„Das ist jetzt nicht mehr nur mein Geheimnis.“

»[…] Jedes Wochenende leert Sebastian Schultheiss das Postfach. Meistens findet er drei bis fünf Karten darin. Darauf Geheimnisse von Menschen, die er nicht kennt. Sie schreiben über das, was die Menschen in ihrem engsten Umfeld wohl nicht wissen.
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Wir haben mit ihm darüber gesprochen, wie es ist, Geheimnisse von Menschen zu lesen, die er selbst nicht kennt.
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Und die Geheimnisse auf den amerikanischen PostSecrets kamen mir recht intim vor – und ich habe mich gefragt, ob die auf deutsch auch so wären.
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Die Autoren bleiben anonym und können ihr Geheimnis teilen – ohne dass sie deswegen anders angesehen werden von den Leuten, die sie kennen. Weil es Postkarten sind, können auch der Postbote oder Mitarbeiter der Post, sie lesen.
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Ich mag die Idee, dass man Sachen loswerden kann, wenn man sie aufschreibt. Ich finde es gut, dass die Leute ihre Karten grafisch gestalten und sich eine Weile damit beschäftigen und sie dann abschicken – und sich so von dem Geheimnis lösen und dann sagen können: Das ist jetzt nicht mehr nur mein Geheimnis.
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Die Karten schaffen Mitgefühl und Solidarität.
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Es gibt welche, die von echten Verbrechen handeln.
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Manche Menschen schreiben auch über Suizidgedanken.
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der Gedanke daran, dass das mehr Leute jetzt wissen und dass die Welt trotzdem nicht untergegangen ist. […]«

Josefine Schummeck, Sebastian Schultheiss | ze.tt | 13.11.2016 | Intime Geständnisse: Menschen verarbeiten ihre schlimmsten Geheimnisse auf Postkarten | http://ze.tt/intime-gestaendnisse-menschen-verarbeiten-ihre-schlimmsten-geheimnisse-auf-postkarten/

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Über Red Skies Over Paradise

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