„Die Nachrichten sind schlecht.“

»Ich lasse auf einem Stuhl
Die Morgenzeitung zurück.
Die Nachrichten sind schlecht
Wo auch immer sie herkommen

Ich warte darauf, dass sie aufwacht
Und dass sie endlich aufsteht
Ich puste auf die Glut,
damit sie wieder aufflammt

Dieses Mal
Werde ich ihr nicht
das letzte Blutbad verkünden
Ich werde für mich behalten,
Wozu mich die Welt anregt
Sie hat mir gesagt, dass sie,
wenn ich es erlauben würde,
gerne in Ruhe frühstücken würde

Ich gehe ans Fenster
Und der Himmel an diesem Morgen ist weder rosa noch ehrlich
Für das Leid
Läuft alles so schlecht?
Läuft nichts gut?
„Der Mensch ist ein Tier“
sagt sie mir

Lachend nimmt sie ihren Kaffee
Und schaut mich kaum an
Nichts überrascht sie mehr
An der Natur des Menschen
Deswegen möchte sie gerne, wenn ich es erlaube, in Ruhe frühstücken

Ja, in Ruhe frühstücken
Oh, in Ruhe frühstücken!

Ich betrachte auf dem Stuhl
die Morgenzeitung
Die Nachrichten sind schlecht
Wo auch immer sie herkommen
„Glaubst du, dass es schneien wird? “
Fragt sie mich plötzlich
„Machst du mir ein Baby zu Weihnachten?“

Lachend nimmt sie ihren Kaffee
Und schaut mich kaum an
Nichts überrascht sie mehr
An der Natur des Menschen
Deswegen möchte sie gerne, wenn ich es erlaube, in Ruhe frühstücken

Ja, in Ruhe frühstücken
Oh, in Ruhe frühstücken!

Ja, in Ruhe frühstücken
In Ruhe, in Ruhe,…

Endlich in Ruhe frünstücken
In Ruhe frühstücken

Endlich in Ruhe frühstücken«

Stephan Eicher: Déjeuner En Paix

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3 Gedanken zu “„Die Nachrichten sind schlecht.“

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