Es gibt keine realistisch umsetzbare Lebensführung, die es ausschließt, anderem Leben zu schaden.

»[…] Ich möchte nur darauf hinweisen, dass wir nicht mit Steinen werfen sollten, denn wir sitzen alle im Glashaus.
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Wir alle sind nicht perfekt, wir alle machen Fehler, und wir sollten nicht mit der großen Schimpferei und Ausgrenzerei anfangen, nur weil andere Menschen andere Fehler machen als wir. Wenn wir Fehler als Gelegenheiten sehen, in den Dialog zu gehen und zu lernen, dann sind wir schon einen großen Schritt weiter. Und wenn wir uns eingestehen, dass es den perfekten Veganer nicht gibt, dann sind wir noch einen Schritt weiter.
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Es ist es nicht wert, den belehrenden Veganer zu geben, wenn man damit Menschen, die auf einem grundsätzlich guten Weg sind, demotiviert oder sogar ganz von diesem Weg abbringt. Die eigenen Überzeugungen mit Inbrunst in die Welt zu rufen, mag sich gut anfühlen. Aber wenn wir den Tieren damit mehr schaden als nutzen, und so ist das viel öfter als es uns lieb ist, dann sollten wir das schlichtweg sein lassen.
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Je nach Strenge der Definition kann niemand von sich behaupten, zu 100 % vegan zu leben. Und ich schlage vor, dass wir uns nicht um ein paar Prozentpunkte mehr oder weniger streiten, sondern uns darauf konzentrieren, den Einstelligen in den zweistelligen Bereich und den Zweistelligen möglichst weit nach oben zu helfen. Streben nach ständiger Verbesserung ist wunderbar. Besserwisserei ist es nicht.«

Mahi Klosterhalfen | Albert Schweitzer Stiftung für unsere Mitwelt | 14.08.2015 | Kolumne: Wie vegan lebst du? | https://albert-schweitzer-stiftung.de/aktuell/kolumne-wie-vegan-lebst-du

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2 Antworten zu Es gibt keine realistisch umsetzbare Lebensführung, die es ausschließt, anderem Leben zu schaden.

  1. Christiane schreibt:

    „Streben nach ständiger Verbesserung ist wunderbar. Besserwisserei ist es nicht.“ Tolle Quintessenz, nicht nur zu dem Vegan-Thema.
    Liebe Grüße
    Christiane

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