Nach einer unruhigen Nacht …


… war er mit den beiden Hunden auf seinem Morgenspaziergang.

Es war halb zehn Uhr morgens und die Mondsichel des abnehmenden Mondes hatte an diesem Tag ihren höchsten Stand erreicht.

Er betrachtete die blasse Sichel und erinnerte sich, dass ihn der Mond schon immer in seinem Leben faszinierte.

Doch er schweifte ab und musste seinen Gedankengang kontrollieren: gleich, nach seiner Rückkehr ins Haus, würde er Frau und Kinder an den Esstisch rufen und ihnen eröffnen, dass er sie bald verließe, dass er nicht mehr könne, dass er die jahrelangen Spannungen nicht mehr aushalte, dass er Abstand brauche.

Nein, eine andere Frau sei nicht im Spiel.

Ja, er wolle weiter am Leben seiner Kinder teilhaben und sich kümmern.

Eine kleine Wohnung wolle er sich suchen; nicht allzuweit entfernt – damit er da sein könne.

Wie würden sie reagieren?

Ob es einen Rosenkrieg gäbe?

Jedenfalls wird dieser 22. Juli 2014 eine Zäsur in seinem und im Leben seiner Familie markieren.

Inspiration: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2017/07/09/schreibeinladung-fuer-die-textwoche-28-17-wortspende-von-autopict/

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12 Gedanken zu “Nach einer unruhigen Nacht …

  1. Spannend – ich habe zurückgedacht, was bei mir an dem Tag war. Ich fand auch eine Zäsur.

    Trennungen ohne Rosenkriege, das Wohl der Kinder im Vordergrund – ich hoffe, die beiden haben es geschafft!

    Liebe Grüsse
    Sandra

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  2. Oh, interessant. Unsere Geschichten passen thematisch fast zusammen. Deine aus nüchterner Sicht eines Mannes, meine, eher rührselig, aus dem Blickwinkel der Frau. Nur Auslöser und Drumrum sind unterschiedlich. ;o)

    Liebe Grüße
    Patricia

    Gefällt 1 Person

  3. Sehr real geschrieben, auch das Datum lässt mich gleich überlegen, was hab ich an diesem Tag gemacht, der für jemand anders eine Zäsur gewesen sein könnte. Und das war es mit Sicherheit für viele Menschen.
    Auch hier danke ich und viele Grüße ins Paradise!

    Gefällt 1 Person

  4. Oh, eine Situation die ich unlängst aus der Ferne miterlebte. Ein Kollege sagte mal, es sei egal wen man heirate, denn nach dem Verliebtsein folge immer die Arbeit. Reisende kann man nicht aufhalten, dennoch nimmt man immer sich selbst mit, egal wohin man flieht. Eine Sequenz die nachdenklich macht .

    Gefällt 3 Personen

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