„Wer als Kind nicht erlebt hat, dass sich Eltern über seine Selbstständigkeit freuen, tut sich oft schwer damit, Trennungen zu ertragen.“

»[…] Sonja kann an Tibors Liebe nur dann wirklich glauben, wenn er da ist. Sobald er seine eigenen Wege geht, fühlt sie sich verlassen. Da sie ihm nicht böse sein kann, weil sie ja versteht, warum er nicht da ist, wird sie auf sich selbst böse, fühlt sich schuldig.
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Tibor braucht Geduld, denn solche Schuldgefühle weichen nicht dem Zureden, wohl aber der Übung. Er kann Sonja ermutigen, auch auszugehen, wenn sie sich nicht danach fühlt, kann öfter anrufen, weil sie wahrscheinlich Angst hat, ihn mit ihrer trüben Stimmung zu behelligen.
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Leider unterscheiden sich die Menschen sehr in ihrer Fähigkeit, in der Abwesenheit des Geliebten die guten Gefühle zu behalten.«

Wolfgang Schmidbauer | DIE ZEIT | 23.06.2016 | Kann er ihr das schlechte Gewissen nehmen? | http://www.zeit.de/zeit-magazin/2016/25/liebe-fernbeziehung-schuldgefuehle

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