Datenschutz und Datensicherheit Fs. I

+++++ Dies ist keine Rechtsauskunft oder -beratung. Dies ist meine Rechtsmeinung. +++++

02.05.2018, 19:31  |  Heute bekam ich Antwort vom Datenschutzbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz: »[…]

bitte sehen Sie mir nach, dass meine Behörde aufgrund der Vielzahl von Anfragen keine Einzelfallberatung für jeden Betreiber eines Blogs durchführen kann.

In der Literatur wird teilweise vertreten, dass die Nutzung von sozialen Netzen und Onlinetätigkeiten nur dann unter die Ausnahme des Art. 2 Abs. 2 lit c DS-GVO fällt, wenn die Nutzer Ihre Daten ausschließlich in einer geschlossenen Gruppe austauschen (Ennöckl in Nomos Handkommentar zur DS-GVO Art. 2 Rn. 13).

Die Veröffentlichung von Daten über das Internet fällt hingegen stets unter die Regelung der DS-GVO. Sie überschreitet aufgrund der damit verbundenen Entkopplung der Informationen von einem bestimmten Verarbeitungszweck stets den Bereich persönlicher Informationsverwaltung, ohne dass es auf den vom Betreiber der Webseite intendierten Empfängerkreis ankommt (vgl. EuGH 6.11.2003 – Rs. C-101/01, Rn. 47).«

Diese Antwort macht meine Einschätzung der Rechtslage, dass die DSGVO für mich als persönlich Tätigen nicht anzuwenden ist, zunichte. Hier wird es langfristig auf eine gesicherte Rechtsprechung und die Beurteilung im Einzelfall ankommen.

Nun denn, dies bedeutet, dass wir für unsere WordPress.com-Sub-Domains eine Seite mit Impressum/Datenschutz anlegen sollten, deren Link von unserer Startseite/Homepage aus gut sichtbar und erreichbar sein sollte.

Die DSGVO-konforme-Technik muss Automattic/WordPress.com bereitstellen; da bin ich zuversichtlich, dass die das hinbekommen.
Und wir sollten es hinbekommen, eine Seite mit Impressum/Datenschutz zu erstellen. Im Sinne des unten stehenden Links vom 01.05.18 kommt es m. E. darauf an, eine solche Seite zu haben und es sollte auch etwas in Richtung Impressum und Datenschutz drinstehen. Vorlagen und Beispiele (ab 25.05. im Prinzip jede Website) sollte es genug geben.
Wenn denn überhaupt sollte die Angst vor einem Bußgeld hier so klein sein, wie die Angst vor einem Bußgeld mit Punkten in Flensberg im Straßenverkehr.
Denkt allein einmal an die großen Rentenversicherungen oder die gesetzlichen Krankenkassen mit ihren fast 70.000.000 Millionen „Kunden“; sie alle haben interaktive Angebote im WWW und müssen ebenfalls die DSGVO anwenden.
Da ist unser Risiko gegen Null tendierend und so wird sicherlich auch die Perspektive der Datenschützer sein.


01.05.2018, 22:08  |  DSGVO | Gegen die Angst! :-) => Quelle: Klaudia`s kreative world: Nachtrag und DSGVO-Veränderungen auf dem Blog


29.04.2018, 10:51 | Heute – nachdem ich einen kurzen, noch nicht beendeten Schriftwechsel mit dem Datenschutzbeauftragten des Landes Rheinland-Pfalz hatte, unsägliche DSGVO-Gruppen bei facebook kopfschüttelnd verfolgte und mir so meine eigenen Gedanken machte – möchte ich für mich ein vorläufiges Fazit ziehen:

  1. Die Datenschutzbehörde sagt, dass die DSGVO grundsätzlich für alle gilt, „soweit es sich nicht um ein Forum handelt, das ausschließlich zur Ausübung persönlicher oder familiärer Tätigkeiten dient (Art. 2 Abs. 2 lit c DS-GVO)“
    Leider definiert die Behörde in ihrer Antwort nicht „persönliche Tätigkeit“. Eine Antwort auf eine entsprechende Rückfrage steht noch aus.
  2. „Da Sie als Betreiber Ihres Blogs in Rheinland-Pfalz wohnen, wäre meine Dienststelle bei einer Eingabe bzgl. Ihres Blogs federführend zuständig.“ Dies gilt m. E. nur für Blogs, die selbst in Deutschland gehostet sind, also nicht für Blogs, die als Sub-Domain von wordpress.com betrieben werden. Für die Domain ‚wordpress.com‘ und ihre Sub-Domains ‚blablabla.wordpress.com‘ wird nämlich mit Inkrafttreten der DSGVO die irische Datenschutzbehörde zuständig, da Automattic als Domain-Inhaberin von wordpress.com in Irland sitzt (auch für facebook wechselt die Zuständigkeit von Hamburg nach Irland).
  3. Wer meint, er verstoße mit seinem Blog gegen die DSGVO, der verstößt bereits seit Jahren gegen das Bundesdatenschutzgesetz, was bisher als Rechtsvorschrift galt; die DSGVO bringt das Bundesdatenschutzgesetz in einen europäischen Rahmen und präzisiert es.
  4. Nach Artikel 2 Absatz 1 der DSGVO gilt diese Verordnung „für die ganz oder teilweise automatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten sowie für die nichtautomatisierte Verarbeitung personenbezogener Daten, die in einem Dateisystem gespeichert sind oder gespeichert werden sollen.“
    Dies gilt für Automattic, die wordpress.com betreiben, aber für uns, die wir eine Sub-Domain von wordpress.com zur Verfügung gestellt bekommen haben, gilt dies m. E. nicht. Für uns übernimmt Automattic diese Verpflichtung – wir haben „lediglich“ die Allgemeinen Geschäftsbedingungen ff von Automattic zu beachten. Wenn jemand die WordPress-Software (wordpress.org) benutzt und auf einem eigenen oder angemieteten Server (bei einem Hosting-Dienst) betreibt und Domain-Inhaber ist (ichbloggezumbeispiel.com, ichbloggezumbeispiel.blog …), der sollte sich um die Anforderungen des Bundesdatenschutzgesetztes (heute) und der DSGVO (zukünftig) schlau machen.
  5. Nach Artikel 2 Absatz 2 Buchstabe c findet die DSGVO keine Anwendung auf die „Verarbeitung personenbezogener Daten durch natürliche Personen zur Ausübung ausschließlich persönlicher […] Tätigkeiten. Nach dem zu diesem Artikel gehörenden ‚Erwägungsgrund 18‘ gilt diese Verordnung nicht für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die von einer natürlichen Person zur Ausübung ausschließlich persönlicher […] und somit ohne Bezug zu einer beruflichen oder wirtschaftlichen Tätigkeit vorgenommen wird. Als persönliche […] Tätigkeiten könnte auch das Führen eines Schriftverkehrs oder von Anschriftenverzeichnissen oder die Nutzung sozialer Netze und Online-Tätigkeiten im Rahmen solcher Tätigkeiten gelten. Diese Verordnung gilt jedoch für die Verantwortlichen oder Auftragsverarbeiter, die die Instrumente für die Verarbeitung personenbezogener Daten für solche persönlichen oder familiären Tätigkeiten bereitstellen.“
    Ich subsumiere für meine Sub-Domains ‚redskiesoverparadise.wordpress.com‘ und ‚ragbagtoday.wordpress.com‘: Innerhalb dieser Sub-Domains werde ich ausschließlich persönlich tätig: Ich teile Musik als Link, die ich selbst gehört habe und aus irgendeinem Grund für teilenswert halte (RSOPmusic). Ich teile selbst gelesene Artikel als Link, deren, mich persönlich berührender Inhalt ich zitiere (RSOPlink). Ich teile Zitate, die ich selbst gelesen habe und deren Inhalt ich entweder für bedenkenswert oder bedenklich erachte (RSOPzitat). Ich teile Dinge, über die ich gelacht oder geschmunzelt habe (RSOPfun). Ich teile Stolpersteine meiner Heimatstadt, über die ich persönlich gestolpert bin und deren Andenken ich bewahren möchte (RSOPStolpersteine). Ich teile Artikel, die ich bei *.wordpress.com gelesen habe und eine besondere Bedeutung für mich haben (RSOPreblog). Ich veröffentliche selbst geschaffene Geschichten (RSOPfiction). All dies hat keinerlei Bezug zu meiner beruflichen oder irgendeiner wirtschaftlichen Tätigkeit (im Gegenteil: ich bezahle Automattic für die Werbefreiheit meiner Blogs). Zu meiner persönlichen Tätigkeit zählt auch das Führen eines Schriftverkehrs/Anschriftenverzeichnisses (Name/Pseudonym, http(s)-Adresse, E-Mail-Adresse und IP-Adresse des Kommentierenden) im Rahmen von Kommentaren, die zu meinen Veröffentlichungen hinterlassen werden. Auch soziale Netze und andere Online-Tätigkeiten erfolgen rein persönlich, nicht beruflich/wirtschaftlich.
  6. Meine Schlussfolgerung: Aufgrund der vorgenannten Punkte 4. und 5. komme ich zu dem Schluss, dass die DSGVO auf meine beiden Blogs ‚redskiesoverparadise.wordpress.com‘ und ‚ragbagtoday.wordpress.com‘ keine Anwendung findet.
  7. Disclaimer: Achtung: Dieser Blogartikel ist keine Rechtsberatung! Im Rahmen meiner persönlichen Tätigkeit als Blogger habe ich mich zwar intensiv mit den geltenden Datenschutzbestimmungen und der DSGVO beschäftigt, ich bin jedoch weder Jurist noch Experte für den Datenschutz und die Datensicherheit. Dementsprechend kann ich für die Vollständigkeit, Aktualität und Richtigkeit der von mir bereitgestellten Inhalte keine Haftung übernehmen.
  8. Meine Meinung: Wenn ihr eine Sub-Domain von wordpress.com habt, nur persönlich tätig seid und nicht beruflich und nicht wirtschaftlich, dann solltet ihr der DSGVO gelassen entgegensehen. Wenn ihr euren Blog selbst hostet oder nur eine eigene Domain habt, dann solltet ihr euch um die Anforderungen der DSGVO Gedanken machen. Allein die eigene Domain könnte m. E. als wirtschaftliche Tätigkeit ausgelegt werden (deshalb werde ich auch meine kurzzeitig verwendete, eigene Domain (nicht selbst gehostet) nicht mehr nutzen und zurückgeben).
    Wenn ihr journalistisch tätig seid, dann könnte die DSGVO für euch aufgrund des Medienprivilegs nicht gelten.
  9. Da ich das informationelle Selbstbestimmungsrecht und damit verbunden den Datenschutz und die Datensicherheit als ein wesentliches Rechtsgut betrachte, werde ich zukünftig freiwillig eine Seite „Impressum/Datenschutz“ in meine Blogs einbinden, die Informationen im Sinne der DSGVO/Bundesdatenschutzgesetz/Telemediengesetz enthalten werden.

21.04.2018, 09:45 | Einen ersten Überblick über die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gibt Wikipedia. Diesem Satz folgt der Link zum Original-Artikel – wenn du ihm folgst, verlässt du diese Seite/Site und du übermittelst Daten an die Ziel-Domain; wenn du das nicht möchtest, folge dem Link lieber nicht: https://de.wikipedia.org/wiki/Datenschutz-Grundverordnung

Wer den Verordnungstext im deutschen Wortlaut nachlesen möchte kann dies hier tun => diesem Satz folgt der Link zum Original-Artikel – wenn du ihm folgst, verlässt du diese Seite/Site und du übermittelst Daten an die Ziel-Domain; wenn du das nicht möchtest, folge dem Link lieber nicht => https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/HTML/?uri=CELEX:32016R0679&from=EN

Die erste Frage, die ich mir stellte, ist die, ob die DSGVO für mich als persönlichem Blogger, der nicht beruflich und nicht mit wirtschaftlichem Interesse bloggt, überhaupt gilt.

Ich lese im ‚Artikel 2‘ (Sachlicher Anwendungsbereich) im zweiten Absatz unter Buchstabe c), dass die DSGVO nicht auf die Verarbeitung personenbezogener Daten angewendet wird, wenn natürliche Personen (also ich) ausschließlich persönlich tätig werden. Wann bin ich denn ausschließlich persönlich tätig?

Teil der DSGVO und den Artikeln vorgeschaltet sind sogenannte Erwägungsgründe. Der achtzehnte Erwägungsgrund lautet:

»Diese Verordnung gilt nicht für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die von einer natürlichen Person zur Ausübung ausschließlich persönlicher oder familiärer Tätigkeiten und somit ohne Bezug zu einer beruflichen oder wirtschaftlichen Tätigkeit vorgenommen wird. Als persönliche oder familiäre Tätigkeiten könnte auch das Führen eines Schriftverkehrs oder von Anschriftenverzeichnissen oder die Nutzung sozialer Netze und Online-Tätigkeiten im Rahmen solcher Tätigkeiten gelten. Diese Verordnung gilt jedoch für die Verantwortlichen oder Auftragsverarbeiter, die die Instrumente für die Verarbeitung personenbezogener Daten für solche persönlichen oder familiären Tätigkeiten bereitstellen.«

Also gilt die DSGVO nicht für personenbezogene Daten, die ich als natürliche Person ausschließlich zur Ausübung persönlicher Tätigkeiten (hier: Bloggen, d. h. Teilen von eigenen Gedanken und Geschichten, gefundenen Zitaten, Artikeln, Videos, Bilder und Links incl. der dazugehörenden sozialen Kommunikation (Liken/Kommentieren)) verarbeite. Mein Bloggen ist ohne jeden Bezug zu meiner beruflichen oder irgendeinder wirtschaftlichen Tätigkeit.

Jetzt wird es schwammig: Zu den genannten persönlichen Tätigkeiten (also des Bloggens als Privatperson) könnte (! – Auslegungssache) auch das Führen eines Schriftverkehrs (also wenn ich mit euch maile oder Briefe schreibe) oder das Führen von Anschriftenverzeichnissen (eure Daten, die ihr beim Kommentieren hinterlasst, insbesondere eure E-Mail-Adresse) oder die Nutzung sozialer Netze (hier: WordPress.com) und Online-Tätigkeiten im Rahmen des Bloggens gelten.

Aha, hieraus schließe ich als ein wenig mit Rechtssätzen vertrauter Laie: Hej, die DSGVO gilt grundsätzlich nicht für mein Bloggen auf WordPress.com!

Aber: Sie gilt für WordPress.com selbst, denn die DSGVO gilt jedoch für die Verantwortlichen/Auftragsverarbeiter, die die Instrumente für die Verarbeitung personenbezogener Daten fürs Bloggen auf WordPress.com bereitstellen. D. h. für mich, dass Automattic/Ireland als derjenige, der mir die Web-Anwendung WordPress.com mit meiner Sub-Domain zur Verfügung stellt, die Anforderungen der DSGVO erfüllen muss.

Das Hörensagen berichtet, dass Automattic genau daran zur Zeit arbeitet.

Ich bin jetzt etwas erleichtert und warte gelassen auf das, was Automattic umsetzen und wie die offiziellen Stellen, die ich kontaktiere, reagieren werden.

Stay tuned. To be continued …


20.04.2018, 17:27 | Liebe Blogger*,

die DSGVO schlägt hohe Wellen und führt zu einer tiefen rechtlichen Verunsicherung.

Es gibt keinen Grund, impulsiv zu handeln und gar keinen, einen Blog zu löschen.
Gelassenheit ist angesagt.

Viele Teile der DSGVO sind heute schon Bestandteil des Bundesdatenschutzgesetzes und ich behaupte einmal, dass die meisten Blogger* bereits seit Jahren gegen dieses Gesetz verstoßen.
Wir sind lediglich Guppys im Haifischbecken des Datenschutzes und wir werden sicherlich noch lange Zeit nicht im Fokus irgendwelcher staatlicher Stellen sein.
Wenn geldgeile Rechtsanwälte auf die Idee kommen sollten, sich an uns Guppys bereichern zu wollen – Stichwort: Abmahnung -, so wäre mein erster Weg zu meinem Rechtsanwalt des Vertrauens und dort würde ich meinen versicherten Beratungsrechtsschutz geltend machen. Danach können substanzielle Entscheidungen getroffen werden. Ich hoffe doch, dass ihr alle eine Rechtsschutzversicherung habt, die zumindest einen Beratungsrechtschutz beinhaltet.

Ich versuche, mich in den nächsten Monaten schlau zu machen (rechtssicher, kein Hörensagen) ob die DSGVO überhaupt für meinen Blog gilt und wenn sie gilt, was ich beachten muss, damit eure Daten bei mir geschützt und sicher sind.

Dazu habe ich mich mehreren fb-Gruppen angeschlossen, die sich zum Ziel gesetzt haben, Licht ins Dunkel zu bringen. Ich bezweifle, dass das zielführend ist, da in diesen Gruppen alles in einen Topf geworfen wird, viele Köche kräftig umrühren und das Ergebnis wiederum eine undurchsichtige Brühe ist, die keinem Einzelfall gerecht wird.

Ich versuche einmal, diejenigen anzufragen, die für mich eventuell zuständig sind. Dazu habe ich heute den „Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Rheinland-Pfalz“ angeschrieben und um Aufklärung und Auskunft für meine Blogsituation gebeten.

Sobald ich weiß, wer die für mich zuständige Aufsichtsbehörde ist, werde ich auch diese kontaktieren.

Außerdem hoffe ich, dass die Computer-Zeitschrift c’t demnächst einen ausführlichen Artikel zum DSGVO veröffentlichen wird, falls nicht, werde ich bei der Redaktion einmal meine Fragen platzieren. –

 

Insgesamt bin ich aber froh, dass endlich das Thema Datenschutz und Datensicherheit wieder bis in den kleinsten Haushalt Einzug gefunden hat.
Zwischen meiner Verweigerung der Teilnahme an den Volksbefragungen in den 1980er Jahren und dem, was ich heute alles von mir und anderen preisgebe (z. B. mit der Nutzung von WhatsApp/fb-Messenger gestatten wir in der Regel, dass unsere Smartphone-Kontakte ohne deren Einwilligung an WhatsApp/facebook übertragen werden). –

 

Um der Intention der DSGVO jetzt schon etwas nachzukommen und den Umgang mit unseren Daten bewusst zu machen, werde ich ab sofort unter meine Postings bestimmte Hinweise zu Links, „Gefällt-mir/Like“-Buttons, Kommentaren, Teilen-Buttons und Rebloggen setzen. –

 

Außerdem empfehle ich euch, die Allgemeinen Geschäftsbedingungen ff. von WordPress.com, denen ihr bei der erstmaligen Anmeldung zugestimmt habt, einmal zu lesen: https://de.wordpress.com/tos/

Ein paar bemerkenswerte Dinge stehen darin, u. a. (in meinen eigenen Worten und ohne Gewähr):

  • Automattic darf eure Inhalte/Blogbeiträge weltweit, gebührenfrei (aber nicht exklusiv), vervielfältigen, ändern, anpassen, aber nur, um euren wordpress-Blog darzustellen, zu verbreiten und zu fördern.
  • Eure Beiträge darf Automattic Dritten zur Verfügung stellen, sodass diese Dritten eure Inhalte analysieren und über ihre eigenen, nicht öffentlichen Dienste verbreiten können.
  • Jeder WordPress.com-Benutzer darf eure Inhalte innerhalb von WordPress.com teilen (rebloggen), aber nur Teile eurer Beiträge (Zitate/Auszüge) und nur mit Verlinkung auf die ursprüngliche WordPress.com-Subdomain und ihren Autor.
  • Für uns, mit Wohnsitz in Deutschland, hat Automattic seinen Sitz in Irland (damit gilt europäisches Recht). –

Don’t panic. Ich werde die Vermehrung meiner gewonnen Erkenntnisse an dieser Stelle beizeiten teilen.

Liebe Grüße von Bernd @ redskiesoverparadise.wordpress.com

Über ein Like/“Gefällt mir“ freute ich mich. Bedenke, dass du deinen bei gravatar.com hinterlegten Avatar hier sichtbar machst und du zu deinem gravatar.com-Profil verlinkst. Das ist alles, was ich sehen kann. Welche Daten an wordpress.com/gravatar.com übertragen werden, ist für mich nicht nachvollziehbar. Deinem Recht auf Löschung dieses gravatar.com-Avatars und -Links kannst du selbst nachkommen, indem du den „Like/Gefällt-mir“-Button ein zweites Mal drückst.

Über einen Kommentar freute ich mich. Bedenke, dass du dabei deinen Namen/Pseudonym, deine Internet-Adresse, deine E-Mail-Adresse und deine IP-Adresse hinterlässt, die dauerhaft in meinem WordPress-Admin-Kommentar-Bereich gespeichert werden. Ich werde diese Daten weder für eigene noch für fremde Zwecke verwenden/weitergeben. Wenn du deine Kommentare irgendwann gelöscht haben möchtest, dann sende mir eine E-Mail an ‚redskiesoverparadise.recht.auf.loeschung@posteo.de‘ unter Angabe deiner verwendeten Namen/Pseudonyme und/oder deiner Internet-Adressen und/oder deiner E-Mail-Adressen und/oder deiner IP-Adressen. Die Löschung wird unverzüglich vorgenommen und als Antwort auf deine E-Mail mit dem Löschungswunsch bestätigt.

Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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9 Antworten zu Datenschutz und Datensicherheit Fs. I

  1. nandalya schreibt:

    Wie schickt man jemand einen Bußgeldbescheid, der im Ausland lebt und ein Pseudonym verwendet?

    Gefällt mir

    • Solange du kein Netzwerk zur Anonymisierung von Verbindungsdaten nutzt, hast du eine eindeutig zuordenbare IP-Adresse. [Deshalb müssen solche Daten von den Internet-Providern ja auch mehrere Monate aufbewahrt werden.] Wenn der Inhaber einer Sub-Domain nicht ermittelbar ist, werden sich Behörden sicherlich an den Domain-Inhaber wenden. Ich kann mir vorstellen, dass wir zukünftig, wenn wir die Datenschutzregeln nicht beachten, auch gegen die AGB von WordPress.com verstoßen und der Account somit gelöscht werden kann.
      Ich glaube nicht, dass man sich auf absehbare Zeit eine solche Mühe mit uns machen wird.
      Sollten aber Zeiten der Repression anbrechen, ist der Datenschutz ein feines Einfallstor (unter vielen) um missliebige Blogger*en zum Schweigen zu bringen.

      PS: Auch ohne IP-Adresse sind wir nur anhand der von unserem Browser übermittelten Daten nahezu eindeutig identifizierbar. Nur sehr wenige Menschen weltweit haben die gleichen Browser-/Betriebssystemkonfigurationen (die die Browser bei jedem Seitenaufrauf übermitteln); unser Browser ist so etwas wie unser Fingerabdruck (die IT-Forensiker werden sicherlich auch da schon weiter sein als öffentlich bekannt ist) [https://www.henning-tillmann.de/2013/10/browser-fingerprinting-93-der-nutzer-hinterlassen-eindeutige-spuren/].

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  2. Anna-Lena schreibt:

    Ganz lieben Dank für deine Hilfe und Aufklärung!
    LG Anna-Lena

    Gefällt 1 Person

  3. gkazakou schreibt:

    Lieber Bernd, darf ich deinen Text zu Impressum und Datenschutz für mein Blog kopieren und, nachdem ich nötigen Änderungen vorgenommen habe, veröffentlichen?

    Gefällt 2 Personen

  4. gkazakou schreibt:

    Du verdienst einen Orden! Danke!

    Gefällt 1 Person

  5. Ulli schreibt:

    Danke, danke, danke, das macht für mich so vieles klarer!
    herzliche Grüße, Ulli

    Gefällt 2 Personen

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