Made in Germany.


»Nur Einsen im Armutszeugnis«

Daumenbart

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3 Gedanken zu “Made in Germany.

    • Für mich gibt es zwei Interpretationen:

      1. Jemand stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus, d.h. er fühlt sich in mehreren Dingen unfähig, so unfähig, dass es keine Steigerung mehr gibt. Deshalb gibt er sich die Bestnote (Eins) im „Fach“ „Unfähigkeit“.

      2. Jemand stellt anderen ein entsprechendes Armutszeugnis aus, z.B. der Gesellschaft, die z.B. nicht in der Lage ist, einen fairen Ausgleich zwischen arm und reich zu schaffen (Grundeinkommen), weil nirgendwo anders, Reichtum so ungleich verteilt ist. Oder es kann vielen Menschen die Unfähigkeit bescheinigt werden, sich verkehrsregelkonform zu verhalten (so einfache Dinge wie Schritttempo in der Spielstraße zu fahren).

      Die Eins dafür, besonders unfähig zu sein, ist dabei ironisch gemeint.

      Mit „Made in Germany“ beziehe ich mich auf die vielfältigen gesellschaftlichen Unfähigkeiten, mit denen sich unsere Gesellschaft ein Armutszeugnis ausstellt.

      PS:
      Vor 1981 musste der Staat dem Bürger ein Armutszeugnis ausstellen, mit dem ein armer Zivilprozessbeteiligter sich seine Gerichts- und Anwaltskosten vom Staat vorstrecken lassen konnte; eine Eins in diesem Armutszeugnis würde sinnbildlich für jemanden stehen, der nichts mehr hat.

      Gefällt 3 Personen

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