Datenschutz und Datensicherheit

+++++ Dies ist keine Rechtsauskunft oder -beratung. Dies ist meine Rechtsmeinung. +++++

29.04.2018, 10:51  |  Heute – nachdem ich einen kurzen, noch nicht beendeten Schriftwechsel mit dem Datenschutzbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz hatte, unsägliche DSGVO-Gruppen bei facebook kopfschüttelnd verfolgte und mir so meine eigenen Gedanken machte – möchte ich für mich ein vorläufiges Fazit ziehen:

  1. Die Datenschutzbehörde sagt, dass die DSGVO grundsätzlich für alle gilt, „soweit es sich nicht um ein Forum handelt, das ausschließlich zur Ausübung persönlicher oder familiärer Tätigkeiten dient (Art. 2 Abs. 2 lit c DS-GVO)“
    Leider definiert die Behörde in ihrer Antwort nicht „persönliche Tätigkeit“. Eine Antwort auf eine entsprechende Rückfrage steht noch aus.
     
  2. „Da Sie als Betreiber Ihres Blogs in Rheinland-Pfalz wohnen, wäre meine Dienststelle bei einer Eingabe bzgl. Ihres Blogs federführend zuständig.“ Dies gilt m. E. nur für Blogs, die selbst in Deutschland gehostet sind, also nicht für Blogs, die als Sub-Domain von wordpress.com betrieben werden. Für die Domain ‚wordpress.com‘ und ihre Sub-Domains ‚blablabla.wordpress.com‘ wird nämlich mit Inkrafttreten der DSGVO die irische Datenschutzbehörde zuständig, da Automattic als Domain-Inhaberin von wordpress.com in Irland sitzt (auch für facebook wechselt die Zuständigkeit von Hamburg nach Irland).
     
  3. Wer meint, er verstoße mit seinem Blog gegen die DSGVO, der verstößt bereits seit Jahren gegen das Bundesdatenschutzgesetz, was bisher als Rechtsvorschrift galt; die DSGVO bringt das Bundesdatenschutzgesetz in einen europäischen Rahmen und präzisiert es.
     
  4. Nach Artikel 2 Absatz 1 der DSGVO gilt diese Verordnung „für die ganz oder teilweise automatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten sowie für die nichtautomatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten, die in einem Dateisystem gespeichert sind oder gespeichert werden sollen.“
    Dies gilt für Automattic, die wordpress.com betreiben, aber für uns, die wir eine Sub-Domain von wordpress.com zur Verfügung gestellt bekommen haben, gilt dies m. E. nicht. Für uns übernimmt Automattic diese Verpflichtung – wir haben „lediglich“ die Allgemeinen Geschäftsbedingungen ff von Automattic zu beachten. Wenn jemand die WordPress-Software (wordpress.org) benutzt und auf einem eigenen oder angemieteten Server (bei einem Hosting-Dienst) betreibt und Domain-Inhaber ist (ichbloggezumbeispiel.com, ichbloggezumbeispiel.blog …), der sollte sich um die Anforderungen des Bundesdatenschutzgesetztes (heute) und der DSGVO (zukünftig) schlau machen.
     
  5. Nach Artikel 2 Absatz 2 Buchstabe c findet die DSGVO keine Anwendung auf die „Verarbeitung personenbezogener Daten durch natürliche Personen zur Ausübung ausschließlich persönlicher […] Tätigkeiten. Nach dem zu diesem Artikel gehörenden ‚Erwägungsgrund 18‘  gilt diese Verordnung nicht für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die von einer natürlichen Person zur Ausübung ausschließlich persönlicher […] und somit ohne Bezug zu einer beruflichen oder wirtschaftlichen Tätigkeit vorgenommen wird. Als persönliche […] Tätigkeiten könnte auch das Führen eines Schriftverkehrs oder von Anschriftenverzeichnissen oder die Nutzung sozialer Netze und Online-Tätigkeiten im Rahmen solcher Tätigkeiten gelten. Diese Verordnung gilt jedoch für die Verantwortlichen oder Auftragsverarbeiter, die die Instrumente für die Verarbeitung personenbezogener Daten für solche persönlichen oder familiären Tätigkeiten bereitstellen.“
    Ich subsumiere für meine Sub-Domains ‚redskiesoverparadise.wordpress.com‘ und ‚ragbagtoday.wordpress.com‘: Innerhalb dieser Sub-Domains werde ich ausschließlich persönlich tätig: Ich teile Musik als Link, die ich selbst gehört habe und aus irgendeinem Grund für teilenswert halte (RSOPmusic). Ich teile selbst gelesene Artikel als Link, deren, mich persönlich berührender Inhalt ich zitiere (RSOPlink). Ich teile Zitate, die ich selbst gelesen habe und deren Inhalt ich entweder für bedenkenswert oder bedenklich erachte (RSOPzitat). Ich teile Dinge, über die ich gelacht oder geschmunzelt habe (RSOPfun). Ich teile Stolpersteine meiner Heimatstadt, über die ich persönlich gestolpert bin und deren Andenken ich bewahren möchte (RSOPStolpersteine). Ich teile Artikel, die ich bei *.wordpress.com gelesen habe und eine besondere Bedeutung für mich haben (RSOPreblog). Ich veröffentliche selbst geschaffene Geschichten (RSOPfiction). All dies hat keinerlei Bezug zu meiner beruflichen oder irgendeiner wirtschaftlichen Tätigkeit (im Gegenteil: ich bezahle Automattic für die Werbefreiheit meiner Blogs). Zu meiner persönlichen Tätigkeit zählt auch das Führen eines Schriftverkehrs/Anschriftenverzeichnisses (Name/Pseudonym, http(s)-Adresse, E-Mail-Adresse und IP-Adresse des Kommentierenden) im Rahmen von Kommentaren, die zu meinen Veröffentlichungen hinterlassen werden. Auch soziale Netze und andere Online-Tätigkeiten erfolgen rein persönlich, nicht beruflich/wirtschaftlich.
     
  6. Meine Schlussfolgerung: Aufgrund der vorgenannten Punkte 4. und 5. komme ich zu dem Schluss, dass die DSGVO auf meine beiden Blogs ‚redskiesoverparadise.wordpress.com‘ und ‚ragbagtoday.wordpress.com‘ keine Anwendung findet.
     
  7. Disclaimer: Achtung: Dieser Blogartikel ist keine Rechtsberatung! Im Rahmen meiner persönlichen Tätigkeit als Blogger habe ich mich zwar intensiv mit den geltenden Datenschutzbestimmungen und der DSGVO beschäftigt, ich bin jedoch weder Jurist noch Experte für den Datenschutz und die Datensicherheit. Dementsprechend kann ich für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der von mir bereitgestellten Inhalte keine Haftung übernehmen.
     
  8. Meine Meinung: Wenn ihr eine Sub-Domain von wordpress.com habt, nur persönlich tätig seid und nicht beruflich und nicht wirtschaftlich, dann solltet ihr der DSGVO gelassen entgegensehen. Wenn ihr euren Blog selbst hostet oder nur eine eigene Domain habt, dann solltet ihr euch um die Anforderungen der DSGVO Gedanken machen. Allein die eigene Domain könnte m. E. als wirtschaftliche Tätigkeit ausgelegt werden (deshalb werde ich auch meine kurzzeitig verwendete, eigene Domain (nicht selbst gehostet) nicht mehr nutzen und zurückgeben).
    Wenn ihr journalistisch tätig seid, dann könnte die DSGVO für euch aufgrund des Medienprivilegs nicht gelten.
     
  9. Da ich das informationelle Selbstbestimmungsrecht und damit verbunden den Datenschutz und die Datensicherheit als ein wesentliches Rechtsgut betrachte, werde ich zukünftig freiwillig eine Seite „Impressum/Datenschutz“ in meine Blogs einbinden, die Informationen im Sinne der DSGVO/Bundesdatenschutzgesetz/Telemediengesetz enthalten werden.

21.04.2018, 09:45  |  Einen ersten Überblick über die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gibt Wikipedia. Diesem Satz folgt der Link zum Original-Artikel – wenn du ihm folgst, verlässt du diese Seite/Site und du übermittelst Daten an die Ziel-Domain; wenn du das nicht möchtest, folge dem Link lieber nicht: https://de.wikipedia.org/wiki/Datenschutz-Grundverordnung

Wer den Verordnungstext im deutschen Wortlaut nachlesen möchte kann dies hier tun => diesem Satz folgt der Link zum Original-Artikel – wenn du ihm folgst, verlässt du diese Seite/Site und du übermittelst Daten an die Ziel-Domain; wenn du das nicht möchtest, folge dem Link lieber nicht => https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32016R0679&from=EN

Die erste Frage, die ich mir stellte, ist die, ob die DSGVO für mich als persönlichem Blogger, der nicht beruflich und nicht mit wirtschaftlichem Interesse bloggt, überhaupt gilt.

Ich lese im ‚Artikel 2‘ (Sachlicher Anwendungsbereich) im zweiten Absatz unter Buchstabe c), dass die DSGVO nicht auf die Verarbeitung personenbezogener Daten angewendet wird, wenn natürliche Personen (also ich) ausschließlich persönlich tätig werden. Wann bin ich denn ausschließlich persönlich tätig?

Teil der DSGVO und den Artikeln vorgeschaltet sind sogenannte Erwägungsgründe. Der achtzehnte Erwägungsgrund lautet:

»Diese Verordnung gilt nicht für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die von einer natürlichen Person zur Ausübung ausschließlich persönlicher oder familiärer Tätigkeiten und somit ohne Bezug zu einer beruflichen oder wirtschaftlichen Tätigkeit vorgenommen wird. Als persönliche oder familiäre Tätigkeiten könnte auch das Führen eines Schriftverkehrs oder von Anschriftenverzeichnissen oder die Nutzung sozialer Netze und Online-Tätigkeiten im Rahmen solcher Tätigkeiten gelten. Diese Verordnung gilt jedoch für die Verantwortlichen oder Auftragsverarbeiter, die die Instrumente für die Verarbeitung personenbezogener Daten für solche persönlichen oder familiären Tätigkeiten bereitstellen.«

Also gilt die DSGVO nicht für personenbezogene Daten, die ich als natürliche Person ausschließlich zur Ausübung persönlicher Tätigkeiten (hier: Bloggen, d. h. Teilen von eigenen Gedanken und Geschichten, gefundenen Zitaten, Artikeln, Videos, Bilder und Links incl. der dazugehörenden sozialen Kommunikation (Liken/Kommentieren)) verarbeite. Mein Bloggen ist ohne jeden Bezug zu meiner beruflichen oder irgendeinder wirtschaftlichen Tätigkeit.

Jetzt wird es schwammig: Zu den genannten persönlichen Tätigkeiten (also des Bloggens als Privatperson) könnte (! – Auslegungssache) auch das Führen eines Schriftverkehrs (also wenn ich mit euch maile oder Briefe schreibe) oder das Führen von Anschriftenverzeichnissen (eure Daten, die ihr beim Kommentieren hinterlasst, insbesondere eure E-Mail-Adresse) oder die Nutzung sozialer Netze (hier: WordPress.com) und Online-Tätigkeiten im Rahmen des Bloggens gelten.

Aha, hieraus schließe ich als ein wenig mit Rechtssätzen vertrauter Laie: Hej, die DSGVO gilt grundsätzlich nicht für mein Bloggen auf WordPress.com!

Aber: Sie gilt für WordPress.com selbst, denn die DSGVO gilt jedoch für die Verantwortlichen/Auftragsverarbeiter, die die Instrumente für die Verarbeitung personenbezogener Daten fürs Bloggen auf WordPress.com bereitstellen. D. h. für mich, dass Automattic/Ireland als derjenige, der mir die Web-Anwendung WordPress.com mit meiner Sub-Domain zur Verfügung stellt, die Anforderungen der DSGVO erfüllen muss.

Das Hörensagen berichtet, dass Automattic genau daran zur Zeit arbeitet.

Ich bin jetzt etwas erleichtert und warte gelassen auf das, was Automattic umsetzen und wie die offiziellen Stellen, die ich kontaktiere, reagieren werden.

Stay tuned. To be continued …


20.04.2018, 17:27  |  Liebe Blogger*,

die DSGVO schlägt hohe Wellen und führt zu einer tiefen rechtlichen Verunsicherung.

Es gibt keinen Grund, impulsiv zu handeln und gar keinen, einen Blog zu löschen.
Gelassenheit ist angesagt.

Viele Teile der DSGVO sind heute schon Bestandteil des Bundesdatenschutzgesetzes und ich behaupte einmal, dass die meisten Blogger* bereits seit Jahren gegen dieses Gesetz verstoßen.
Wir sind lediglich Guppys im Haifischbecken des Datenschutzes und wir werden sicherlich noch lange Zeit nicht im Fokus irgendwelcher staatlicher Stellen sein.
Wenn geldgeile Rechtsanwälte auf die Idee kommen sollten, sich an uns Guppys bereichern zu wollen – Stichwort: Abmahnung -, so wäre mein erster Weg zu meinem Rechtsanwalt des Vertrauens und dort würde ich meinen versicherten Beratungsrechtsschutz geltend machen. Danach können substanzielle Entscheidungen getroffen werden. Ich hoffe doch, dass ihr alle eine Rechtsschutzversicherung habt, die zumindest einen Beratungsrechtschutz beinhaltet.

Ich versuche, mich in den nächsten Monaten schlau zu machen (rechtssicher, kein Hörensagen) ob die DSGVO überhaupt für meinen Blog gilt und wenn sie gilt, was ich beachten muss, damit eure Daten bei mir geschützt und sicher sind.

Dazu habe ich mich mehreren fb-Gruppen angeschlossen, die sich zum Ziel gesetzt haben, Licht ins Dunkel zu bringen. Ich bezweifle, dass das zielführend ist, da in diesen Gruppen alles in einen Topf geworfen wird, viele Köche kräftig umrühren und das Ergebnis wiederum eine undurchsichtige Brühe ist, die keinem Einzelfall gerecht wird.

Ich versuche einmal, diejenigen anzufragen, die für mich eventuell zuständig sind. Dazu habe ich heute den „Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz“ angeschrieben und um Aufklärung und Auskunft für meine Blogsituation gebeten.

Sobald ich weiß, wer die für mich zuständige Aufsichtsbehörde ist, werde ich auch diese kontaktieren.

Außerdem hoffe ich, dass die Computer-Zeitschrift c’t demnächst einen ausführlichen Artikel zum DSGVO veröffentlichen wird, falls nicht, werde ich bei der Redaktion einmal meine Fragen platzieren. –

 

Insgesamt bin ich aber froh, dass endlich das Thema Datenschutz und Datensicherheit wieder bis in den kleinsten Haushalt Einzug gefunden hat.
Zwischen meiner Verweigerung der Teilnahme an den Volksbefragungen in den 1980er Jahren und dem, was ich heute alles von mir und anderen preisgebe (z. B. mit der Nutzung von WhatsApp/fb-Messenger gestatten wir in der Regel, dass unsere Smartphone-Kontakte ohne deren Einwilligung an WhatsApp/facebook übertragen werden). –

 

Um der Intention der DSGVO jetzt schon etwas nachzukommen und den Umgang mit unseren Daten bewusst zu machen, werde ich ab sofort unter meine Postings bestimmte Hinweise zu Links, „Gefällt-mir/Like“-Buttons, Kommentaren, Teilen-Buttons und Rebloggen setzen. –

 

Außerdem empfehle ich euch, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen ff. von WordPress.com, denen ihr bei der erstmaligen Anmeldung zugestimmt habt, einmal zu lesen: https://de.wordpress.com/tos/

Ein paar bemerkenswerte Dinge stehen darin, u. a. (in meinen eigenen Worten und ohne Gewähr):

  • Automattic darf eure Inhalte/Blogbeiträge weltweit, gebührenfrei (aber nicht exklusiv), vervielfältigen, ändern, anpassen, aber nur, um euren wordpress-Blog darzustellen, zu verbreiten und zu fördern.
  • Eure Beiträge darf Automattic Dritten zur Verfügung stellen, sodass diese Dritten eure Inhalte analysieren und über ihre eigenen, nicht öffentlichen Dienste verbreiten können.
  • Jeder WordPress.com-Benutzer darf eure Inhalte innerhalb von WordPress.com teilen (rebloggen), aber nur Teile eurer Beiträge (Zitate/Auszüge) und nur mit Verlinkung auf die ursprüngliche WordPress.com-Subdomain und ihren Autor.
  • Für uns, mit Wohnsitz in Deutschland, hat Automattic seinen Sitz in Irland (damit gilt europäisches Recht). –

Don’t panic. Ich werde die Vermehrung meiner gewonnen Erkenntnisse an dieser Stelle beizeiten teilen.

Liebe Grüße von Bernd @ redskiesoverparadise.wordpress.com

Über ein Like/“Gefällt mir“ freute ich mich. Bedenke, dass du deinen bei gravatar.com hinterlegten Avatar hier sichtbar machst und du zu deinem gravatar.com-Profil verlinkst. Das ist alles, was ich sehen kann. Welche Daten an wordpress.com/gravatar.com übertragen werden, ist für mich nicht nachvollziehbar. Deinem Recht auf Löschung dieses gravatar.com-Avatars und -Links kannst du selbst nachkommen, indem du den „Like/Gefällt-mir“-Button ein zweites Mal drückst.

Über einen Kommentar freute ich mich. Bedenke, dass du dabei deinen Namen/Pseudonym, deine Internet-Adresse, deine E-Mail-Adresse und deine IP-Adresse hinterlässt, die dauerhaft in meinem WordPress-Admin-Kommentar-Bereich gespeichert werden. Ich werde diese Daten weder für eigene noch für fremde Zwecke verwenden/weitergeben. Wenn du deine Kommentare irgendwann gelöscht haben möchtest, dann sende mir eine E-Mail an ‚redskiesoverparadise.recht.auf.loeschung@posteo.de‘ unter Angabe deiner verwendeten Namen/Pseudonyme und/oder deiner Internet-Adressen und/oder deiner E-Mail-Adressen und/oder deiner IP-Adressen. Die Löschung wird unverzüglich vorgenommen und als Antwort auf deine E-Mail mit dem Löschungswunsch bestätigt.

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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34 Antworten zu Datenschutz und Datensicherheit

  1. Studio Glumm schreibt:

    Danke. Das ist nun wirklich das letzte, womit ich mich beschäftigen mag. Darf ich deinen Hinweis zu den Likes & so für mich benutzen?

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    • Ja, gerne und bitte ohne Quellenangabe. ;-) Das, was ich schrieb ist keine Rechtsauskunft oder -beratung, sondern meine Rechtsmeinung und ich meine mit meinen Hinweisen dem Gesetze Genüge getan zu haben. Liebe Grüße, Bernd

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  2. kormoranflug schreibt:

    Da bleibt ein ratloser Kormoran zurück – vielleicht muss ich die private Seite anwenden –

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  3. versspielerin schreibt:

    was für ein dschungel, lach!
    aber interessant, vielen dank nochmal, dass du uns an deinen erkenntnissen teilhaben lässt.
    „Da ich das informationelle Selbstbestimmungsrecht und damit verbunden den Datenschutz und die Datensicherheit als ein wesentliches Rechtsgut betrachte, werde ich zukünftig freiwillig eine Seite “Impressum/Datenschutz” in meine Blogs einbinden, die Informationen im Sinne der DSGVO/Bundesdatenschutzgesetz/Telemediengesetz enthalten werden.“
    genau so habe ich es jetzt auch gehandhabt… alles andere findet sich. sehe das eher gelassen.
    liebe grüße!

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    • Danke. Ja, so sollte es für uns, die wir persönlich und nicht beruflich/wirtschaftlich bloggen, freiwillig mehr als genügen.
      Angst vor einer Abmahnung ist wegen fehlendem beruflichen/wirtschaftlichen Bezug unbegründet, da wir uns keinerlei Wettbewerbsvorteile durch ein fehlendes/mangelhaftes Impressum/Datenschutzerklärung erschleichen können.
      Sollte irgendwer der Meinung sein, unsere Blogs verstießen gegen gesetzliche Anforderungen, so wären diese bei der zuständigen Aufsichtsbehörde anzuzeigen.
      Falls die Aufsichtsbehörden überhaupt Ressourcen haben, sich mit uns zu beschäftigen, wird es vor Bußgeldbescheiden (die bei persönlichem Bloggen eher gering ausfallen werden müssen) sicherlich die Gelegenheit der Nachbesserung geben. Liebe Grüße, Bernd

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  4. Myriade schreibt:

    Auch meinen Dank für die Aufklärung. Darf ich deinen roten Text benutzen, falls ich mich für sowas entschließen sollte ? „Über ein Like/“Gefällt mir“ freute ich mich. Bedenke, dass du deinen bei gravatar.com hinterlegten Avatar hier sichtbar machst und du zu deinem gravatar.com-Profil verlinkst……. „

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    • Ja, klar, der Text kann gerne verwendet und verändert werden und ohne Quellenangabe. Die Intention des Textes ist nicht Rechtssicherheit sondern soll sensibel machen für Datenschutz und Datensicherheit. Rechtssichere Hinweise werden sicherlich in den nächsten Monaten noch geboren werden. Liebe Grüße, Bernd

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      • Myriade schreibt:

        Vielen Dank. Ich bin diesbezüglich eh nicht besonders besorgt, aber wenn jemand sich vernünftige Gedanken dazu gemacht hat und sich dann auch ein Text findet, so danke ich herzlich und werde ihn vielleicht verwenden

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  5. traumfaenger schreibt:

    Danke für deinen Beitrag!
    Ich gehöre wohl zur Fraktion: „Panik“ versus „das wird schon irgendwie“…

    Gerade als völlig privater Blogger hoffe ich ja noch auf eine Erleichterung…

    Frage: Du schreibst diesen langen Passus echt unter JEDEN deiner Blogeinträge?? (Ich habe schonmal geschaut…die Frage ist rhetorisch)
    Das sieht nicht sooo schick aus… ??!!🤔😳 Ich bin ja ein Ästhet und das geht mir irgendwie gegen den Strich damit meine Beiträge zu dehnen…
    OMG…. es muss doch irgendwie anders gehen… 😱

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    • Danke für deinen Kommentar.
      Ja, es sieht nicht schick aus und ich betrachte es als Übergang bis die Lage rechtssicher ist und Automattic (WordPress.com) Datenschutz und -sicherheit technisch gelöst hat.
      Andererseits ist die Zeit reif, das Gefühl für das informationelle Selbstbestimmungsrecht zu schärfen, das in den vergangenen 30 Jahren abhanden gekommen ist.
      Und, in einer Gesellschaft, in der der Zubereitungshinweis für Miracoli mit Bildern versehen und in der chronologischen Reihenfolge durchnummeriert ist, ist es wohl auch an der Zeit, vor dem gedankenlosen Anklicken von Links zu warnen und zu informieren, was man mit einem Klick so von sich preis gibt.
      Da ich ein Freund von Vorlagen, Makros und – für solche Standardformulierungen – von Textbausteinen bin, ist der Aufwand für solche Passus relativ gering.
      Ich bin mir bewusst, dass mein Umgang mit Datenschutz und -sicherheit noch unbeholfen ist.
      Meine grauen Zellen arbeiten an eleganteren Lösungen.
      Bis dahin: stay tuned.
      Liebe Grüße, Bernd

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  6. Ulli schreibt:

    Lieber Bernd, ich bin dir richtig dankbar, allein wenn ich solöche Art von Formulierungen lese, schaltet sich bei mir irgendetwas aus – dann kommt ist ja auch noch die Frage wer wann was wie interpretiert, was da so an gedrucktem Gesetz steht … erst einmal versuche ich gelassen zu bleiben und lösche jetzt nicht meine letzten 8 Jahre Blog und wenn dann etwas kommen sollte, sehe ich weiter…
    herzlichen Dank und Gruß, Ulli

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  7. Mrs Postman schreibt:

    Übrigens, werde ich eigentlich ab dem 25. Immer brav gefragt, bevor ich irgendwelche Newsletter erhalte, dir ich nicht nur nicht (pro-aktiv) bestellt habe, sondern die ich mit schöner Regelmäßigkeit erneut erhalte, obwohl ich mich schon zehnmal von ihnen abgemeldet habe.

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    • Solche Newsletter kenne ich auch. Das E-Mail-Programm deiner Wahl sollte die Funktion haben, eine Absender-E-Mail-Adresse oder die ganze @Domain als Junk zu kennzeichnen und ohne Umwege in den dafür vorgesehen Ordner auf Nimmerwiedersehen zu lenken. Den offiziellen Beschwerdeweg zu gehen halte ich für verlorene Zeit. Das ist wie mit dem Zettel auf dem Briefkasten „Keine Werbung!“. – In letzter Zeit wurde wieder schwunghaft Handel mit E-Mail-Adressen betrieben, denn es erreichen mich außergewöhnlich viele Spam-E-Mails. Im Internet ist es wie auf einem großen Markt, je mehr Menschen sich darauf aufhalten, desto mehr Taschendiebe gibt es. Liebe Grüße, Bernd

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      • Mrs Postman schreibt:

        Ja *seufz* , das ist wohl so. Aus eben diesem Grund finde ich diese neuen Richtlinien des sogenannten Datenschutzes auch einigermaßen lächerlich. Machen Panik, bringen Abmahnanwälte auf den Plan und schützen dabei niemandes Daten

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        • Abmahnungen gegen Personen, die persönliche Blogs betreiben (ohne beruflichen Bezug, ohne wirtschaftliche Tätigkeit und Gewinnerzielungsabsicht) sind unsinnig und nicht zulässig (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb – UWG). Allenfalls staatliche Stellen könnten das Fehlen gesetzlich vorgeschriebener Informationen bemängeln; das ist heilbar. Wir stehen nicht im Wettbewerb/Konkurrenz.
          Wenn ein Unternehmer/Selbständiger bei seinem Webauftritt gesetzlich vorgeschriebene Informationen nicht hinterlegt verstößt er gegen das UWG und kann von Mitbewerbern/Konkurrenten abgemahnt werden.

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  8. Mrs Postman schreibt:

    Danke sehr für ein bißchen Licht im Datenschutz Dunkel

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  9. Es braucht niemand seinen Blog „privat“ zu stellen. Dadurch ändert sich doch nichts an eventuellen Datenschutz- und -sicherheits-Verstößen. Und wenn irgendwann irgendwer Verstöße gegen Datenschutz und/oder -sicherheit behauptet, hat man immer noch Zeit, das Beanstandete zu korrigieren.

    Ich muss es jetzt einmal hart formulieren: Wer Angst im Straßenverkehr vor Rechtsverstößen und Unfällen hat, sollte kein Auto mehr fahren und wer in Sozialen Netzwerken und/oder beim Bloggen Angst davor hat, gegen irgendwelche Rechtsvorschriften zu verstoßen oder von irgendwem abgemahnt zu werden, der sollte sich dort nicht anmelden und sie nicht nutzen. Als ob irgendwer von uns, sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Sozialen Nezwerke, Messaging-Apps und Blog-Tools durchgelesen hätte. Wer diese läse, meldete sich dann nicht mehr an.
    Das beste Beispiel für die Ahnungslosigkeit sind die Copyright-Hinweise auf WordPress-Blogs („Teilen verboten“ oder „Teilen nur mit Zustimmung“). Die Zustimmung zum Rebloggen wurde mit der Anmeldung bei WordPress.com jedem Word.Press.com Nutzer erteilt (s. AGB).

    Ein Raucher raucht auch, obwohl er weiß, dass er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit daran sterben wird.

    Ich blogge, also bin ich. Und ja, wenn ich bei Tempo 100 mit 103 fahre, zahle ich 90 EUR Bußgeld und kassiere Punkte. Und ja, wenn ich beim Bloggen grob fahrlässig oder bedingt vorsätzlich gegen Datenschutz- und/oder -sicherheitsvorschriften verstoße, dann zahle ich ein Bußgeld. Das sollte uns die Freiheit und die Wissenlücken wert sein.

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    • dergl schreibt:

      Bei der betreffenden Person ist das so, dass sie Sorge hat nicht mehr hinterher zu kommen mit dem gegebenenfalls ändern, wenn ich sie richtig verstanden habe. Sie hat ähnlich wie einige andere in letzter Zeit sämtliche Optionen bis hin zur Schließung durchgespielt und wenn ihr das so einen Druck macht, dann hielte ich persönlich das „privat“ stellen für die Option der Stunde, weil sie sich dann nicht gehetzt fühlt und langsam machen kann, das kann für Leute, die sich nicht täglich um ihre Blogs kümmern (können) beruhigend sein. Da sie das Blog 2008 registriert hat und seitdem kontinuierlich macht wird sie per se wissen was sie da macht. Ich halte es nicht für unmöglich, dass sie hier auch noch was zu sagt, wenn sie den Link gelesen hat.

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  10. dergl schreibt:

    Ich habe deinen Artikel gleichmal an jemanden weitergeleitet, die derzeit Sorge hat zehn Bloggerjahre wegwerfen zu müssen, weil sie nicht tausende Kommentare und hunderte Artikel sichten kann. Vielleicht kann deine Zusammenstellung sie etwas beruhigen. Wenn man danach geht müsste ich mit beiden Blogs auf der sicheren Seite sein.

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    • Gut so. Es gibt ein Rückwirkungsverbot für Gesetze (Verordnungen). Ein Gesetz ist ab dem Tag seines Inkrafttretens gültig und gilt für alle Handlungen ab diesem Tag und davor. Wir sind mit unseren Blogs sowieso auf der sicheren Seite, wenn wir nicht selbst hosten und WordPress.com persönlich nutzen. Der Datenschutz und die Datensicherheit unserer Mit-Blogger* gegenüber gebietet es, zukünftig ein wenig sensibler mit den empfangenen Daten und den geteilten Daten umzugehen. Das ist für alle leistbar. Die einzigen Daten, die wir in unserem Admin-Bereich der Subdomain sammeln, sind die Kommentar(meta)daten. Das ist übersichtlich und WordPress.com bietet heute schon komfortable Werkzeuge Kommentare auf Verlangen unkompliziert zu löschen.
      Und für ein Impressum und eine Datenschutzerklärung gibt es jetzt schon genügend Musterbeispiele.
      Wenn wir dann noch darauf achten, nur solche Widgets zu benutzen, die keine Daten sammeln und verschleudern, beachten wir auch die Grundsätze des Datenschutzes und der -sicherheit.
      Wer solche Widgets nutzen möchte, muss sich halt einmalig mit der Materie beschäftigen.
      Ob WordPress.com einen Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung benötigt, werden die schon klären, wenn sie zukünftig in Europa noch tätig sein wollen.
      Bilder würde ich spätestens ab jetzt nicht mehr als Link auf die ursprüngliche Website einbinden, sondern sie in meine Mediathek herunterladen und von dort veröffentlichen (Achtung: Urheberrechte).

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      • dergl schreibt:

        Zu Bildern kann ich nichts sagen, weil ich keine nutze (folglich kann ich da auch nicht in Schwierigkeiten kommen), Youtube habe ich entweder rausgeworfen oder in Textlinks umgewandelt. Muss man halt klicken, wenn man das Video sehen will und ist dann auf youtube, was die machen hat mit mir nichts zu tun. Gravatar habe ich persönlich rausgeschmissen und vermisse es auch nicht, braucht mich also auch nicht mehr zu kümmern, bei den Kommentaren habe ich jetzt einen Disclaimer. Christiane hatte mir ein Datenschutzerklärungsmuster per Generator empfohlen, das wird gerade vom Macher bearbeitet, wenn das fertig ist, lasse ich mir da eines generieren und dann sollte das eigentlich reichen. Ich bin auch nicht in Suchmaschinen, nutze dieses AMP (damals für den Diebstahl verantwortlich) nicht, also dürfte ich eigentlich bis auf die Kommentarfunktion nichts mehr potentiell schwieriges haben. Ich habe jetzt schon auf meiner „was gesagt werden muss“-Seite stehen, dass ich gerne bereit bin Kommentare zu löschen, wenn ein/e Urhebende/r drum bittet. Schon gehabt, und zwei Stunden nach Bitteneingang erledigt. Mit mir muss man sich also nicht streiten.

        Die Bloggerin, der ich deinen Link geschickt habe hat viele Fotos, Videos und Widgets, da muss sie halt schauen wie es macht. Wenn sie es nicht zeitnah schafft, kann sie ja immer noch wie sie überlegt zeitweise „privat“ stellen und in Ruhe umbauen. Das ist halt nur bei den Inhalten von zehn Jahren aufwändiger als zum Beispiel bei meinen im Mai drei Jahren.

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  11. nandalya schreibt:

    Neben anderen Stimmen warnt auch der Chaos Computer Club (CCC) schon lange vor dem gläsernen Bürger und der Spionage von staatlichen Stellen. Wir alle, die wir quasi vom Internet abhängig gemacht worden sind, werden bei „Ungehorsam“ mit einem Mausklick stumm geschaltet. Das ist kein Horrorszenario, keine Science Fiction, wenn man dir heute den Telefonanschluss + Internet kündigt und dein Bankkonto, bist du weg vom Fenster, um es salopp auszudrücken. Käme nun die angestrebte Abschaffung von Bargeld, würden die BürgerInnen völlig unter staatlicher Kontrolle stehen. NetDG und Frau Barleys dummes Geschwätz, sind nur Teile des Puzzles. Scheinheilige Proteste einiger Parteien sind genau das.

    Was bedeutet das für Blogger? So lange wir „klein“ sind und unsere Meinungen keine Gefahr darstellen, egal ob sie in die richtige Richtung gehen, lässt man uns gewähren. Bei Twitter oder Facebook wirst du bereits für Nichtigkeiten gesperrt. Bei WordPress ist man scheinbar toleranter. Noch. Dagegen hilft auf den ersten Blick ein anonymes Profil, die Verschleierung von Daten oder den Blog ebenfalls auf privat zu schalten. WordPress-MitarbeiterInnen können und werden dann noch immer mitlesen. Darüber muss sich jeder klar sein. Nach all diesen scheinbar negativen Dingen, nun mein positives Fazit. Macht einfach so weiter wie bisher, aber seid euch möglicher Gefahren bewusst.

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  12. little wittys schreibt:

    Danke, Bernd 🍀

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  13. schlingsite schreibt:

    WordPress hat Administratorrechte über meine Beiträge. Da stellt sich die Frage, wie man den ursprünglichen Wortlaut eines Textes überhaupt noch nachweisen kann, ohne den Inhalt von einer eigenen Website bei einem anderen Anbieter zu WordPress zu übertragen.

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  14. violaetcetera schreibt:

    Danke, dass du uns an deiner Recherche teil haben lassen willst. Ich habe versucht, mich da einzulesen, aber es ist keine einfache Materie und von „ändert sich nichts“ bis „Blog löschen!“ ist alles dabei.

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  15. wildgans schreibt:

    Es ist wahrlich eine feine Prise Gelassenheit nötig!
    Dankeschön!

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  16. versspielerin schreibt:

    Danke hierfür!! :)

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  17. Karin schreibt:

    Dem schließe ich mich an und sehe dem ganzen Durcheinander erstmal abwartend entgegen.
    Lieber Gruss, Karin

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  18. gkazakou schreibt:

    Danke für die Aufklärung bzw das Bemühen darum.

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