Unanständig.

Die überwiegende Sprache in facebook war wie die Menschen, die sich ihrer bedienten: verroht.

Dies gefährdete Facebooks® Geschäftsmodell.
Da für Waffen und Kriegsgerät nicht geworben werden durfte, fielen die Werbeeinnahmen ins bodenlose.

Dankbar nahm Zuckerberg des Dudens Angebot an.
Diese hatten ihre Software ‚Korrektor‘ weiterentwickelt: ‚Sprachpolizei 1.0‘

Wann immer jetzt jemand facebookte, also einen Status postete oder einen Artikel kommentierte und dabei gegen die Sprachregeln des Duden verstieß, löschte der Upload-Filter das Geschriebene sofort.

Nun schrumpften die Werbeeinnahmen erst recht und tendierten gegen Null.

Es wurde offensichtlich, dass kaum jemand noch Rechtschreibung und Grammatik beherrschte.

Auch die Hetze der AfD fand dadurch keine Beachtung mehr. –

Es vergingen weniger als acht Monate, da gründeten diese Unanständigen eine weitere Alternative: hatebook.

Inspiration: https://365tageasatzaday.wordpress.com/2018/07/01/schreibeinladung-fuer-die-textwoche-27-18-wortspende-von-werner-kastens/

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Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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17 Antworten zu Unanständig.

  1. nandalya schreibt:

    Man könnte Hass und Hetze auch als Satire verpacken. Den Experten dafür gibt es schon.

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  2. Werner Kastens schreibt:

    Die Software gibt es doch im Prinzip schon lange. Die Geheimdienste der USA, Russlands, Chinas, Frankreichs, Deutschlands scannen doch schon lange nach verdächtigen/typischen Wörtern, um Terroristen etc. aufzuspüren. Alles schon kalter Kaffee. Profile gibt es wahrscheinlich schon von jedem von uns. Es bedarf nur noch des Koffers, den die Regierungschefs ständig mit sich herum tragen, um Einzelne oder Gruppen von uns abzuschalten. FB ist dagegen doch wohl eher harmlos und weit weniger gefährlich, weil vordergründig zumindest nur kommerziell motiviert.
    Aber wer Kraftwerke, Industrien, Telefonzentralen abschalten will, der macht auch bei Einzelnen nicht halt.

    Sehr brisantes Thema, was Du uns mal wieder näher gebracht hast!

    LG Werner

    [vergingen als Vergangenheitsform von vergehen wollen wir mal durchgehen lassen]

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  3. violaetcetera schreibt:

    Also, ich halte dieses Szenario gar nicht mal für so abwegig. Gut durchdacht, wie immer!

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  4. Myriade schreibt:

    Wieder einmal genial, gefällt mir sehr !

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  5. Gudrun Maria schreibt:

    Wir sind alle mehr oder minder zu FB verdammt. Wie kriegt man sonst seine Blogs unter die Leute? Nur beispielsweise. Mir ist FB dennoch so auf die Nerven gegangen, in jeder Hinsicht, dass ich meines trotz obiger Frage, mal ruhigstellt habe…

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  6. Christiane schreibt:

    „Teile und herrsche“ scheint hier nicht zu funktionieren. Oder glaubst du, wenn es „Hatebook“ gäbe, hätte es langfristig Zulauf? Wäre das nicht langweilig, wenn das Verbotene quasi Standard wäre?
    Spannendes Gedankenspiel.
    Liebe Grüße
    Christiane

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    • Wenn eine bestimmte Klientel in einer Kneipe Hausverbot hat, dann findet sich sicher eine Kneipe, die dieser Klientel ein Zuhause gibt.
      Das Teilen und Herrschen findet außerhalb statt und innerhalb der Parteien selbst.
      Liebe Grüße, Bernd

      Gefällt 2 Personen

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