Arabien und unterstützt die Forderung des Europäischen Parlaments nach einem Waffenembargo.
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Das FGA hält eine Militärintervention in Libyen für einen Fehler und plädiert dafür, die Marine vorrangig für die Rettung aus Seenot einzusetzen.
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In Afghanistan kontrollieren die Taliban ausgedehnte Gebiete. Staatsnahe Paramilitärs und Milizen drangsalieren die Bevölkerung. In dieser Lage grenzt das Vorhaben Deutschlands, Flüchtlinge nach Afghanistan abzuschieben, an Zynismus. „Es gibt dort keine sicheren Zonen. Kriegsflüchtlingen aus Afghanistan muss weiterhin Schutz und Aufenthalt in Deutschland gewährt werden“, verlangt das Friedensgutachten.
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Noch immer liegt die deutsche Entwicklungshilfe weit unter der Zielmarke von 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens.
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Humanitäre Organisationen in der Türkei, im Libanon und in Jordanien benötigen dringend mehr Geld für die Versorgung von Flüchtlingen.
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Steuermittel zur Bekämpfung von Fluchtursachen einzusetzen sei eine nachhaltigere Investition in den Frieden als die Modernisierung von Kriegsgerät.
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Erfolgreich seien Interventionen, wenn sie Gewalt minimieren und Frieden nachhaltig sichern helfen.
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Was zumeist „Flüchtlingskrise“ heißt, ist eine Krise der Politik im Umgang mit dem Fluchtgeschehen.
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„Gebraucht wird ein verlässlicher Schlüssel zur Verteilung der Flüchtlinge. Er muss sanktionierbar sein, um die normative Basis der EU zu retten“. Statt nationaler Abschottung werden europäische Behörden benötigt, die den geordneten Grenzübertritt von Einreisenden und Schutzsuchenden gewährleisten und Asylanträge ermöglichen.
… | …
Die Herausgeberinnen und Herausgeber kritisieren, dass Flüchtlinge erst an Sprachkursen teilnehmen dürfen, wenn ihr Asylverfahren abgeschlossen ist und halten die Wohnsitzauflage für anerkannte Flüchtlinge für falsch.
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Verdrängungsängste leisten der Ausbreitung von Fremdenfeindlichkeit Vorschub. … | …«

AB | CIVES | 07.06.2016 | Friedensgutachten 2016: Fluchtursachen bekämpfen und Flüchtlingspolitik solidarisch gestalten | http://cives.de/friedensgutachten-2016-3069

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Eine Antwort zu Es ginge auch anders:

  1. kat+susann schreibt:

    Danke. Sehr interessant. Kat.

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