Helene Wolf

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»Helene Wolf wurde am 14. Mai 1889 als Tochter von Julius Ransenberg und Mathilde, geb Ginsberg, in Neuwied geboren. Ihr Vater war der letzte Lehrer und Prediger in Neuwied. Das Grab der Eltern befindet sich auf dem Jüdischen Friedhof im Ortsteil Niederbieber.

Sie war verheiratet mit Moritz Wolf und wohnte in Neuwied, Schloßstraße 71.

Im Jahr 1942 wurde sie in das Ghetto Izbica deportiert. Dort wurde sie im März 1942 ermordet.

Das gleiche Schicksal erlitten auch ihre Geschwister Irma, Grete Martha, Paula, Ewald und Gertrude (verh. Heidelberg)

Ihr Bruder Günter Ransenberg, geb. am 28. August 1907 in Neuwied, überlebte als einziges Mitglied seiner Familie den Holocaust. Er wurde 1939 in das KZ Sachsenhausen deportiert, konnte aber von seiner Familie freigekauft werden und nach verschiedenen Stationen nach Mexiko auswandern. Dort gründete er eine Familie und baute sich ein zweites Leben auf.

Er war eine der Triebkräfte, die sich für die Restaurierung des jüdischen Friedhofs in Niederbieber stark machte. Er blieb trotz allem seiner Heimatstadt verbunden; seine Fürsprache hat manche ehemaligen Juden Neuwieds bewogen, sich wieder ihrer Vaterstadt zuzuwenden. Der Deutsch-Israelische Freundeskreis ist ihm zu großem Dank verpflichtet.

Ein kurzer Lebenslauf von Günter Ransenberg ist überliefert.

Günter Ransenberg starb am 30. Oktober 1995 in Puebla / Mexiko

In einem 1995 in Puebla / Mexiko mitstenographierten Gespräch berichtet Günter Ransenberg über seine Deportation in das KZ Sachsenhausen und schildert die grausamen Umstände, denen die Insassen dort ausgeliefert waren.«

»[…] Schuld die auch wir hätten begehen können […]«

Quelle und weiterführende Links => http://stolpersteine-neuwied.de/index.php/8-personenbeitraege/260-wolf-helene {abgerufen am 2017_01_19_20_8_39}

Vergessen ist der Ausgangspunkt von Wiederholung.

Unless the world learns the lesson these cruel fates teach, night will fall.

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