„Glaubst du, das Glück liegt auf der Straße und du brauchst es nur aufzuheben, wenn dir danach zumute ist? Nein, nein, mein Freund!“

»Wenn du ihr sagst, alles ist vorbei,
Und du nicht glaubst, sie ist dir nur treu,
Dreh dich einmal um, schau in ihr Gesicht.
Und du wirst seh’n, Tränen lügen nicht.

Bei Tag und Nacht, mit ihr war alles schön.
Die Tür steht auf, willst du wirklich geh’n?
Wie ein off’nes Buch ist ihr Herz für dich,
Und du erkennst, Tränen lügen nicht.

Vergoss’nen Wein, den trinkt keiner mehr,
Ein verlor’nes Herz, bleibt für immer leer.
Es ist nie zu spät, komm entscheide dich.
Reich ihr die Hand, Tränen lügen nicht.

Sag‘ doch selbst, was wirst du anfangen mit deiner Freizeit,
Die dir jetzt so kostbar erscheint?
Wie früher mit Freunden durch Bars und Kneipen zieh’n?
Und dann, wenn du das satt hast,
Glaubst du, das Glück liegt auf der Straße
Und du brauchst es nur aufzuheben,
Wenn dir danach zumute ist?
Nein, nein, mein Freund.

Die große Stadt lockt mir ihrem Glanz,
Mit schönen Frau’n, mit Musik und Tanz.
Doch der Schein hält nie, was er dir verspricht,
Kehr endlich um, Tränen lügen nicht.

Dreh dich nochmal um, schau in ihr Gesicht
Und du wirst seh’n, Tränen lügen nicht.
Dreh dich nochmal um, schau in ihr Gesicht
Und du verstehst, Tränen lügen nicht.«

Dieter Thomas Kuhn: Tränen lügen nicht

Advertisements