Sally Levy

» Sally Levy wurde am 11. Oktober 1884 in Oberbieber, heute: Neuwied-Oberbieber, geboren.

Sally Levy 1884 - 1941

Sally Levy 1884 – 1941

Er wohnte, zusammen mit seiner Ehefrau Frieda, in Neuwied, Mittelstraße 37 (heute: Mittelstraße 39) und Düsseldorf.

Angesichts der ständig zunehmenden Bedrohung der jüdischen Bevölkerung durch die Gewaltmaßnahmen der Nationalsozialisten setzte Sally Levy seine ganze Hoffnung auf die Auswanderung in die USA. Dies belegt ein Brief, den er im September 1938 an seinen in den USA lebenden Vetter Moritz (Morris) Moser und dessen Frau Betty Moser, geb. Buchheimer richtete.

Darin dankt Sally Levy dem Ehepaar Moser in bewegenden Worten für deren Zusage, ihn und seine Ehefrau Frieda bei der Emigration durch die Ausstellung eines sog. Affidavits zu unterstützen. Freunde und Bekannte in Staaten außerhalb Deutschlands konnten mit einer solchen beglaubigten Bürgschaftserklärung Verfolgten die Einreise in die Überseeländer (Vereinigtes Königreich, USA) ermöglichen.

Aus dem Brieftext geht hervor, mit welcher Zuversicht und großem Gottvertrauen Sally Levy fest an den Beginn eines neuen Lebens für sich und seine Frau Frieda in den USA glaubte.
[Brieftext lesen →]

Seine Hoffung erfüllte sich jedoch nicht. Am 10. November 1941 wurden Sally und Frieda Levy ab Düsseldorf in das Ghetto Minsk deportiert und dort vermutlich ermordet. «

»[…] Schuld die auch wir hätten begehen können […]«

Quelle, Links & weitere Informationen => http://www.stolpersteine-neuwied.de/index.php/component/content/article/8-personenbeitraege/127-levy-sally?Itemid=108 [abgerufen am 10.10.2018]

Vergessen ist der Ausgangspunkt von Wiederholung.

Unless the world learns the lesson these cruel fates teach, night will fall.

Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied | Rolf Wüst, verantwortlich für das Projekt „Stolpersteine“ im Deutsch-Israelischen Freundeskreis Neuwied, hielt im voll besetzten „Café Auszeit“ der Marktkirchengemeinde einen Vortrag über „Zeugnisse jüdischen Lebens und Leidens in Neuwied“. In einer ausführlichen Einleitung untersuchte er das Verhältnis der Gesellschaft zum Judentum früher wie heute, das oftmals zwischen den Extremen Ablehnung und Hass einerseits und Idealisierung und übersteigerten Erwartungen andererseits oszilliert.
http://www.nr-kurier.de/artikel/66565-zeugnisse-juedischen-lebens-und-leidens-in-neuwied

Holocaust | Mehr als ein Trostpflaster | Über die Stolpersteine ging man irgendwann hinweg. Dann kam ein privates Forscherteam mit einem aufrüttelnden Buch.
http://www.zeit.de/2017/05/stolpersteine-forschung-nationalsozialismus-opfer-oswald-pander/komplettansicht


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Eine Antwort zu Sally Levy

  1. trixisonnenschein schreibt:

    Danke mal wieder fürs Erinnern

    Gefällt 1 Person

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