„Wir haben zugelassen, dass wir sie entmenschlichen.“ – „Wir haben zugelassen, dass unteilbare Menschenrechte relativiert werden.“

» […] “Wir müssen verhindern, dass sich Menschen illegal auf den Weg machen.” Das Volk nickt. Wohl meist nicht wissend, dass es keine legale Möglichkeit gibt nach Europa zu kommen.
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Die AFD heißt AFD, weil die Bezeichnung NSDAP rechtlich wohl nicht hielte und weil das zu viele Buchstaben wären. Da sind drei Buchstaben einfacher.
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Sozial sind sie alle. Wenn es um ihre Freunde geht.
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Die Freunde sitzen in der Industrie. Sie zahlen die Wahlkämpfe der Kämpfer für den kleinen Mann und aus Dankbarkeit verteilt die lustige Bubenbande dann das Geld der Unter- und Mittelschicht nach ganz oben.
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Bubenbande ist nicht ganz richtig. Es gibt der AFD noch Alice Weidel. Lesbisch, aber gegen die Homo-Ehe. Schöner kann man seinen eigenen Hirntod ohnehin nicht öffentlich zelebrieren.
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Das vermittelte Menschenbild ist keines, das sich mit den Werten der Aufklärung vereinbaren lässt.
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Zuerst hat man die extreme Rechte ignoriert und belächelt, dann hat man ihre Themen übernommen und irgendwann auch deren Positionen. Und da stehen wir jetzt.
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Flüchtlinge sind Menschen, die ihr Leben verbessern wollen. Sie fliehen vor Krieg, Zerstörung, Verfolgung. Oder aus Hunger. Oder, weil sie keine Lebensperspektive haben. Ist das verwerflich? Würde nicht jeder vernunftbegabte Mensch so handeln?
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Es sind Menschen. Wir haben zugelassen, dass wir sie entmenschlichen. “Animals” seien sie, sagt Trump. “Menschenfleisch”, sagt Matteo. Wir haben zugelassen, dass unteilbare Menschenrechte relativiert werden. Ein Verbrechen. Ein zivilisatorisches Versagen erster Klasse. Wo auch immer jemand glaubt, meint, sagt, artikuliert, dass er “mehr wert” sei, als ein anderer Mensch, dann muss man ein klares NEIN sagen.
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Man muss die Hilfe vor Ort ausbauen, damit die nicht mehr kommen.
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Das lustige ist nur: Die tun es nicht. Nichts tun sie. Wo bleibt denn die Hilfe vor Ort? Sie bleibt eine widerliche Lüge in den Ausführungen der Salvinis, Straches, Gaulands, Kickls, Kurz´.
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Die tun ja so, als wäre es Gottes großer Plan, dass wir in Europa geboren wurden und nicht in Afrika.
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Wer hat denn Afrika jahrhundertelang ausgebeutet und beutet es heute noch aus? Es waren wir. Und es sind wir. Wir zerstören ihre Lebensgrundlagen, wir fischen ihre Gewässer leer, nehmen ihnen ihr Ackerland, aber immerhin verkaufen wir ihnen unsere Waffen. Da sind wir nicht so. Immer nur nehmen, aber nie geben.
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Es ist eine Welt der niedersten Instinkte, des Egoismus, der Unmenschlichkeit.
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Was sie mit Flüchtlingen tun, werden sie irgendwann auch mit uns tun, wenn sie können. Nach den Flüchtlingen kommen halt Migranten dran, die schon da sind.
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Entsolidarisierung. Darum geht es doch im Kern. Wo jeder nur auf sich schaut, schaut man nicht auf andere. Und wenn man nicht auf andere schaut, werden einem die anderen irgendwann egal. Und wenn uns die anderen egal sind, dann sind wir verloren.
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Wir alle wollen eigentlich dasselbe: Ein gutes Leben. Und das Absurde ist ja, dass dieser Wunsch keine Vision bleiben muss, sondern durchaus erfüllbar wäre. Aber da müsste man teilen und jeder müsste im Geiste der Solidarität seinen Anteil dazu beitragen.
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Politiker verkaufen sich ans Großkapital, führen das Stück “Wir für den kleinen Mann. Gemeinsam gegen die noch weiter unten.” auf und liefern nach erfolgter Wahl an die da oben.
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Weg mit dem “Ja eh”. Was fehlt ist: das klare NEIN.
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Ich habe keine Lust dabei zuzusehen wie Europa, unsere Art zu leben, unsere Werte, unsere liberale Demokratie, unsere offene Gesellschaft letzlich, einfach so zerstört werden. «

Rudolf Fußi | Rudis Welt | 26.06.2018 | “Herr im Himmel, wir danken Dir, dass die Neger hungern und nicht wir!” | http://www.rudifussi.at/2018/06/26/herr-im-himmel-wir-danken-dir-dass-die-neger-hungern-und-nicht-wir/

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8 Antworten zu „Wir haben zugelassen, dass wir sie entmenschlichen.“ – „Wir haben zugelassen, dass unteilbare Menschenrechte relativiert werden.“

  1. trixisonnenschein schreibt:

    Beim Lesen wird mir ganz übel…weil so viel Richtiges dasteht….

    Gefällt 1 Person

  2. Ulli schreibt:

    Das sind klare Worte, die ich nur unterschreiben kann!
    Danke fürs Teilen.
    Herzliche Grüße, Ulli

    Gefällt 1 Person

  3. Christiane schreibt:

    Du zitierst ein paar Sätze, die sich jeder an den Spiegel stecken sollte.
    Liebe Grüße
    Christiane

    Gefällt 2 Personen

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