Friedrich Levy

» Friedrich (Fritz) Levy wurde am 21. Juli 1898 in Anhausen geboren.

Friedrich Levy 1898-1942

Friedrich Levy 1898-1942

Er wohnte, zusammen mit seiner Ehefrau Selma Levy (geb. Schönenberg), zuerst in Hennef/Sieg und ab 1927 in Neuwied, Dierdorfer Straße 56.

Das Ehepaar hatte eine Tochter Hanna (später verh. Engel), die das KZ Auschwitz überlebte und nach Israel auswanderte. Ihrem ausführlichen Bericht ist es zu verdanken, dass sich heute ein authentisches Bild der Familiengeschichte nachzeichnen lässt.

Bereits 1933, kurz nach der Machtergreifung Hitlers, wurde Friedrich Levy, der als Zinn-Schmied in der Firma Rasselstein arbeitete, mit einem Arbeisverbot belegt. Aus Furcht vor weiteren Schikanen gab die Familie ihre Wohnung auf und zog in eine kleine Wohnung in der Dierdorfer Straße 56.

Im Frühjahr 1936 brachte seine Frau Selma einen Sohn zur Welt, der jedoch im Alter von 3½ Monaten verstarb. Die Mutter hatte aus Verzweifelung über die prekäre Familiensituation erfolglos versucht, eine Fehlgeburt herbeizuführen, an deren Folgen das Kind starb.

Vom 15. November 1938 bis 16. Februar 1939 war Friedrich Levy im Konzentrationslager Dachau inhaftiert.

Friedrich Levy wurde am 20. Juli 1942 ab Köln in das Ghetto Minsk deportiert und 1942 in Maly Trostinec umgebracht. «

»[…] Schuld die auch wir hätten begehen können […]«

Quelle & weitere Informationen => http://www.stolpersteine-neuwied.de/index.php/8-personenbeitraege/121-levy-friedrich [abgerufen am 20.07.2018]

Vergessen ist der Ausgangspunkt von Wiederholung.

Unless the world learns the lesson these cruel fates teach, night will fall.

Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied | Rolf Wüst, verantwortlich für das Projekt „Stolpersteine“ im Deutsch-Israelischen Freundeskreis Neuwied, hielt im voll besetzten „Café Auszeit“ der Marktkirchengemeinde einen Vortrag über „Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied“. In einer ausführlichen Einleitung untersuchte er das Verhältnis der Gesellschaft zum Judentum früher wie heute, das oftmals zwischen den Extremen Ablehnung und Hass einerseits und Idealisierung und übersteigerten Erwartungen andererseits oszilliert.
http://www.nr-kurier.de/artikel/66565-zeugnisse-juedischen-lebens-und-leidens-in-neuwied

Holocaust | Mehr als ein Trostpflaster | Über die Stolpersteine ging man irgendwann hinweg. Dann kam ein privates Forscherteam mit einem aufrüttelnden Buch.
http://www.zeit.de/2017/05/stolpersteine-forschung-nationalsozialismus-opfer-oswald-pander/komplettansicht


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Eine Antwort zu Friedrich Levy

  1. Patrick H. schreibt:

    Wir dürfen nie vergessen, dass alle diese Menschen wegen Rechts ihren Tod fanden.
    Insbesondere in Zeiten, wo der Politische Rechtsruck allmählich an einen Anfang erinnern könnte.
    Danke für Dein Engagement!

    Gefällt 1 Person

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