Sofia Abraham

»Sofia /Sofie Abraham wurde am 2. Februar 1886 als Sofie Aron in Neuwied geboren. Ihre Eltern waren der Metzgermeister Adolf Aron, geboren am 30. November 1848, verstorben am 6. Februar 1914, und Amalie (Amalia) Aron, geborene David, geboren am 30. Juni 1857, verstorben am 5.12.1917 (lt. Grabstein) 12.12.1917 (lt. Begräbnisregister, Jüdischer Friedhof in Neuwied-Niederbieber).

Sie wohnte in Neuwied in der Mittelstraße 104 (Ecke Mittelstraße – Hermannstraße), in Karden und in Köln.

Sofia heiratete am 8.2.1812 Julius Abraham, geboren am 13. März 1879 in Lütz (Cochem) (StA Neuwied Heiratsregister-Nr. 8/1912). Julius betrieb ein Handeslsgeschäft in der Bahnhofstraße 61 in Karden. Ihre Kinder waren Johanna Abraham, geboren am 6. Dezember 1912 und Adolf (Artie) Abraham, geboren am 26. März 1915.

„Angesichts der zunehmenden Repressionen emigrierte die 21jährige Johanna Abraham im Jahre 1934 in die USA. Ihr Vater Julius Abraham starb zwei Jahre später im Alter von 57 Jahren in Karden. Sein Grab befindet sich auf dem jüdischen Friedhof in Lütz. Im gleichen Jahr wanderte der 20jährige Adolf Abraham in die USA aus. Seine Mutter, Sofia Abraham, geb. Aron, floh 1937 nach Köln. Hier wurde sie aufgegriffen… Adolf Abraham kämpfte in der US Armee und war nach dem Krieg in Frankfurt stationiert. Nach Karden wollte er nie wieder zurück.“ [1]

Von Köln aus wurde Sofia Abraham am 22. Oktober 1941 in das Ghetto Lodz/Litzmannstadt deportiert. Dort wurde sie am 9. Juni 1943 ermordet.

Sofia hatte sechs Geschwister: Bertha (*31.3.1881). Hermann (*27.1.1882, unverheiratet gest. am 21.2.1931 in Weißenthurm), Elise (*31.7.1883), Wilhelm (*21.7.1888), Sally (*17.1.1890) und Hedwig (*1.11.1894). Ihre Schwester Berta Aron und ihr Bruder Wilhelm überlebten den Holocaust. Für Bertha und Sally Aron konnte keine Heirat ermittelt werden. Elise war seit dem 10.4.1931 (StA Neuwied Heiratsregister-Nr. 49/1931) mit Jakob Geller verheiratet. Sie verstarb am 22.8.1935 in Heddesdorf.

Sofias Schwester Bertha Aron, geb. Aron, geboren am 31. März 1881, verstarb 1968 in Chicago (USA). Ihr Bruder Sally Aron, geboren am 17. Januar 1890 in Neuwied, war Soldat im 1. Weltkrieg und fiel lt. Grabstein der Eltern auf dem Jüdischen Friedhof in Niederbieber am 19. März 1915. Er wurde lt. StA. Berlin I Nr. 1165/1976 mit Ablauf des 31.12.1920 für tot erklärt; er galt wohl als vermisst.

Sofias Bruder Wilhelm Aron, geboren am 21. Juli 1888, gestorben 1943 in Chicago (USA), war verheiratet mit Augusta (Gustl), geb. Süssmann, geboren am 25. Dezember 1896 in Ochtendung. Ihr Sohn Adolf Aron, der am 15. August 1931 in Neuwied geboren wurde, verstarb als Baby.

Sofia Abrahams Schwester Hedwig Süßkind, (am 1.11.1894 als Hedwig Aron geboren), wurde Opfer der Shoa.«

»[…] Schuld die auch wir hätten begehen können […]«

Quelle und weiterführend Links => http://stolpersteine-neuwied.de/index.php?option=com_content&view=article&id=11:abraham-sofia&catid=8&Itemid=119 {abgerufen am 2017_02_19_09_3_58}

Vergessen ist der Ausgangspunkt von Wiederholung.

Unless the world learns the lesson these cruel fates teach, night will fall.

Holocaust | Mehr als ein Trostpflaster | Über die Stolpersteine ging man irgendwann hinweg. Dann kam ein privates Forscherteam mit einem aufrüttelnden Buch.
http://www.zeit.de/2017/05/stolpersteine-forschung-nationalsozialismus-opfer-oswald-pander/komplettansicht

stein111

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