Zuversicht.

» Ein Schiff segelt hinaus und ich beobachte
wie es am Horizont verschwindet.
Jemand an meiner Seite sagt: „Es ist verschwunden.“
Verschwunden wohin?

Verschwunden aus meinem Blickfeld – das ist alles.
Das Schiff ist nach wie vor so groß wie es war
als ich es gesehen habe.
Dass es immer kleiner wird und es dann völlig aus
meinen Augen verschwindet ist in mir,
es hat mit dem Schiff nichts zu tun.

Und gerade in dem Moment, wenn jemand neben
mir sagt, es ist verschwunden, gibt es Andere,
die es kommen sehen, und andere Stimmen,
die freudig Aufschreien: „Da kommt es!“
Das ist sterben. «

Bischof Charles Henry Brent, 1862 – 1929


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Über Red Skies Over Paradise

»Das Leben ist nie etwas, es ist nur die Gelegenheit zu einem Etwas.» - Friedrich Hebbel
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6 Antworten zu Zuversicht.

  1. Kraulquappe schreibt:

    Passt exzellent zu meiner Seelenlage heute.
    Danke dir für den schönen, wahrhaftigen und klugen Text.
    Liebe Grüße, Natascha

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  2. BallesWorld schreibt:

    Sehr schöne Zeilen, die zum Nachdenken anregen.

    Liebe Grüße
    Balle

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  3. Christiane schreibt:

    Das Mysterium der Schwelle. Wir sterben in der einen Welt und werden gleichzeitig in die andere geboren. Okkulte Weisheit, in deinem Zitat irdisch umgesetzt. :-)
    Liebe Grüße
    Christiane

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    • Eine Vorstellung, die Ängste nehmen oder erträglicher machen kann. Liebe Grüße, Bernd

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      • Christiane schreibt:

        Wenn man fähig/willens ist, sich auf die Idee mehrerer Welten einzulassen, ja, und wenn der Geist den Körper dominiert. Denn erst mal sind wir biologische Systeme; kein Körper will sterben, er wehrt sich und schüttet dazu alles aus, was er hat, um uns dazu zu bringen, diesen Punkt hinauszuschieben …

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