„Und ich lerne, wie weit ich noch gehen muss.“

»Es gibt da einen Ort,
an dem mich niemand kennt.
Es ist nicht einsam dort.
Ich muß das einfach tun.
Diesen Ort habe ich erfunden,
um herauszufinden, wer ich bin.
Nachts liege ich wach,
zähle Sterne und kämpfe gegen die Müdigkeit

Ich lasse mich überschwemmen.
Bin bereit, den Boden unter meinen Füßen zu verlieren.
Lasse es mich dorthin bringen, wo man das Mysterium des Lebens überdenkt.
Auf direktem Wege.
Ich verliere jegliches Zeitgefühl.
Ich nehme alles auf und erwecke diesen kleinen Teil in mir,
den ich vorher noch nicht bemerkt habe.
Und ich lerne, wie weit ich noch gehen muss.

Jeder Mensch hat sein eigenes Motiv.
Jeder Mensch hat seinen eigene Herangehensweise.
Fangen und wieder freilassen,
was sich über den Tag hinweg anstaut.

Es fährt dir in die Knochen
und geht direkt ins Blut.
Wir erzählen uns unsere Geheimnisse
und erinnern uns daran, was Lieben heißt.

Ich muss nur ganz langsam atmen.
Ich lass‘ alles raus und alles herein.

Es kann so angsteinflößend sein,
langsam zu sterben.

Aber es macht uns auch klar,
dass wir dort aufhören, wo wir angefangen haben.«

Matt Simons: Catch & Release

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7 Gedanken zu “„Und ich lerne, wie weit ich noch gehen muss.“

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