„Dieses Haus ist besetzt, ohne Pause bis jetzt, denn wir kamen zuerst und wir geh’n auch zuletzt. Du bist nur Gast hier, du fasst hier nichts an.“ [1]

» […] „Denn aus der prophetischen Tradition heraus sind ChristInnen darauf verpflichtet, parteilich solidarisch für diejenigen einzutreten, deren Grundrechte beschnitten, deren Autonomie missachtet und deren Leben durch inhumane Härten gefährdet wird,“
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Die hohe Zahl von über 12.000 Abschiebungen im ersten Halbjahr 2017 zeigt, dass die deutsche Asylpolitik immer stärker zum Mittel der Abschiebung greift.
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Das entspricht einer Asylpolitik, die sich wieder verschärft auf Flüchtlingsabwehr fokussiert.
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Das Kirchenasyl als eine entschiedene Praxis zum Schutz vulnerabler Personen vor inhumanen Härten wird daher immer wichtiger.
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Gerade die steigende Zahl von Kirchenasylen macht hierbei auf die strukturellen Ursachen von systematischer Entrechtung durch die Asylrechtsverschärfungen der letzten zwei Jahre aufmerksam. Beispielhaft dafür ist, dass viele Abschiebehindernisse weggefallen sind und immer mehr Länder zu sicheren Herkunftsstaaten erklärt wurden. Das verweist auf die Absurdität des Dublin-Systems und deckt den politischen Willen auf, Abschiebungen um jeden Preis beschleunigt durchzusetzen.
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verstehen die Verantwortlichen […] das Kirchenasyl als eine ernst zu nehmende politische Gegenwehr
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die in die derzeitigen Asylgesetze gegossene zunehmende Entrechtung von Geflüchteten
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Die starken sozialen Unterschiede und die damit verbundenen Auswirkungen für Geflüchtete in den europäischen Staaten führen dazu, dass Dublin-Abschiebungen oftmals Menschen in Arbeits-, Wohnungs- und Perspektivlosigkeit in den europäischen Grenzstaaten schicken. Auch zunehmende Kettenabschiebungen über skandinavische Länder nach Afghanistan, Irak oder Somalia stellen eine besondere Gefährdung dar.
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„Unser Hauptziel bleibt, die Ursachen von Kirchenasyl zu beseitigen“ «

Philipp | Institut für Theologie und Politik | 20.12.2017 | Kirchenasyl notwendiger denn je! | http://www.itpol.de/?p=2825

[1] Textzeile aus ‚Buenos Dias Messias‘ von den ‚Fantastischen Vier‘

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