Kurt Platz

» Kurt Platz wurde am 1. April 1911 in Gladbach als Sohn des Viehhändlers Moses Platz und seiner Frau Johanna Platz (geb. Seligmann) geboren.

01.04.1911 – 23.07.1943

Zusammen mit seinen Eltern und seinem Bruder Leo wohnte er in Oberbieber, Gladbacher Straße 23 (heute: Neuwied, Stadtteil Oberbieber).

Eine überlieferte Episode um Kurt Platz, die Dorothea Elisabeth Deeters in ihrem Buch („Sie lebten mit uns“) aufgreift, verdeutlicht die Bedrohung der jüdischen Familien im Dorf durch Denunziation und Verleumdung in höchste Gefahr zu geraten. [Episode lesen →]

Am 27. Oktober 1937 floh er in die Niederlande. Ab dem 24. November 1937 ist er in Amsterdam registriert. Er lebte u.a. in der van Woustraat 225 I und van Woustraat 169 II, Amsterdam, zeitweise auch zusammen mit seinen Eltern und Sophia Staal.

Am 17. Juli 1943 wurde Kurt Platz im Durchgangslager Westerbork interniert (Baracke 63). Am 20. Juli 1943 wurde er weiter in das Vernichtungslager Sobibor deportiert – ebenso Sophia Staal – und dort am 23. Juli 1943 ermordet.

Seine Eltern Moses und Johanna Platz wurden am 5. Februar 1943 im KZ Auschwitz ermordet.

Bruder Leo lebte mit seiner Ehefrau Rosa (*03.02.1917 Untermaubach), geborene Roer, und Tochter Reha (*15.04.1941) in Köln. Die Familie wurde am 30.10.1941 von Köln nach Litzmannstadt (Lodz) deportiert und am 26.6.1944 dort ermordet. «

»[…] Schuld die auch wir hätten begehen können […]«

Quelle & weitere Informationen => http://www.stolpersteine-neuwied.de/index.php/component/content/article/8-personenbeitraege/207-platz-kurt-2?Itemid=108 [abgerufen am 31.03.2018]

Vergessen ist der Ausgangspunkt von Wiederholung.

Unless the world learns the lesson these cruel fates teach, night will fall.

Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied | Rolf Wüst, verantwortlich für das Projekt „Stolpersteine“ im Deutsch-Israelischen Freundeskreis Neuwied, hielt im voll besetzten „Café Auszeit“ der Marktkirchengemeinde einen Vortrag über „Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied“. In einer ausführlichen Einleitung untersuchte er das Verhältnis der Gesellschaft zum Judentum früher wie heute, das oftmals zwischen den Extremen Ablehnung und Hass einerseits und Idealisierung und übersteigerten Erwartungen andererseits oszilliert.
http://www.nr-kurier.de/artikel/66565-zeugnisse-juedischen-lebens-und-leidens-in-neuwied

Holocaust | Mehr als ein Trostpflaster | Über die Stolpersteine ging man irgendwann hinweg. Dann kam ein privates Forscherteam mit einem aufrüttelnden Buch.
http://www.zeit.de/2017/05/stolpersteine-forschung-nationalsozialismus-opfer-oswald-pander/komplettansicht

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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