„Endlich ist es so weit. Der Teil der Welt, der für den Wohlstand einer globalen Minderheit leiden muss, bricht auf in die Zonen, in denen es nach Lebensqualität duftet.“

»[…] Sie kommen nicht absichtlich, nicht mit Kalkül. Sie wurden getrieben. Europa bezahlt jetzt für eine Wachstumspolitik, die keine Nachhaltigkeit kannte. Für Ressourcenabbau, Verkarstung, politische Beeinflussung, Bestechung, Korruption und nicht zuletzt für einen exzessiven Waffenhandel.
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wer heute so tut, als seien die Flüchtlingsströme eine quasi zufällige Laune von Völkern, die es vermasselt haben oder die einfach nur gierig sind, der hat nicht verstanden, dass wir alle denselben Planeten bevölkern. Eine Kugel, auf der man nichts tun kann, ohne im gleichen Zuge etwas anderes zu unterlassen. Oder andersherum. Alles was geschieht, das geschieht für alle. Reicher Mann und armer Mann / Standen da und sah’n sich an. / Und der Arme sagte bleich: / Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.
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Wer Flüchtlinge vermeiden will, der kann es nicht mit Auffanglager machen. Das rächt sich. Der muss Partizipation erlauben, darf nicht in die innenpolitischen Entwicklungen armer Staaten funken und muss die Entwicklungshilfe drastisch erhöhen.
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Dort fängt Asylpolitik an: Ursachen abstellen.
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Nein, wir können nicht mehr alles haben: Profite durch Lieferung von Todeswerkzeug, Ausbeutung, Kulturimperialismus und zeitgleich diese in Unruhe geratenen Weltregionen zum Stillschweigen verdammen. Keine Chance. Irgendwann musste all das Folgen haben. Jetzt sind sie da.«

Roberto De Lapuente | ad sinistram | 14.08.2015 | Reicher Mann und armer Mann | https://ad-sinistram.blogspot.de/2015/08/reicher-mann-und-armer-mann.html

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Über Red Skies Over Paradise

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