Es war mucksmäuschenstill …

… im Rund der Freilichtarena.

„»[…] JULIETTE:
In welcher Stunde soll ich morgen zu dir schicken?

ROMEO:
Um neun Uhr.

JULIETTE:
Ich will es nicht vergessen, es ist zwanzig Jahre bis dahin – – ich habe vergessen, warum ich dich zurückrief.

ROMEO:
Laß mich hier stehen, biß es dir wieder einfällt.

JULIETTE:
Deine Gegenwart ist mir so angenehm, daß ich vergessen werde, daß ich dich zu lange hier stehen lasse.

ROMEO:
Und ich stehe so gerne hier, daß ich mich nicht erinnre eine andre Heimat zu haben als diese.

JULIETTE:
Es ist bald Morgen – – ich wollte du wärest weg, und doch nicht weiter als der Vogel [glucksendes Lachen im Publikum] eines spielenden Mädchens, den sie ein wenig von ihrer Hand weghüpfen läßt, aber aus zärtlicher Eifersucht über seine Freiheit, wenn er sich zu weit entfernen will, den armen kleinen Gefangnen gleich wieder an einem seidnen Faden zurückzieht.

ROMEO:
Ich wollt‘ ich wäre dein Vogel [schallendes Gelächter im Publikum].«
STOP, AUS, SCHLUSS – es ist sinnlos diese Szene ernsthaft zu spielen, solange diese Amselmutter ihre Jungen im Vogelnest über dem Balkon füttert!!! Hiermit beende ich meinen Auftritt!“

Inspiration: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2017/06/25/schreibeinladung-fuer-die-textwoche-26-17-wortspende-von-karin/

Advertisements

7 Gedanken zu “Es war mucksmäuschenstill …

  1. Amsel als Stimmungsmörder -:))) aber das passiert oft bei Freilichtaufführungen und ein wunderbares Schmunzeln geht dann von Gesicht zu Gesicht der Zuhörer und Zuschauer, wenn die Natur plötzlich Regie führt und die Schau stiehlt. Deiner war leider ein Spielverderber -:((((
    Im Kloster Eberbach sind es die Schwalben, die dort zuhauf nisten und oft auch die Zuschauer besprenkeln -:))

    Gefällt 1 Person

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.